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3. Soziale Bindungstheorie von Hirschi
Die von Hirschi vorgelegte Theorie stellt die Bindung des Einzelnen an die Gesellschaft in den Mittelpunkt. Nach Hirschi wird die Bindung durch vier Element geprägt:
- die enge persönliche Bindung an andere Menschen (attechment to others), die sich in der Rücksichtnahme auf die Wünsche und Erwartungen der anderen ausdrückt;
- das Verpflichtungsgefühl gegenüber dem bisher Erreichten (commitment to achievement), das sich in der rationalen Kalkulation niederschlägt, welche Risiken u. Nachteile sich aus einer Straftat für die bislang erreichte Stellung in der Gesellschaft ergeben;
- die Einbindung in konventionelle Aktivitäten wie Arbeit oder Millitärdienst (involvement in conventional avtivities), die dem einzelnen schon von den äußeren Rahmenbedingungen her keine Möglichkeit lässt, sich abweichend zu verhalten;
- den Glauben an die Verbindlichkeit moralischer Wertvorstellungen (belief the moral validity of rules)

Je stärker die vier  Bindungselemente ausgeprägt sind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass Straftaten begangen werden. Dabei geht Hirschi davon aus, dass die Stärke eines Elementes Ausstrahlungswirkung auf die anderen Elemente hat. Wer also bspw. Gefühlsmäßig an Menschen gebunden ist, die sich konform verhalten, der ist wahrscheinlich auch selbst in konventionellen Aktivitäten eingebunden und bereit, moralische Wertvorstellungen als verbindlich zu akzeptieren.
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Autor: JuraStudi
Oberthema: Jura
Thema: Strafrecht
Veröffentlicht: 03.03.2010

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