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All main topics / Tierheilpraktiker / Hautkrankheiten bei Hund/Katze/Pferd

Hautkrankheiten bei Hund/Katze/Pferd (192 Cards)

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Lateinische Bezeichnung für die Haut
Integumentum commune
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Embryologie und ontogenetische Herkunft
  • aus Ectoderm (äußeres Keimblatt): Epidermis und Epidermis-Trias (Haar, Talg- und Schweißdrüsen)
  • aus Mesoderm (mittleres Keimblatt): Fingerbeeren, Sohlenballen, Lederhaut (Corium), Subcutis
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Allgemeine Gliederung der Haut:
  • Oberhaut/Epidermis
  • Lederhaut/Corium mit Tastsinnzellen
  • Unterhaut/Subcutis/Hypoderma mit Fettposter (Panniculus adiposus)
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Modifikationen der Haut
  • Hautdrüsen (Glandulae cutis)
  • Milchdrüse (Glandula mammaria)
  • Ballen (Torus)
  • Zehenendorgan (Organon digitale): Nagel (Unguis), Kralle (Unguicula), Klaue, Huf (Ungula)
  • Horn (Cornu)
  • Lederhautoberflächen des Zehenendorgans, z.b. beim Pferd
  • Hautfalten (Plicae cutis)
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Hautdrüsen (lat.)
Glandulae cutis
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Milchdrüse
Glandula mammaria
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Nagel
Unguis
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Kralle
  • Unguica
  • Zehenendorgan des Fleischfressers
  • Schultergliedmaße 5 Krallen, 1. Zehe als "Daumenkralle"
  • Beckengliedmaße 4 (5) 1. Zehe meist nur als häutige Anlage (Wolfskralle - Paraunguicula)
  • Wandsegment der Kralle ohne Hornblättchen (!), nur kleine Leistchen
  • Kronsegment bildet Hauptanteil der Krallenplatte
  • Achtung: Lösungen des Kronsegmentes bei Katzenartigen (Feliden)
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Klaue
  • Ungula
  • Zehenendorgan der Paarhufer (Artiodactyla)
  • Verbindung zwischen Klauenplatte und Klauenlederhaut beim Wiederkäuer nur durch Primärlamellen
  • distale Kappenpapillen
  • dicke Terminalpapillen
  • Zona alba (Verbindungszone zwischen Kronhorn und Sohlehorn) als äußere Hälfte mit Kappenhorn
  • Innere Hälfte Terminalhorn
  • das Kronhorn ist das härteste Horn der Klaue und doppelt so hart wie beim Pferdehuf
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Hufplatte
  • Paries corneus, Lamina
  • Wandhorn mit Sekundärlamellen, Lamellae secundarie
  • Sekundärlamellen bieten besonders kräftige Verankerung im Corium
  • Kronsegment weitaus kleiner als beim Rind
  • geringfügig ausgebildetes Kappenhorn
  • "Hufrehe" führt zu einer bereits makroskopisch beurteilbaren Verbreiterung des Kappenhornes, bwz. der "Zona alba"
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Makroskopische Gliederung des Hufes (von oben nach unten)
  • Margo palmaris lateralis
  • pars inflexa medialis
  • pars mobilis lateralis ("Trachten" - hier darf bei der Behufung NICHT genagelt werden!!)
  • pars lateralis
  • pars dorsalis
  • Margo solearis

Vorderhuf rundlich, Röhrbein queroval
Hinterhuf oval-spitz, Röhrbein rundlich
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Verbindung Klauenplatte und Klauenbein, Hufplatte und Hufbein
  • Aufhängemechanismus, der Druck auf beteiligte Knochenstrukturen mindert und in Zugkräfte verwandelt: "Knochen ist Druck-instabil aber Zug-stabil"
  • "Gomphosis" - Einkeilung eines Knochens in einen anderen Knochen. Die Gomphosis gehört zu den unechten Gelenken, genauer gesagt zu den unbeweglichen, bindegewebigen Knochenverbindungen (Articulationes fibrosae)
  • Gewichtsüberlagerung auch über Ballen, bei den Equiden allerdings beinahme ausschließlich durch Aufhängeapparat
  • Stratum reticulare (Unterste Schicht im Corium) zieht direkt in das Hufbein ein, beinahe ohne inselartiges Periosteu "chondral-apophysärer Apparat"
  • fehlende Subcutis
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Gehörn und Geweih
  • Gehörn ist modifiziertes Integumentum commune Produkt
  • Geweih ist blanker Knochen mit dünner, fein behaarter Epidermis überzogen (Bast), wird jahreszyklisch "gefegt"
  • Processus cornualis (knöcherner Hornzapfen) des Os frontale - ACHTUNG: Zugang zum Sinus frontalis!
  • Hornbildung beim kleinen Wiederkäuer stark zyklisch, deshalb "Schmuckringbildung"
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Altersprädilketionen
  • < 4 Monate - häufig mit angeborenen, erblichen Erkrankungen, direkt bei der Geburt erworbene Erkrankungen wie Ektoparasiten z.b. Sarcoptes scabiei (Grabmilbe - Räude), Otodectes cynotis (parasitisch lebende Milbe und Erreger der Ohrräude) oder Demodex canis (Milbe, die in den Haarbälgen (Haarfollikel) und Talgdrüsen von Hunden parasitiert)
  • Junghunde haben häufiger Demodikose ( eine häufige, durch die übermäßige Vermehrung der Haarbalgmilbe Demodex canis hervorgerufene, parasitäre Hauterkrankung, beginnt zumeist mit Haarausfall und ohne Juckreiz. Im weiteren Verlauf können sich durch eine bakterielle Sekundärinfektion stärkere Hautveränderungen bis zu einer eitrigen Hautentzündung (Pyodermie) entwickeln), atopische Dermatitis ( ist eine häufigere, allergisch bedingte Hauterkrankung, die durch intensiven Juckreiz gekennzeichnet ist), Flohbissallergie sowie idiopathische Seborrhoe (vererbliche Hautbildungsstörunge, Schuppenbildung ist das Hauptsymptom der Seborrhoe; diese können als trockene oder fettige Schuppen in Erscheinung treten, wie auch die Hautoberfläche eher trocken oder mehr fettig sein kann. Das Haarkleid kann stumpf und spröde oder fettig-ölig sein, keine Erkrankung, die von Anfang juckend ist, doch können Sekundärinfektionen mit Bakterien oder Hefepilzen starkem Juckreiz hervorrufen) und Follikel-Dysplasie (eine teilweise genetisch bedingte Hauterkrankung, die zu haarlosen Hautstellen führt. Grund für die Haarlosigkeit ist eine Fehlfunktion der Haarwurzeln, welche keine oder strukturell schwache Haare produzieren, die schnell abbrechen)
  • beim mittelalten Tier hormonelle Erkrankungen (Endochrinopathien), aber auch Allergien
  • beim älteren Tier häufiger neoplastische Erkrankungen
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Follikel-Dysplasie
eine teilweise genetisch bedingte Hauterkrankung, die zu haarlosen Hautstellen führt. Grund für die Haarlosigkeit ist eine Fehlfunktion der Haarwurzeln, welche keine oder strukturell schwache Haare produzieren, die schnell abbrechen
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Idiopathische Seborrhoe
vererbliche Hautbildungsstörunge, Schuppenbildung ist das Hauptsymptom der Seborrhoe; diese können als trockene oder fettige Schuppen in Erscheinung treten, wie auch die Hautoberfläche eher trocken oder mehr fettig sein kann. Das Haarkleid kann stumpf und spröde oder fettig-ölig sein, keine Erkrankung, die von Anfang juckend ist, doch können Sekundärinfektionen mit Bakterien oder Hefepilzen starkem Juckreiz hervorrufen
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Demodikose
eine häufige, durch die übermäßige Vermehrung der Haarbalgmilbe Demodex canis hervorgerufene, parasitäre Hauterkrankung, beginnt zumeist mit Haarausfall und ohne Juckreiz. Im weiteren Verlauf können sich durch eine bakterielle Sekundärinfektion stärkere Hautveränderungen bis zu einer eitrigen Hautentzündung (Pyodermie) entwickeln
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Demodex canis
  • Milbe, die in den Haarbälgen (Haarfollikel) und Talgdrüsen von Hunden parasitiert
  • Bei stärkerem Vorkommen oder bei Schwächung des Immunsystems verursacht sie die Canine Demodikose
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Sarcoptes scabiei
  • Grab- /Räudemilbe
  • hochansteckende parasitäre Hauterkrankung
  • gerötete Papeln, bei schwerem Verlauf krustöse Hautveränderungen
  •   gerötete kleine Papeln, eventuell auch Pusteln vor allem an Ellenbogen und Bauch
  • infolge des starken Juckreizes selbstzugefügte Hautveränderungen wie Haarausfall (Alopezie), Schuppung, Krusten und übermäßiger Verhornung (Hyperkeratose)
  • Häufig sind die Außenseiten der Gliedmaßen und die Ränder der Ohrmuschel betroffen
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Otodectes cynotis
  • parasitisch lebende Milbe und Erreger der Ohrräude
  • schwere, borkige Hautveränderungen der Ohrmuschelinnenseite und des Gehörgangs
  • dicke, krümelige schwarzbraune Krusten, vermehrte Bildung von Ohrenschmalz und Exsudaten
  • Als Komplikation kann die Ohrentzündung das Trommelfell durchbrechen und auf das Mittel- und Innenohr, die Hirnhäute oder das Gehirn übergreifen
  • Tiere zeigen starke Unruhe und Juckreiz, der bis zur Selbstverstümmelung führen kann
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Klaue, Huf
Ungula
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Hautfalte
Plicae cutis
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Plicae cutis als primäre Hautmodifikationen
  • Triel, Wamme, Palear des Rindes (proliferiertes Kollagengewebe)
  • Kragen, Plica transversa colli, des Schafes
  • Kniefalten, Plica lateris
  • lockere Hautfalten, plicae cutis
  • Glöckchen/Berlocken, Appendices colli, der Ziege = Duftdrüsen
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Kniefalte
  • Plica lateris
  • Indikator für Lymphknoten
  • lymphorodus inguinalis superficialis
  • nicht bei Hund!
  • arteria femorialis, Oberschenkelarterie, dient hier zur Pulsmessung
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Funktion des Integumentum commune
  • Barriere gegen Umwelteinflüsse
  • Rezeptor (Kommunikator) für Druck, Schmerz, Hitze, Kälte (größtes Sinnesorgan des lebenen Organismus)
  • Speicher von Wasser, Mineralien, Elektrolythen, Vitaminen (fettlösliche !) und Fetten
  • Temperaturregulation, "Thermoregulation"
  • Vitamin D-Synthese (!!) im Zusammenwirken mit UV-B-Anteil
  • Immunologische Abwehr: LANGHANS- und GRANSTEIN-Zellen als stationäre Makrophagen des Coriums
  • Ceramide, Cholesterol und freie Fettsäuren
  • Verarbeitung von Adrenalin und Noradrenalin
  • Catecholamin-Metabolismus
  • Achtung: Bereits 25%-ige Verbrennung ist als sehr kritisch einzustufen
  • UV-Strahlung schädigt Mitoserate (Anteil der in Teilung/Erneuerung befindliche Zellen) der Haut
  • Hyperkeratose (Verhornung) bei Vitamin A-Mangel
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Schleimbeutel
  • Bursae synoviales subcutaneae
  • gefüllt mit Glycosaminoglycanen = Muccopolysacchariden wie Dermatansulfat, Gewebswasser, bzw. Synovia)
  • a) obligate  Schleimbeutel (z.b. Teil des Gelenks, NICHT Teil der Haut)
  • b) fakultative Schleimbeutel (entstehen bei längerer punktueller Belastung, Decubitus-Stellen)
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Fettgewebe
  • Panniculus adiposus
  • weißes Fettgewebe, univakuoläres Fett, Speichergewebe
  • braunes Fettgewebe, plurivakuoläres Fett, Baufett - bei Adult nicht mehr Teil der Haut
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Oxytocin
(Kuschel)Hormon, freigesetzt bei großflächigen Hautberührungen
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Hauterneuerung
Ecdysis, 4 Wochen bei Mensch, Hund, Katze)
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Vitamin D Erzeugung
  • Cholecalciferol
  • Organtrio: Leber, Niere, Haut
  • benötigt UVB-Strahlung, Biosynthese
  • in Fettfischen enthalten
  • Nicht Hunde und Katzen - Enzymdefekt
  • Regulierung des Calcium-Haushalts
  • Reifung von Immunzellen
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Besondere Hauteinstülpungen
  • "Tränengrube", Infraorbitalorgan, Sinus infraorbitalis (Schaf)
  • "Inguinaltasche" , Sinus inguinalis (eine in der Leistengegend, an der Basis des Euters bzw. des Hodensackes gelegene Hautdrüse bei Ziegenartigen. Sie ist bei Schafen sehr deutlich ausgeprägt, bei Ziegen nur angedeutet)
  • "Zwischenklauensäckchen", (eine Drüse der Haut oberhalb des Zwischenklauenspalts bei verschiedenen Wiederkäuern. Bei Schafen kommt es an allen vier Füßen, bei Gämse, Hirschen und Reh nur an den Hinterfüßen vor), Sinus interdigitalis
  • "Analbeutel", Sinus paranalis, als modifizierte Talgdrüsen
  • "Brutfleck", (kleingefiederfreie, äußerst gut durchblutete Hautstelle am Vorderbauch der meisten brütenden Vögel zu verstehen. Der Brutfleck intensiviert die Wärmeübertragung auf das Gelege), Area incubationis
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Sinus paranalis
"Analbeutel", Sonderform der Analdrüsen bei allen Raubtieren mit Ausnahme der Bären. Es handelt sich um einen beidseits, im unteren seitlichen Bereich des Anus, unter dem äußeren Afterschließmuskel gelegenen Drüsensammelraum, in den Analbeutel geben in der Wand gelegene Talg- und apokrine Schlauchdrüsen ihr Sekret ab. Dieses vermischt sich mit abschilfernden Epithelzellen und wird durch eine bakterielle Flora (Streptococcus faecalis, Streptococcus faecium) zersetzt, wodurch stark riechende Verbindungen wie Trimethylamine, Buttersäure, Propionsäure, Indole und Skatole entstehen.
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Area incubationis
"Brutfleck", (kleingefiederfreie, äußerst gut durchblutete Hautstelle am Vorderbauch der meisten brütenden Vögel zu verstehen. Der Brutfleck intensiviert die Wärmeübertragung auf das Gelege)
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Sinus interdigitalis
"Zwischenklauensäckchen", eine Drüse der Haut oberhalb des Zwischenklauenspalts bei verschiedenen Wiederkäuern. Bei Schafen kommt es an allen vier Füßen, bei Gämse, Hirschen und Reh nur an den Hinterfüßen vor
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Sinus inguinalis
"Inguinaltasche" , eine in der Leistengegend, an der Basis des Euters bzw. des Hodensackes gelegene Hautdrüse bei Ziegenartigen. Sie ist bei Schafen sehr deutlich ausgeprägt, bei Ziegen nur angedeutet.
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Sinus infraorbitalis
"Tränengrube", Voraugendrüse, Infraorbitalorgan, beim Schaf, Duft- und Talgddrüse, dient zur Markierung
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Glandulae cutis - Hautdrüsen
  • Talgdrüsen, Glandula sebacea
  • Schweißdrüsen, Gladula sudorifera
  • Duftdrüse, Glandula odorifera
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Glandula sebacea
  • Talgdrüse
  • holocrine Düse, zerfällt dabei selbst
  • sezerniert das fettige Sekret Talg (Sebum)
  • besondere Talgdrüsen sind: MEIBOM-Drüsen des Lidrandes (Entzündungen - "Gerstenkorn", Hordeulum), "Bürzeldrüse" (die einzige Hautdrüse vieler Vogelarten. Sie befindet sich auf der Oberseite der Schwanzwurzel, dem Bürzel. In der zweilappigen, holokrinen Drüse wird ein öliges Sekret gebildet, das der Vogel mit dem Schnabel oder mit den Beinen im gesamten Gefieder verteilt, Wasserabweisung), Glandula uropygialis
  • gehört zur Epidermis-Trias
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Glandula uropygialis
"Bürzeldrüse", die einzige Hautdrüse vieler Vogelarten. Sie befindet sich auf der Oberseite der Schwanzwurzel, dem Bürzel. In der zweilappigen, holokrinen Drüse wird ein öliges Sekret gebildet, das der Vogel mit dem Schnabel oder mit den Beinen im gesamten Gefieder verteilt, Wasserabweisung.
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Glandula sudorifera
  • Schweißddrüse
  • apocrine (Ausschleusung großer Sekrettropfen (konzentrierte, proteinhaltige Sekrete), wobei ein Teil der Zelle bei der Sekretabgabe abgeschnürt und mit abgegeben wird), Schlauchdrüse; 75% bei Hund und Katze, liegt gekapselt an Hautoberfläche, Zersetzung bei Streichung, Regen, bakteriell
  • tubulär (röhrchenförmig)
  • exoephithelial
  • exocrin
  • eccrin (Ausschleusung kleiner, lichtmikroskopisch kaum sichtbarer Sekrettropfen (wässrige Sekrete) durch Exozytose. Die Zelle bleibt dabei erhalten)
  • gehört zur Epidermis-Trias
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Sonderform von Hautdrüsen, Hautduftorgane
  • Glandulae sinus infraorbitalis (spezifische Drüsenorgane des Schafes)
  • Glandulae sinus interdigitalis, "Analbeutel"
  • Glandulae caudae, "Schwanzwurzeldrüsen"
  • Glandulae circumorales (vergrößerte Talgdrüsen um die Mundspalte der Katze)
  • Glandulae tori, "Strahldrüsen" (Drüsen in den Ballen der Fleischfresser und der Pferde)
  • Glandulae ceruminosae, "Ohren-Schmalzdrüsen"
  • Glandulae plani rostralis, "Nasenspiegeldrüsen" der Wiederkäuer, bzw. "Rüsselscheibendrüsen" beim Schwein - aufgeknäuelte, tubulöse, seröse Drüsen
  • Glandula cornualis, "Horndrüse" (Ansammlung großer Haarbalg-Talgdrüsen hinten an der Basis bei Ziegen)
  • Glandula mentalis, "Kinn- oder Mentaldrüse", beim Schwein
  • Glandulae carpeae, "Carpalorgan"
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Glandulae plani rostralis
"Nasenspiegeldrüsen" der Wiederkäuer, bzw. "Rüsselscheibendrüsen" beim Schwein - aufgeknäuelte, tubulöse, seröse Drüsen
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Glandulae tori
"Strahldrüsen", Drüsen in den Ballen der Fleischfresser und der Pferde.
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Glandulae ceruminosae
"Ohren-Schmalzdrüsen", eine gelblich-bräunliche, fettige, bittere Absonderung des äußeren Gehörgangs, es befeuchtet die Haut im Gehörgang und dient der Entfernung von Staub, Schmutz, abgestorbenen Hautzellen und Fremdmaterialien aus dem Ohr. Es enthält außerdem Lysozym und andere Stoffe, die Bakterien bekämpfen sowie Insekten davon abhalten sollen, in den Gehörgang vorzudringen.
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Glandulae circumorales
vergrößerte Talgdrüsen um die Mundspalte der Katze
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Epidermis
  • Oberhaut
  • als oberflächliche Epithelschicht (mehrsschichtiges, verhornendes Plattenephitel)
  • mit Epidermalkomplexen und Trias (Haar-, Talg- und Schweißdrüse) als Derivate des Ektoderms
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Schichten der Epidermis
Von unten nach oben:
  • "Basalmembran", Lamina basilaris: 3-schichtig (!), Lamina rara externa, -densa, interna, enthält Kollagen Typ IV (!)
  • Stratum basale, Keratinozyten (Zelltyp produziert Keratin und differenziert sich im Laufe der Verhornung, während er von der untersten Schicht der Oberhaut zu den obersten Schichten, der Außenwelt zugewandt sind, gelangt) des Ephitels, sehr aktiv, mit Melanozyten (Pigmentzellen)
  • "Stachelzellschicht", Stratum spinosum, weitreichende Zellproliferationen (schnelles Wachstum beziehungsweise Vermehrung von Gewebe) mit Langerhans/Gransteinzellen zusammen mit Stratum basale = "Keimzellen" = Stratum germativum = Zone der Hauterneuerung (Immunabwehr)
  • (dazwischen die "Merkel-Zellen",  Sinneszellen die als Druckrezeptoren wirken)
  • "Körnerzellschicht", Stratum granulosum, Keratohyalingranula ( Protein, das sich bei der Verhornung (Keratinisierung) der Epidermis im Stratum granulosum und Stratum spinosum in Form kleiner Granula innerhalb der Keratinozyten (Stachelzellen der Epidermis) ansammelt)
  • "Eleiin-Schicht", Stratum lucidum (Präparationsartefakt)
  • "Hornschicht", Stratum Corneum, oberste Schicht der Epidermis, letzte Verhornungszone
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Stratum corneum
  • "Hornschicht", oberste Schicht der Epidermis, letzte Verhornungszone
  • wird von lebenden "vollsaftigen" Epidermisschichten gebildet und über die Differenzierungsschritte "Keratinisierung" und "Verhornung"
  • der Hornzellenverband des Stratum corneum bildet das "tote Horn"
  • Hornqualität und Haltbarkeitsdauer segmentspezifisch und abhängig von Cytokeratin-Muster, Interzellularkit (Desmosomenverbindung - im Kronhorn: Phospholipide (Fette), im Ballen: Glycoproteine)
  • Architektur: Röhrchenhorn (Papillarkörper-Zotten), Blättchenhorn (Papillarkörper-Lamellen)
  • Funktion: Mechanischer Schutz, semipermeable Barriere, Isolator (Kälte/Hitze), biologische Schranke (chemische Barriere)
  • "Cornified envelope" als schützender Hornschuh
  • Harnstoff (schlecht gewechselte Einstreu) löst Cytokeratin-Gewebe auf
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Stratum granulosum
4. Hautschicht von innen, zwischen Stratum spinosum und Stratum Corneum, "Körnerzellschicht", Stratum granulosum, Keratohyalingranula ( Protein, das sich bei der Verhornung (Keratinisierung) der Epidermis im Stratum granulosum und Stratum spinosum in Form kleiner Granula innerhalb der Keratinozyten (Stachelzellen der Epidermis) ansammelt)
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Stratum Spinosum
3. Hautschicht von innen zwischen Stratum basale und Stratum granulosum, "Stachelzellschicht", weitreichende Zellproliferationen (schnelles Wachstum beziehungsweise Vermehrung von Gewebe) mit Langerhans/Gransteinzellen zusammen mit Stratum basale = "Keimzellen" = Stratum germativum = Zone der Hauterneuerung (Immunabwehr)
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Stratum basale
2. Hautschicht von innen, zwischen Lamina basilaris und Stratum spinosum, Keratinozyten (Zelltyp produziert Keratin und differenziert sich im Laufe der Verhornung, während er von der untersten Schicht der Oberhaut zu den obersten Schichten, der Außenwelt zugewandt sind, gelangt) des Ephitels, sehr aktiv, mit Melanozyten (Pigmentzellen)
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Lamina basilaris
"Basalmembran", 3-schichtig (!), Lamina rara externa, -densa, interna, enthält Kollagen Typ IV (!)
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Zellen der Epidermis
Keratinozyten:
  • Karatinisierungszellen (Verhornung)
  • Verhornung und Abschilferung (Desquamatin)
  • weiche Verhornung, harte Verhornung
  • "Interzellularkitt", membrance coating material"

Nicht-Keratinozyten:
  • Melanozyten (Pigmentzellen der Haut in Stratum basale)
  • LANGERHANS/GRANSTEIN-Zellen (Phagozytosensystem, unspezifische Rezeptorzellen, unspezifische Abwehr, stationäre Makrophagen der Haut in Stratum spinosum)
  • MERKEL-Zellen (Tastscheiben für sensible Rezeption zwischen Stratum spinosum und Stratum granulosum)
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Schichten des Corium
  • Stratum reticullare (Kollagennetz aus Kollagen Typ 1)
  • Stratum papillare (Stoffwechselversorgung, permanente Erneuerung, Vaskularisation, Innervation, Kollagenfasergitter (Spaltlinien), striae distensae
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Stratum papillare
Unterste Schicht im Corium, Stoffwechselversorgung, permanente Erneuerung, Vaskularisation, Innervation, Kollagenfasergitter (Spaltlinien), striae distensae, sas an Kapillaren reiche Gewebe, welches in den Jugendjahren am stärksten ausgebildet ist, bedingt auch die Faltung der dermal-epidermalen Übergangszone (D-E junction). Die Übergangszone dient mechanisch zur besseren Fixierung der beiden Schichten. Im Stratum papillare sitzen auch die meisten sensorischen Zellen der Haut. Die Zellzwischenräume sind weit und mit einer geleeartigen Flüssigkeit (Interstitium) gefüllt, die durch das hier beginnende Lymphgefäßsystem drainiert wird. Unterschiedliche Zellen können sich in diesem Gewebe einigermaßen frei bewegen. Es sind vor allem Abwehrzellen, wie Makrophagen, Lymphozyten, Plasmazellen, Mastzellen, Granulozyten und Monozyten aber auch Bindegewebe-bildende Zellen (Fibroblasten) zu finden. Zwischen Lederhaut und Oberhaut verläuft eine wellenförmige bis zapfenförmige Grenze, der sogenannte Papillarkörper. Durch die vielfachen Einstülpungen der Lederhaut in die Unterseite der Oberhaut kommt es zu einer großen Oberfläche und damit festen mechanischen Verbindung beider Schichten und zu einer erleichterten Abgabe von Nährstoffen an die Oberhaut.
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Stratum reticulare
Unterste Schicht im Corium, im Stratum reticulare (Netzschicht) befindet sich straffes, geflechtartiges Bindegewebe mit Kollagenfasern (Typ I) und begleitend elastische Fasern. Der Flüssigkeitsanteil in dieser Schicht bestimmt die Straffheit der Haut.
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Subcutis
  • lockere "Verschiebeschicht" zwischen den verschiedenen Hautanteilen und der oberflächlichen Körperfaszie
  • straffe Bindegewebsstränge, Retinaculae cutis
  • Hautmuskeln, Musculi cutanei
  • Tastsinnzellen, Vater-Pac(c)ini-Lamellenkörperchen u.a.
  • Fettspeicher
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Gefäßversorgung der Haut
  • Stockwerke-, Etagensystem der dermalen Vaskularisation (die Gesamtheit der Gefäßversorgung eines Organs oder Gewebes und die Gefäßneubildung)
  • Arterielle Blutgefäße
  • Venöse Blutgefäße
  • Lymphgefäße
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Arterielle Blutgefäße der Haut
  • (sub-)fasziales, arterielles Netz
  • cutanes Gefäßnetz, Rete arteriosum dermidis
  • subpapilläres Gefäßnetz, Rete arteriosum subpapillare
  • reflektorisches, vegetatives Erröten der Haut
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Venöse Blutgefäße der Haut
  • Corialer venöser Gefäßplexus
  • Plexus venosus subpapilaris superficialis et profundus
  • Plexus venosus dermidis profundus
  • arteriovenöse Anastomosen zur Thermoregulation (Eine Anastomose ist eine Verbindung zwischen zwei anatomischen Strukturen. Dabei bilden ausschließlich Blutgefäße mit Blutgefäßen, ebenso Lymphgefäße und Nerven untereinander Anastomosen. Anastomosen zwischen Arterien sorgen bei Ausfall eines Gefäßes für einen Umgehungskreislauf, sodass es nicht zur Nekrose von Gewebe kommt. Arteriovenöse Anastomosen sind für die Regulation der Durchblutung von Bedeutung)
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Lyphgefäße der Haut
  • Lymphsinusoide, Sinus lymphatici initiales
  • Lymphgefäßnetzwerke, Rete lymphocapillare cutis profundum
  • Rete lymphocapilare subcutaneum
  • Abfluss erfolgt über die jeweiligen meist oberflächlich gelegenen, tastbaren, tributären ( Gewebeareal, dessen Lymphe einen bestimmten, regionären Lymphknoten durchfließt) Lymphknoten
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Peripherie Lymphgefäßsystem
  • Sinusbereich des Lymphknotens
  • Lymphkapillare
  • Lymphsammelgefäß
  • Lymphknoten
  • Lymphgänge
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Innervation der Haut - Nerven- und Sinnesorgane
  • vegetative, sympathische Nerven für die Blutversorgung der Haut, Hautdrüsen und glatte Muskulatur (Mm. arrectores pilorum - "Gänsehaut"), auch Myoephitelzellgewebe der Schweißdrüsen
  • sensible Nerven als Teil der gemischten Hautnerven (sensibel, motorisch, sympathisch, parasympathisch) in der Subcutis und im Corium (Plexus nervorum subcutaneus bzw. dermidis et subepidermidids
  • freie Nervenendigungen, Terminationes nervorum
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Terminationes nervorum
  • freie Nervenendigungen
  • Druck- und Berührungsrezeptoren: MEISSNER, VATER-PAC(C)INI, MERKEL
  • Temperaturrezeptoren: KRAUSE (Kälte), RUFFINI (Wärme)
  • Druck- und Vibrationsrezeptoren: VATER-PACCINI
  • beim Sauropsiden (Geflügel und Reptilien): HERBST-Körper als Innervationsorgan für den Schnabel
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Pili
Haare, Hautanhangsorgan, elastische, lange und dünne Hornfäden, die epidermalen Ursprungs sind.
Epidermale Bildungen des Haares sind:
  • Haarmark, Medulla pili
  • Haarrinde, Cortex pili
  • Haarhäutchen, Cuticula pili
  • Schaft, Scapus pili
  • Haarwurzel, Radex pili
  • Haarzwiebel, Bulbus pili
  • Haarpapille, Papilla pili (vin hier aus erfolgt die Neubildung)
  • Vagina dermalis radicularis (Sinushaare)
  • Vagina epithelialis radicularis
  • Folliculus pili

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Setae
Borstenhaare als Schutz an natürlichen Körperöffnungen:
  • Vibrissae am Naseneingang
  • Tragi am Gehöreingang
  • Cilia (Wimpern) am Auge
  • Langhaar, Rosshaar: Als Mähne (Juba), Stirnschopf (Cirrus capitis), Kötenschopf (Als Köten (Cirrus metacarpeus bzw. metatarseus) werden längere Haare am Fesselgelenk des Pferdes bezeichnet. Die Köten schützen die Fesselbeuge vor Feuchtigkeit, indem das Wasser an den Kötenhaaren entlang abtropft und so an der empfindlichen Fesselbeuge vorbei geleitet wird
  • Bart, Barba der Ziege
  • Schwanzquaste, Cirrus caudae von Rind und Schwein
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Haarkleid
  • Haarlänge und -dichte
  • Haardichte: Haarstrick (Flumina pilorum), Haarwirbel (Vortex pilorum convergentis/divergentis)
  • Haarkamm (Linea/Christa pilorum convergentis)
  • Haarscheitel (Linea pilorum divergentis)
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Glandula Mammaria, Mammariakomplexe
Die Milchdrüse ist eine modifizierte exocrine, tubulo-alveoläre (bläschenförmig), zusammengesetzte "Schweißdrüse"
  • Brust beim Primaten, Menschen
  • Gesäuge bei Flfr. und Schwein
  • Euter, Uber, Mastos ("Mastitis") bei Kuh und Stute
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Gesäuge der Fleischfresser
  • rechte und linke Gesäugeleiste erstreckt sich von der ventralen Bauchwand bis zur Leistengegend
  • thoracoinguinale (Leistengegend) Lage bei der Hündin
  • 5 Mammarakomplexe beiderseits
  • thoracoabdominale (Bauchgegend) Lage bei der Katze
  • Mammarakomplexe enthalten 5 und 20 Milchdrüsenkörper
  • Lymphe wird abfeführt über Tributärgebiet des Lymphonodus axillaris und Ln. cervicalis superficialis der rechten und linken Seite (ACHTUNG: Mammacarcinom!!)
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Euter der Stute
  • 2 Euterhälften
  • tiefer Sulcus intermammarius (Milchdrüsenleiste/-komplex)
  • 1 Mammarkomplex pro Euterhälfte
  • je 1 kurze Zitze
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Seborrhoe
Überproduktion von Hautfetten durch die Talgdrüsen, Störung im Prozess der Keratenisierung und zusätzlich Störung im Bereich der Talgdrüsen
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Hyperhidrose
übermäßige Schweißproduktion
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Alopecia/Alopezie
eine sichtbare Lichtung des Kopfhaars, d. h. einen Zustand mit abnorm „schütterem“ Haupthaar (Hypotrichose) oder mit haarlosen Hautbezirken
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tubuloalveolär
Röhrenförmige Drüsen mit Ausgängen versehen und selbstabsondernd
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Organon digitale
  • Zehenendorgan
  • Modifikation des Integumentum commune
  • Kralle, Unguica
  • Huf, Ungula
  • Ballen, Torus
  • mechanischer Schutz, Werkzeug, Sinnesorgan, Waffe
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Schichten des Integumentum commune im Bereich des Organon digitale
  • Subcutis
  • Corium, auch "Pododerma" im Bereich von Kuf und Klaue; Corium-Wandfläche der Phalanx distalis (die Knochen, die das Endglied der Finger und Zehen darstellen, Klauen- Hufschuh) hat direkten Kontakt mit dem Klauen- bzw. Hufbein, es fehlt das Periost (Knochenhaut), das nur Insel-artig auftritt
  • Epidermis (Stratum basale, spinosum, granulosum, lucidum, corneum, corneum disjunctum
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Torus
  • Ballen
  • Zehenendorgan
  • Modifikation des Integumentum commune
  • Funktion: Verteilung und Abfederung von Stoßkräften bei und während der Fußung, Abfederung von Scherkräften bei der Fußung, Gewährung eines rutschfesten und leisen Trittes
  • verdichtete, gekammerte Subcutis
  • erhöhter Papillarkörper der Dermis zur besseren Verankerung
  • dicke, elastische Hornschicht der Epidermis ("Radiergummi-artig"), keine Behaarung
  • eccrine Schweißdrüsen
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Ballenarten
  • Torus digitalis, (Pferd: Strahl, Cuneus corneus)
  • Torus metacarpalis/metatarsalis (Pferd: Sporn, Calcar)
  • Torus carpeus/tarseus (Pferd: Kastanie, Castania)
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Fußungstypen
  • plantigrader Fußungstyp (Mensch, Primaten)
  • digitigrader Fußungstyp (Hund)
  • unguligrader Fußungstyp (Paarhufer/Unpaarhufer Rind/Pferd)
  • Reduktion des proximalen Ballen mit Aufrichtung des Fußes
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Verhornungen
  • Verhornungen über stratum granulosum = weiche Verhornung
  • Verhornung ohne Stratum granulosum = harte Verhornung (direkte Keratinisierung, Einlagerung/Verdichtung)
  • Saumhorn, Eponychium: weiches, bröckeliges Horn
  • Kronhorn, Mesonychium: röhrchenförmiges, extrem hartes Horn
  • Wandhorn, Hyponychium: Blättchenhorn, sehr hart
  • Sohlenhorn, Abschilferung, weich
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Horn-/Hufkapsel des Pferdes
  • Capsula ungularis mit
  • Hufplatte (Paries corneus, Lamina) als schräggestellte Außenwand
  • Grundfläche (Facies solearis) mit
  • Facies contactus - fußender Teil
  • Facies fornicis - nicht fußender Teil
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Hautschichten der Hufplatte (Paries corneus, Lamina)
  • Stratum externum, Saumhorn, Glasurschicht, Eponychium
  • Stratum medium, Kronhorn, Schutzschicht, Mesonychium
  • Stratum internum, Wandhorn, Verbindungsschicht, Hyponychium (sichtbar als weiße Linie, Zona alba, Hornblättchenzone geht in Terminalblättchenzone über)
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Dermatologische Amnese - Fragen:
  • Zu welcher Rasse gehört der Patient?
  • Alter des Patienten beim Auftreten der ersten Symptome?
  • Wie lange besteht die Erkrankung - wie war ihr Verlauf?
  • An welcher Stelle des Körpers begann das Problem?
  • Hat das Tier Juckreiz? Wie stark? (Skala 1 - 10)
  • Treten Beschwerden saisonal auf?
  • Zeigt der Patient andere Symptome wie etwa Niesen, Husten oder Durchfall...?
  • Welches Futter? Wurden bisher spezielle Diäten eingesetzt? Welche Diäten - wurden diese ausschließlich verabreicht?
  • Gibt es noch andere Tiere im Haushalt? Haben diese Hautprobleme?
  • Hat eine der im Haushalt lebenden Personen Hautprobleme?
  • Verbessert sich der Zustand des Tieres in einer anderen Umgebung? Ortsabhängiges Auftreten der Erkrankung?
  • Wurde diese Erkrankung bereits behandelt?
  • Wenn ja, mit welchen Medikamenten und welchem Erfolg? Art, Dosierung, Dauer?
  • Welches Produkt wird momentan zur Flohprophylaxe eingesetzt?
  • Wann wurde die letzte Behandlung mit Medikamenten durchgeführt?
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Hautkrakheiten mit anderen Symptomen wie etwa Niesen, Husten, oder Durchfall...
  • Niesen, Husten, Keuchen und Konjuntivitis (Entzündung der Bindehaut) gerne im Zusammenhang mit "atopischer Dermatitis" und werden durch Allergene in der Luft ausgelöst
  • Durchfall, Erbrechen und Flatulenz (Blähung) können im Zusammenhang mit Futtermittel-Reaktionen auftreten
  • Polydipsie und Polyurie sind typische Symptome des Hyperadrenocortizismus (Morbus Cushing, Cushing-Syndrom)
  • Anorexie, Lethargie, gastro-intestinale und respiratorische Symptome treten häufig gleichzeitig mit systemischen Mykosen ( parasitäre Infektionskrankheit des lebenden Gewebes durch Pilze, DHS-Schema) auf
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Hautkrankheiten in Zusammenhang mit Fütterung
  • Überangebot an Eiweiß, Calcium und/oder Vitamin D begünstigen Zinkmangel
  • ausschließliche Gabe von Trockenfutter kann Mangel an essentiellen Fettsäuren fördern
  • Informationen über eine Diät erlauben Rückschlüsse auf evtl. Mangelerscheinungen
  • im Gegensatz zur weit verbreiteten Annahme, treten Futtermittel-Allergien (-reaktionen) nicht unmittelbar nach einem Futterwechsel auf und sind in der Tiermedizin eher selten und überschätzt - die meisten betroffenen Hunde haben das vermeintliche Allergie-auslösende Futter schon über Jahre gefressen
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Pinnal-Pedal-Reflex
Kratzreflex beim Reiben des Orrandes, zum Nachweis von Räudemilben, "Sarcoptes scabiei canis" , verursacht beim Hund "Räude", beim Menschen "Krätze" - u.a. Juckreiz, Papeln, Pusteln, Haarausfall, Schuppenbildung, stellenweise auch ein "ranziger "Geruch durch Zunahme der Hautfettproduktion...
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Ododectes cynotis
parasitisch lebende Milbe und Erreger der Ohrräude (Otitis externa parasitari). Sie ist die am häufigsten vorkommende Räudemilbe bei Raubtieren. Selten ist auch ein zeitweiliger Übergang auf den Menschen möglich
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Abszess
"Pustula" der Subcutis oder Corium oder mit Eiter gefüllte "Papula"
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5 Entzündungszeichen
  • Wärme, Calor
  • Röte, Rubor
  • Schmerz, Dolor
  • Funktion eingeschränkt, Läsion
90
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Caro luxurians
"Wildes Fleisch", lockeres Gewebe mit zahlreichen Zellen und Gefäßen (Granulationsgewebe), das sich nach einer Verletzung rasch im Wundgebiet zum Schutz gegen äußere Einflüsse bildet. Im Verlauf der Wundheilung bildet sich festeres Bindegewebe (Narbengewebe) aus
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Primäreffloreszenzen
Als Effloreszenz (veraltet Hautblüte) wird in der Dermatologie ein Grundelement krankhafter Hautveränderungen bezeichnet
  • Macula: Fleck, umschriebene Farbveränderung (Blut, Pigment) der Haut bis zu einem Durchmesser von 1 cm Größe, nicht palpierbar, größere Flecken = Patch
  • Papula: Papel, solide Erhebung des Corium mit Durchmesser < 1 cm. Größere Papulae werden als Plaques bezeichnet. "Follikuläre Papeln", wenn Haarschaft aus dem Zentrum ragt
  • Pustula: kleine umschriebene mit Eiter gefüllte Erhebung in der Epidermis,
  • Nodulus: Knoten, umschriebene solide Hauterhebung, > 1 cm und Ausdehnung in tieferen Schichten der Haut
  • Tumor: Massevermehrung in der Haut oder Unterhaut, massive Infiltration von Entzündungs- oder neoplastischen Zellen
  • Vesikel: Bläschen, scharf begrenzte, mit klarer Flüssigkeit gefüllter Hohlraum in oder unterhalb der Epidermis, < 1 cm
  • Quaddel: Urtica, gut umschriebene, erhabene, flache, meist juckende Hautverdickung infolge eines Ödems im Corium
92
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Angioödem
Große Quaddel, meist ganze Lippe, Augenlieder oder Kopf betroffen, schmerzlose Schwellung der Subcutis bzw. Submucosa (Gewebsschicht zwischen der Schleimhaut (Tunica mucosa) und der Muskelschicht (Tunica muscularis))
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Urticaria
Nesselsucht, größere oder kleinere Gruppen von Quaddeln
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Primär- und Sekundär-Effloreszenzen (Mischeffloreszenzen)
  • Alopezie: partieller oder vollständiger Haarverlust
  • Schuppe: Ansammlung loser Anteile der Hornschicht der Haut
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Zyste
mit Ephitel ausgekleidete und verhorntem Material und Drüsensekreten angefüllte Höhle der Haut, ausgehend von einem Follikel oder einer Hautanhangsdrüse
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Kruste
Haftung von trockenem Exsudat, Serum, Eiter, Blut, Schuppen und auch Medikamenten auf der Hautoberfläche
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Schuppenkruste
Schuppen mit Sekreten wie Blut, Serum oder Eiter durchtränkt
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Follicular Cast
Anhäufung von Keratin und follikulärem Material am Haarschaft
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Komedo
  • Mitesser
  • erweiterter Haarfollikel, angefüllt mit Hornzellen und Sekreten der Talgdrüse
  • verschmutzt mit Ruß, Umwelteinflüssen, schwarz, kann ausgeddrückt werden
  • Besiedlung der Pfropfen kann zu Akne oder Follikulitis ( Entzündung des oberen (äußeren) Anteils eines Haarbalgs, des Infundibulum)
100
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Hyperpigmentierung
  • Lentigo = dunkle Verfärbung
  • vermehrter Gehalt von Melanin in Epidermis und/oder Corium
  • häufigste Ursache: chronische Entzündung (Leckdermatitis)
101
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Sekundär-Effloreszenzen
  • Epidermale Collarette: Schuppenkranz, runde Anhäufung von Schuppen, lose Keratinflocken, z.T. mit Krüstchen, 0,5 - 3 cm
  • Erosion: flacher epidermaler Defekt, bei dem die Basalmambran intakt bleibt
  • Ulcus: bis ins Corium reichender Hautdefekt, heilt unter Narbenbildung ab
  • Lichenifikation: unelastische, dicke, derbe, z.T. Sandpapier-artige chronische Hautveränderung, charakteristisches Hervortreten der Oberflächenstruktur der Haut
  • Atrophie: Schrumpfen des Umfangs der Epidermis, der Anhangsorgane von Epidermis und Dermis (altersbedingt)
  • Hyperpigmentierung
102
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Atrophie
Schrumpfen des Umfangs der Epidermis, der Anhangsorgane von Epidermis und Dermis (altersbedingt)
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Lichenifikation
unelastische, dicke, derbe, z.T. Sandpapier-artige chronische Hautveränderung, charakteristisches Hervortreten der Oberflächenstruktur der Haut
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Ulcus
bis ins Corium reichender Hautdefekt, heilt unter Narbenbildung ab
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Erosion
flacher epidermaler Defekt, bei dem die Basalmambran intakt bleibt
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Epidermale Collarette
Schuppenkranz, runde Anhäufung von Schuppen, lose Keratinflocken, z.T. mit Krüstchen, 0,5 - 3 cm
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Staupe
  • "Canine distemper"
  • Virale Dermatitis
  • Infektionskrankheit des Hundes
  • Kontakt- und Tröpcheninfektion
  • Schleimhäute des Atmungs- und Verdauungstraktes befallen
  • Prophylaxe: Impfung (mit 8 Wochen), Boosterung in der 12. Woche, jährliche Nachimpfung
  • enge antigene Verwandtschaft mit Masern-Virus des Menschen und dem Rinderpest-Virus des Wiederkäuers
  • Paramyxoviren (Neben der Schleimhaut), Gattung Morbillivirus mit der Spezies CDV (Canine distemper virus)
  • Akute Staupe, systemische Infektion, Chronische Staupe, Neonatale Staupe "Staupe-Gebiss", Transplazentare Staupe
  • neurologische Symptome "Staupe-Ticks" (Stupor/Starre) "durchlöchertes Gehirn"
  • Hautsymptome "hard pad disease", Hartballenkrankheit: Hyperkeratose (übermäßige Verhornung) des Ballenpolsters = Geklapper beim Gehen (Porzellanhaut) und der Cornea (Hornhaut des Auges) = Blindheit
  • auch Hyperkeratose im Bereich der Lippen möglich
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Hautkrankheiten bei Hund und Katze
  • Bakterielle Dermatitis
  • Virale Dermatitis
  • Mycogene Dermatitis
  • Parasitäre Dermatitis
109
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Pyodermie
  • Bakterielle Dermatitis
  • häufig
  • sekundäre (!) Hauterkrankung
  • oberflächliche/tiefe Polydermien
  • follikuläre (kleinknotig)/nicht follikuläre Polydermien
  • Hautbild schuppig
  • Papeln, Pusteln, purulente (eitrige) Reaktionen
  • Gefahr der Wanderung des Eiters ins Herz = Schädigung der Herzklappen
  • Colaretten- und Krustenbildung
  • Erosionen und Ulzerationen (Geschwür)
  • Erreger Stapylococcen-Keime: Staphylococcus intermedius, -aureus, MRSA (Methillicinn-Resistenter-Staphylococcus-Aureus), Pseudomonas aeruginosa (Katze)
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Impetigo contagiosa
  • Bakterielle Pyodermie
  • hochinfektiöse bakterielle Hauterkrankung mit einem Häufigkeitsgipfel bei Welpen und jungen Säugetieren
  • oberflächliche pustulöse Dermatitis
  • großblasige Form (bullöse Impetigo), kleinblasige Form
  • Staphylococcus aureus, -intermedius, auch Streptococcus pyogenes als Auslöser
111
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Klinik Impetigo contagiosa
  • kleinblasige, großblasige Variante
  • Beginn im Gesicht, Lefzen-Bereich mit roten Flecken (Maculae), die rasch in mit wasserklarer Flüssigkeit gefüllte Bläschen übergehen
  • Die Bläschen sind jeweils von einem schmalen Entzündungshof umgeben
  • Bei ca. 5% der Patienten tritt nach dem Infekt (nur bei der kleinblasigen Form) eine Entzündungsreaktion der Niere auf (Poststreptococcen-Glumerolonephritis), heilt meist folgenlos aus
112
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Kleinblasige Impetigo Contagiosa
  • Bläschen häufig nicht zu sehen
  • die Wände der Bläschen sind sehr dünn, sodass sie schnell platzten
  • Blasengrund ist durch Exsudation stark nässend
  • honiggelbe Krusten auf gerötetem Untergrund
113
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Grobblasige Impetigo Contagiosa
  • zahlreiche Bläschen vorhanden
  • zunächst mit wasserklarer Flüssigkeit gefüllt, die aber im weiteren Verlauf zunächst weißlich-grau, dann rahmig-eitrig eintrübt
  • beim Platzen, oder aufkratzen entstehen gerötete, erodierte Flächen, die feucht glänzen
  • im Gegensatz zur Kleinblasigen Impetigo contagiosa bilden sich kaum stärkere Verkrustungen
114
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Therapie Impetigo Contagiosa, Pyodermie
  • Eucerin ph5 Waschlösung
  • hypertone NaCl-Spülungen
  • hydriertes Tropeolum (Kapuzinerkresse), "Angocin"
  • "Galphimia glauca", Kleiner Goldregen
  • "Silicea Balsam", mineralisches Kieselsäure-Gel
  • Ozonisiertes Olivenöl
  • Kolloidales Silber
  • "Pana-Veyxal-Salbe", PAPAIN, Enzym der grünen Papayakerne u. -schale
  • Abdeckung mit fetten Salben: Zink, Lebertran, Calendula, evt. Arnica, "VitA-Pos" Augensalbe, Vitamin A
  • Shiitake, natürliches Erythromycin, Wirkstoff LENTINAN
  • ABM, Agarius-Blazei-Murill, Heilpilz
  • Fütterung/Supplementierung von mehrfach ungesättigten Fettsäuren und der Aminosäure Serin, Methionin, Lysin, Arginin
115
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Morbus Aujeszky
  • Virale Dermatitis
  • anzeigenpflichtige Tierseuche
  • (tödlich) verlaufende Virusinfektion des Schweines
  • auch Hunde und Katzen können erkranken (Hunde und Katzen sollten sich nicht begegnen)
  • Pseudowut/Pseudorabies
  • Juckseuche/Juckpest/Mad itch
  • infektiöse Bulbärparese (Parese des Augenapfels)
  • Herpesvirusinfektion "Suides/Porcines (Schwein) Herpesvirus 1" (S/PHV 1)
116
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Symptome Morbus Aujeszky
Plötzlich auftretend:
  • Agitiertheit (Unruhe, Aufregung)
  • Salivation (Speichelfluss)
  • Vomitus (plötzliches, starkes Erbrechen)

Pathognomonisch (bezeichnend für die Krankheit):
  • Pruritus (Juckreiz)
  • Chimosis (Anschwellung der Conjunctiva/Bindehaut)
  • Apathie
  • Paralyse (Lähmung)
  • Tod
117
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Erregertriplet Staupe
Paramyxoviren (Neben der Schleimhaut), Gattung Morbillivirus mit der Spezies CDV (Canine distemper virus)
CDV zeigen starke Antigen-Verwandschaft zum Masernvirus des Menschen und zum Virus der Rindepest der Boviden, bzw. Wiederkäuer allgemein.
118
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Arten Canine distemper
  • Akute Staupe, systemische Infektion
  • Chronische Staupe
  • Neonatale Staupe "Staupe-Gebiss"
  • Transplazentare Staupe
119
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Klinik chronische Staupe
  • neurologische Symptome "Staupe-Ticks" (Stupor/Starre) "durchlöchertes Gehirn"
  • Hautsymptome "hard pad disease", Hartballenkrankheit: Hyperkeratose (übermäßige Verhornung) des Ballenpolsters = Geklapper beim Gehen (Porzellanhaut) und der Cornea (Hornhaut des Auges) = Blindheit
  • auch Hyperkeratose im Bereich der Lippen möglich
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Klinik akute Staupe
  • Systemische Infektion
  • biphasisches Fieber
  • respiratorische (die Atmung betreffende) Symptome
  • okunasale Sekretion, Epiphora (Auslaufen von Tränenflüssigkeit über die Lidränder)
  • Entzündung des oberen Respirationstraktes (Atemtrakt)
  • Gastrointestinale Symptome: Erbrechen, Diarrhoe, Dehydration
121
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Klinik transplazentare Staupe
  • Schwangere Hündin steckt Welpen in der Placenta an
  • Vollständige Depletion (Entfernung) des Immunsystem des noch Ungeborenen
  • systemische Infektion
  • Vollständige Depletion des Knochenmarks
  • absolut tödlich
122
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Klinik neonatale Staupe
  • Staupe Gebiss
  • Schmelzhypoplasie (unzureichende Zellenbildung)
  • freiliegendes Dentium macht die Zähne des Fleischfressers Hund unbrauchbar
  • Achtung Differenzialanalyse: Tetracyclin-Gebiss
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Pathogenese Staupe
  • Kontakt- und Tröpfcheninfektion
  • naso-orale Aufnahme des Virus (niedrige Infektionsdosis)
  • initiale Virusvermehrung in Gewebemakrophagen (innerhalb des Immunsystems)
  • Tonsillen (Rachenmandeln) Befall
  • Befall aller regionären (bronchialer) Lymphknoten
  • Befall aller lymphatischer Organe (4-6 Tage) - Virämie
  • Lymphozytopenie (zu niedrige Anzahl der speziefischen Abwehrzellen)
  • Massive Immunsuppression
  • Zielzellen (8-9 Tage), hoher Virustiter (Anzahl der Antikörper gegen den Virus im Blut)
  • Passage der Blut-Hirn-Schranke
  • Epithelzellen (Deckgewebe und Drüsengewebe) des ZNS
  • je nach Immunstatus des Hundes entweder Elimination des Virus aus allen Geweben, oder Persistenz  in allen Geweben (Gehirn, Haut)
124
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Diagnose Staupe
  • direkter Nachweis durch Immunfloureszenz (IF) in Abklatschpräparaten von Lunge, Magen, Darm, Harnblase
  • am lebenden Tier bis zum 6. Krankheitstag in Präparaten von Leukozyten
  • Staupe-RNS mit RT-PCR (Polymerase Chain reaction) (Leukozyten, Conjunctivalflüssigkeit, Urin)
125
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Therapie Staupe
  • Immunmodulation: Reishi ("Ganoderma lucidum"), Cordiceps sinensis, -militaris ("Puppen-Kernkeule"), Shiitake ("Lentinula edodes")
  • Immunstimulation: Echinacea ("Sonnenhut"), Umckaloabo ("Pelargonium-sidoides")
  • Infektionsunterdrückung: Belladonna D6 ("Tollkirsche"
  • GIT-Symptome: Liquiritiae radix ("Süßholzwurzel") u.v.m.
  • Respiratorische Symptome: Thymian, Efeu, Cistus, Pulsatilla D4 ("Kuhschelle")
  • ZNS-Symtome: Vitamin B12, Cobalamin, Vitamin B1, Thiamin
126
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Neuraminidase
  • Neuraminidasen (Sialidasen) sind eine Familie von Enzymen, die Sialinsäuren von Amino-Glycoproteinen abspalten und diese damit verdaubar machen
  • Solche Enzyme sind häufig in Viren, Bakterien, anderen Einzellern und Parasiten und Pilzen zu finden, kommen aber auch in den Lysosomen und den Zellmembranen von Tier und Mensch vor
  • Neuraminidasen sind in der Membran vieler Ortho- und Paramyxoviren (Masern, Mumps, Influenza Typ A und B und andere) fest verankert
  • Substanzen, welche die virale Neuraminidase zu blockieren vermögen, können die virale Infektion stoppen, oder je nach Beginn der Behandlung auch ausschließen = Neuroaminidase-aktive Phytotherapeutika = Polyphenol-haltige Antiviralia
  • Schulmedizinisch Medikament "Tamiflu"
  • Alternativmedizinisch Cistus incanus, "Zistrose"
127
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Papillomatosis
  • Virale Dermatitis
  • Canine/Felline Papillomaviren, "Papovaviridae"
  • Altersprädilektion: 0,5 - 4 Jahre alte Patienten
  • Alternativmedizinische Behandlung: Chelidonium D4, "Schöllkraut"
128
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Chelidonium
  • Schöllkraut
  • Weleda Chelidonium D4
129
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Papain
  • Papain ist ein Enzym, das natürlich in hoher Konzentration in der noch grünlichen Schale und den Kernen der Obstfrucht Papaya vorkommt und daraus gewonnen wird
  • Eiweißspaltende Wirkung
  • Gehört zur Gruppe der Cysteinproteasen
  • Baut auch Fibrin an den Gefäßinnenwänden ab, sodass die Häufigkeit von Trombosen veringert werden kann
  • Aufhellende, desinfizierende Wirkung bei den Zähnen
130
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Dermatophytose/Dermatomycose
  • Mycogene Dermatitis
  • Zoonose (!)
  • Microsporum canis, - gypseum (geophiler Pilz, humanpathogen)
  • Trichophyton mentagrophytes (Vektor: Nagetier, "Mäuse Favus")
  • Epidermophyton floccosum
131
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Symptome Dermatophytose
  • kreisrunde, expandierende Läsionen
  • Alopezia lokalis/generalis
  • Schuppenbildung
  • Papeln, Pusteln und Krustenbildung als Sekundärinfektions-Ergebnis
  • miliare Dermatitis
  • subcutane Knoten (Pseudomyzetom) bei der Perserkatze
132
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Diagnose Dermatophytose
  • Wood-Lampe (fragwürdig)
  • Tesafilm Abklatsch
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Therapie Dermatophytose
  • "Zuchtanlage niederbrennen"
  • "Umziehen"
  • "Neuanfang"
  • Alternativmedizin: Weißweinsteinsäure als Azol-Analogon
  • Koteconazol als schulmedizinischer Wirkstoff
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Malasseziose
  • Hefepilzinfektion der Haut
  • "Malassezia pachydermatis", lipohil (Eigenschaft von Verbindungen oder Molekülgruppen, sich in Fetten, fettähnlichen Substanzen und Ölen leicht zu lösen oder selbst als Lösungsmittel für derartige Substanzen zu dienen)
  • Infektion opportunistisch (unter gewissen Umständen, günstig: warm, feucht, Hautfalten)
  • Gehörgang, Unterhals, Achseln, Inguinalregionen, Pfoten, Hautfalten
  • Erythem, Juckreiz, Geruch, Hyperpigmentation, Lichenifikation
135
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Für alle Katzen gilt:
  • Taurin ist essentiell
  • Arachidonsäure ist essentiell
  • Vitamin A (Retinol, Retinal, Retinoat) ist essentiell
  • Katzen haben außergewöhnlich hohen Proteinbedarf
  • Katzen vertragen nur geringste Mengen alimentäre Kohlenhydrate
  • Katzen haben eine Glucuronidierungs-Insuffizienz
  • Katzen erkranken an einer HCM
  • Katzen erleiden die P-bedingte geriatrische ANI/CNI (Akute Niereninsuffizienz/Chronische Niereninsuffizienz)
136
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Hypertrophe Cardiomyopathie
  • HCM
  • Herzmuskelerkrankung (Verdickung)
  • Obstruktion (Verdickung unterhalb der Hauptschlageradermündung) führt zu Herzgeräusch
  • genetischer Defekt oder Sekundärerkrankung z.b. bei Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
  • betroffene Rassen: Maine Coon, Perser, Ragdoll, Rex, Amerikanische und britische Kurzhaar
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Glucuronidierung
  • Glucuronidierung bezeichnet den Vorgang der Ausscheidung unpolarer Stoffe über Leber und Niere durch Bindung an Glucuronsäure
  • Die Glucuronidierung findet im endoplasmatischen Retikulum der Hepatozyten in der Leber statt
138
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Taurin
  • Der Begriff „Taurin“ stammt von der lateinischen Bezeichnung für Stiergalle, Fel tauri, bzw. vom griechischen Wort tauros für „Stier“
  • organische Säure mit einer Sulfonsäuregruppe und einer Aminogruppe
  • Katzen sind nur zur Synthese kleiner Mengen an Taurin in der Lage
  • Katzen benötigen infolge der Tatsache, dass ihre Gallensalze ausschließlich mit Taurin gebildet werden, einen wesentlich höheren Anteil dieser Aminosulfonsäure, um den Verlust mit der Fäzes auszugleichen
  • Mangelzustände äußern sich im Wesentlichen in zwei klinischen Syndromen. Dilatativen Kardiomyopathie (DCM oder DKMP) und zentrale Retinadegeneration der Katze (feline central retinal degeneration, FCRD)
  • Der empfohlene Gehalt an Taurin beträgt 1000 mg pro Kilogramm Trockenfutter und 2000 mg pro Kilogramm Naßfutter
  • Bildung von Gallensäurenkonjugaten, Beeinflussung der Signalübertragung und die potentielle Rolle bei der Entwicklung des ZNS und der Herzfunktion, stimuliert den Einstrom und die Membranbindung von Calcium, unterstützt es die Bewegung von Natrium und Kalium durch die Zellmembran
  • Taurin ist ein starkes Antioxidans und kann Gewebe vor oxidativen Schäden schützen
  • Eine niedrige intramuskuläre Taurinkonzentration ist charakteristisch für chronisches Nierenversagen
  • Taurinmangel führt im menschlichen Körper zu Störungen des Immunsystems
  • Entzündungshemmende Wirkung
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Arachidonsäure
  • Arachidonsäure (lat. arachis = „Erdnuss“, Kurzform AA von engl. Arachidonic Acid) ist eine vierfach ungesättigte Fettsäure
  • Omega-6-Fettsäure
  • Im Gegensatz zur vollständig gesättigten Arachinsäure, die aus der Erdnuss isoliert wurde, kommt Arachidonsäure in Pflanzen nicht vor
  • Arachidonsäure wird in jedem tierischen Organismus aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure synthetisiert oder über die Nahrung aufgenommen
  • gilt selbst als eher entzündungsfördernd
  • Arachidonsäure findet sich in zahlreichen Lebensmitteln, besonders hoch ist ihr Anteil in Schweineschmalz, Schweineleber, Eigelb, Thunfisch und Leberwurst
  • Weibliche Katzen und kastrierte Kater sind nicht in der Lage, Linolsäure in Arachidonsäure umzuwandeln
  • Etwa 5 bis 7 Prozent der Energie des Futters soll durch Linolsäure gedeckt werden, 0,04 bis 0,1 Prozent der Energie soll auf Arachidonsäure entfallen
  • Arachidonsäure ermöglicht Aggregation (Verklumpung) der Blutblättchen (Thrombozyten) und Mineralisierung der Niere
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Cutane Reaktionsmuster der Feliden:
  • Miliare Dermatitis
  • Nichtentzündliche Alopezia (Haarausfall)
  • Eosinophiles Granulom (Eosinophiler Entzündungskomplex)
  • Unspezifische Juckreiz-Syndrome an Kopf und Nacken
  • Hautknoten
  • Feline Akne
141
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Miliare Dermatitis
  • Keine Krankheit an sich, sondern eine Hautreaktion aufgrund einer Schädigung
  • Dabei kann es sich um eine Überempfindlichkeit gegen Flöhe/Flohspeichel oder Futtermittel handeln, andere Parasiten wie Gras- und Ohrmilben und/oder Pilze
  • Symptomatisch für miliare Dermatits sind Krüstchen und Knötchen, die von der Schwanzwurzel ausgehen und sich über den Rücken bis zum Nacken ausbreiten
  • Seltener sind auch der Bauch und die Innenseite der Schenkel betroffen
  • Die Katze hat mehr oder weniger ausgeprägten Juckreiz und das Bedürfnis, die Krusten wegzukratzen, dabei gehen auch Haarbüschel aus
142
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Mögliche Ursachen für Alopezie
  • Jahreszeitlich bedingter Haarausfall
  • Befall mit Hautparasiten, z.B. Flöhe, Milben
  • Pilzerkrankungen der Haut und andere Infektionen
  • Übermäßiges Lecken aus Nervosität, Stress, Frustration oder Langeweile (Psychogene Leck-Alopezie)
  • Allergien der Katze
  • Verletzungen und Entzündungen
  • Allgemeiner Stress bei der Katze
  • Fieber, Infektionen, Mangelerkrankungen
  • Hormon- und Stoffwechselstörungen (z.B. Schilddrüsen-Überfunktion bei der Katze)
  • Nebenwirkung von Medikamenten
  • Autoimmunerkrankungen der Katze
  • Selten bei älteren Katzen: Tumorerkrankungen (Feline paraneoplastische Alopezie)

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Anagene Defluxion
Das Ausgehen der Haare in der anagenen Phase
144
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Telogenes Effluvium
Gesteigerter Haarverlustes bzw. Ausdünnung des Haarwuchses durch ein frühzeitiges Eintreten der Haarzellen in die telogene Phase (Ruhephase der Haarzelle)
145
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Eosinopiler Entzündungskomplex
  • erhabene, runde oder ovale, gerötete, nässende und geschwürige Hautveränderungen
  • Indolentes (schmerzlos) Geschwür und/oder
  • Lineares Granulom ( streifenförmige, gelblich-rötliche und erhabene Hautverhärtung, die vor allem an den Hinterbeinen auftritt) und/oder
  • Eosinophile Plaques (erhabene flächige Hautveränderung)
146
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Unspezifisches Felines Pruritus-Syndrom
  • Kopf und Nacken
  • Atopische Dermatitis
  • Flohbissallergie
  • Futterreaktion
  • Notoedres cati ( Milben, der als Parasit die Haut des Kopfes von Katzen besiedelt und die sogenannte Kopfräude auslöst. Gelegentlich können die Erreger auch auf den Menschen übergehen (Pseudokrätze))
  • Otodectes cynotis ( Milbe und Erreger der Ohrräude)
147
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Hautknotenerkrankung
  • Katze
  • Neoplasie (Eosinophilie!)
  • infektiös: Abszess, Mycobakterien, andere bakterielle Infektionen, Pilze (Perserkatze)
  • sterile Entzündung
148
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Melanom
  • bösartiger Hauttumor der Melanozyten-Reihe
  • besonders häufig beim Pigment-armen Tier (Pferd: Schimmel, Rind: HEREFORD-Rinder)
  • Metastasierung
  • beim Pferd relativ träge Metastasierungsrate
149
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Plattenepithelcarcinom
  • Carcinom: Bösartiger Hauttumor der Ektoderm-Reihe
  • Häufig an Häuten der Harn- und Geschlechtsorgane
  • chirurgische Excision
  • Prognose: "quo ad restitutionem" (vorsichtig bis ungünstig), "quo ad vitam" (vorsichtig bis schlecht)
150
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Urticaria
  • Immunologisch bedingte Hauterkrankung
  • Intracutanes Ödem
  • IgE (Immunoglobulin E) Sofortreaktion, Typ I Allergie
  • IgG (Immunoglobulin G) Verzögerungsreaktion: 6-8 h
  • Auslösende Faktoren: Unverträglichkeitsreaktionen (Penicillin), Futterallergie, verschiedene Kontaktallergien (Staubstoffe?)
  • Therapieversuch: Galphimia D6, Pestwurz-Anwendungen, Nachtkerzenöl, pflanzliche Gerbstoffe: Eichenrinde u.a., Schwarzkümmelöl, Johanniskrautöl, oder Borretschsamenöl
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Pemphigus
  • Autoimmunerkrankung (Autoaggressionserkrankung)
  • Auto-Antikörper gegen desmosomale (Zell-Zell-Kontakt) Glycoproteine in der Stachelzellenschicht der Epidermis (Pemphigus foliaceus)
  • Basalmembran: Bullöses Pemhigoid (prall gespannte Blasen)
  • Haut-/Schleimhaut-Übergänge: Pemphigus vulgaris
  • Pemphigus foliaceus ( blasenbildenden Autoimmundermatose)
  • Seborrhoisches, krustöses Exzem
  • Fieber, Ödeme
  • bakterielle Sekundäreffekte
  • Therapie: Goldsalze
152
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Demosom
  • Zellstrukturen in Zellmembranen, die enge scheibenförmige Verbindungen zwischen zwei Zellen herstellen
  • Sie kommen besonders in Zellen mit intensiver mechanischer Belastung wie Epithelzellen und einigen nicht-epithelialen Geweben, wie beispielsweise der Herzmuskulatur, vor und verbessern den mechanischen Zusammenhalt (Schutz gegen Scherkräfte)
  • Dies geschieht vor allem dadurch, dass sie die zelleigenen Intermediärfilamente mit denjenigen anderer Zellen verbinden
  • Bei den Epithelzellen sind dies meist die Keratin-Filamente und bei Herzmuskelzellen Desmin-Filamente
  • Desmosomen (Macula adhaerens) erscheinen wie kugelförmige Verdichtungen an den seitlichen Wänden von Epithelzellen – mit Druckknöpfen oder Nieten vergleichbar
  • Der Interzellularraum ist an diesen Stellen teilweise leicht verbreitert, da er mit filamentösem Material (Glykoproteinen und Mukopolysacchariden), ähnlich einer Kittsubstanz, gefüllt ist
153
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Photodynamische Dermatitis
  • Sonnenlicht bedingte Hautentzündung
  • Photosensibilitätsreaktion  (Sonnenbrand)
  • Weidehaltung; beim Rind häufiger als beim Pferd
  • physikalisch-toxische Ursachen: Johanniskraut (Hypericum), Buchweizen (Fagopyrum), verschiedene Hülsenfrüchtler (Leguminosen), verschiedene Pharmaka, Phenothiazin (Sedationsmittel)
  • metabolische Ursachen: Lebererkrankungen (gestiegener Gamma GT-Wert), Chlorophyll, Phylloerythrin, Floureszenz
154
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Ichthyosis
  • Fischschuppenkrankheit
  • Epidermis großflächig borkig verdickt, tiefe Rhagaden (schmaler, spaltförmiger Riss, der alle Schichten der Epidermis durchtrennt), Fissuren, Risse
  • rezessiver Letalfaktor
  • autosomal-rezessiv (die genetische Information liegt auf einem der 22 Autosomenpaare und wird unabhängig vom Geschlecht vererbt) congenital (angeboren) bei Dobermann, Golden Retriever, Cockerspaniel
155
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Letalfaktor
  • Allel (mögliche Zustandsform eines Gens, das sich an einem bestimmten Ort auf einem Chromosom befindet) eines Genes, das in homozygoter (reinerbiger) Form tödlich wirkt, bevor das betroffene Individuum geschlechtsreif ist
  • In der Tierzucht kann ein solches Allel dabei in seiner heterozygoten Form züchterisch erwünschte Auswirkungen auf den Phänotyp (die Menge aller Merkmale eines Organismus) haben (z. B. Schwanzlosigkeit bei Manxkatzen oder Federhaube bei bestimmten Kanarienrassen), so dass der Anreiz bestehen kann, entsprechende Allele trotz ihrer negativen Auswirkungen für die Tiere aktiv zu fördern
  • In Deutschland sind Letalfaktoren bei Kleintieren wie Hunden, Katzen, Kaninchen und Vögeln im Gutachten zum §11b des Tierschutzgesetzes mit einem Zuchtverbot belegt (Qualzucht)
156
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Erkrankungen der Analbeutel
  • Sinus Paranasales
  • seröses, fettiges Sekret (apokrine Drüsen und Talgdrüsen), zerfallene Epitelzellen, Duftstoffe
  • Analbeutelentzündung, - Abszess, - Ruptur
  • Analbeutel-Neoplasien (Adenom, Adenocarcinom)
  • Symtome: Rutschen auf dem After, sog. "Schlittenfahren"
  • Therapie: Lokale Spülungen (Frauenmantel - Alchemilla, Blutwurz - Potentilla)
157
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Pigmente - Melanin
  • anhämoglobinogenes Pigment
  • gebildet von Melanozyten, Abgabe in Stratum germativum und die Matrixzellen der Haarwurzel (amöboide Wanderung)
  • befindet sich v. a. in Haut, Haaren, Augen
  • Albinismus: Allgemeine Unfähigkeit der Melanozyten die komplette Melaninsynthese durchzuführen; genetisch bedingt
  • Vitiligo: Leukoderma, Leukotrichie, "Krötenflecke" - lokal auftretende, erworbene Pigmentmangelerscheinungen, bzw. Depigmentierungen
  • traumatisch, toxisch infektiös oder aktinisch (durch Strahlung) bedingt: permanent, oder temporär, beim Wiederkäuer Kupfermangel
  • altersbedingtes Ergrauen (Canities senilis): Versiegen der Melaninbildung und Störung der Pigmentübertragung von Melanozyten auf die Matrixzellen der Haarzwieben (Einlagerung von Luft)
  • Melaninüberpigmentierung (Melanose)
  • Hyperpigmentierungen der Haut (Naevus pigmentosus - Leberfleck)
  • Acanthosis nigricans ( tiefschwarze Hyperpigmentierung, begleitet von einer Verbreiterung der Stachelzellschicht (Akanthose) - vorzugsweise im Stamm- und Kopfbereich des Hundes)
  • Melanom, in der Haut und cutanen Schleimhaut aus einem Naevus pigmentosus (begrenzte, gutartige Fehlbildung der Haut, die im Gegensatz zu anderen Arten von Nävi aus pigmentbildenden Melanozyten oder verwandten Zelltypen besteht und daher meist eine braune oder bräunliche Farbe aufweist) oder de novo entstehend
  • Melanozytentumor
158
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Melanozytentumor
  • kann grundsätzlich begrenzt und relativ lange beinigne (gutartig) bleiben
  • oft "explosionsartige" Metastasierung über Lymph- und Blutwege, * gehört zu den bösartigsten Tumoren
  • prädisponiert extrem pigmentarme oder pigmentreiche Tiere, v.a. Schimmel, Airdale-Terrier, Pudel, schwarzer Schnauzer
  • in der Mundhöhle besonders malignes Verhalten
159
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Melanose
  • Melanosis maculosa, häufige conatale Form (beim Kalb)
  • in der Lunge auf einzelne Acini (beerenförmige, sekretorische Endstück von Drüsen, das als funktionelle Einheit der Abscheidung des primären Sekretes dient) beschränkt, "Schachbrettlunge"
  • In Herz und Leber unscharf begrenzte Fleckung
  • In Rückenmark und spinalen Meningen (Rückenmarkshäuten) diffus verteilt
  • Ursache vermutlich angeborene Dystopie (Auftreten am falschen Ort) von Melanozyten
  • verschwindet im Laufe des ersten Lebensjahres
  • Melanosen erwachsener Tiere bei Schaf, Ziege in Endocard (innerste Schicht der Herzwand, Herzklappen), Aortenintima, Leptomeninx (Bindegewebsschichten der Meningen, "weiche" Häute des ZNS)
160
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Lipofuscin
  • anhämoglobinogenes Pigment
  • Alters-  und Abnutzungspigment
  • intrazelluläre Akkumulation von Restkörpermaterial aus lysosomalen Degradation
  • braune Pigmentkörperchen
  • im gesunden Organismus treten Lipofuscinablagerungen besonders in Nervenzellen, Herzmuskelzellen, Leber- und NNR-Zellen (Nebennierenrinde) auf
  • auch bei chronischen Krankheiten mit allgemeinen Gewebsatrophien (Gewebsschwund), v.a. bei gesteigerten Peroxidationsprozessen (oxidative Degradation/Auflösung)
  • Pigmentgranula häufen sich intrazellulär an den Orten an, die nicht zwingend von Zellorganellen beansprucht werden
161
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Organellen
Als Organellen bezeichnet man die innerhalb einer (eukaryontischen = mit vorhandenem Zellkern) Zelle befindlichen funktionellen Systeme, die von einer Lipidmembran (Zellmembran) umschlossen sind
162
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Ceroid
  • wachsartiges Pigment
  • vorwiegend in Makrophagen in Form gelbbrauner oder amorpher Körnchen
  • Ansammlung peroxidierter Polyenfettsäuren zunächst in Heterophagolysomen, größere Vakuolen, Polymerisation zum Pigment
  • entsteht bei der Resoption nekrotischen Zellmaterials, in knotigen oder zystischen Gewebsveränderungen, in Tumoren
  • "Yellow fat desease" - Sonderform der Ceroidbildung  bei Schwein, Katze, auch Nerz, Silberfuchs, durch Mangel an Vitamin E, einseitige Fütterung mit Fischprodukten, generalisierte Ceroid-Lipofuscinose = Erbleiden bei Hund, Schaf, Rind, Ziege
163
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Phagolysosom
Das Phagolysosom ist das Ergebnis der Verschmelzung eines Lysosoms mit einem Phagosom, das zellfremdes Material enthält, in einem Makrophagen
164
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Lysosom
Winzige, von einer Membran umschlossene Zellorganellen in Eukaryonten, die man sich vereinfacht als kugelförmige Bläschen vorstellen kann. Sie werden vom Golgi-Apparat gebildet und enthalten hydrolytische Enzyme und Phosphatasen. Ihre Hauptfunktion besteht darin, Fremdstoffe oder körpereigene Stoffe mittels der in ihnen enthaltenen Enzyme zu verdauen.
165
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Phagosom
Phagosomen sind von einer Lipiddoppelschicht umgebene Organellen in Makrophagen, in die endozytotisch (die Aufnahme von Stoffen in eine Körperzelle) aufgenommenes Material eingeschlossen wird. Nach Fusion mit einem Lysosom sorgen dessen Enzyme für den Abbau des phagosomalen Inhaltes.
166
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Porphyrine
  • hämoglobinogene Pigmente
  • lassen sich entsprechend ihrer Genese (Entstehung) der Hämoglobin-Synthese oder dem Hämoglobin-Aufbau zuordnen
  • primäre, erythropoetische (auf die Blutbildung (Erythropoese) bezogen) Porphyrie
  • sekundäre, erworbene Porphyrie
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Primäre, erythropoetische (auf die Blutbildung (Erythropoese) bezogen) Porphyrine
  • Ablagerung von Porphyrinen im Gewebe aufgrund spezifischer Synthesedefekte
  • gehört in den Formenkreis der anabolen Enzymopathien
  • beim Rind: autosomal rezessiv ( in der Genetik „zurücktretend“ oder auch „nicht in Erscheinung tretend“), bei Schwein, Katze und Mensch autosomal dominant (bereits ein defektes Allel auf einem der beiden homologen Chromosomen reicht zur Merkmalsausprägung)
  • Photodermatitis infolge des in der Haut angereicherten Porphyrins
168
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Sekundäre, erworbene Porphyrien
  • hämoglobinogene Pigmente
  • als Folge von Vergiftungen
  • bei Haustieren eher selten
  • hepatogene Porphyrien durch Enzymhemmung, gelegentlich beim Rind, im Zusammenhang mit akuter Leberparencyminsuffizienz, Cholestase ( Stau von Gallenflüssigkeit innerhalb der Gallengänge), oder Ikterus
  • Anreicherung von pflanzlichen Porphyrinen, Folge Photodermatitis
169
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Hämoglobin
  • eisenhaltiger roter Blutfarbstoff in den Erythrozyten (roten Blutkörperchen) der Wirbeltiere und seine Varianten, ermöglicht den Sauerstoff-Transport im Körper
  • wird nach Hämolyse z.T. über die Niere ausgeschieden
  • (dunkelrote, streifige Einfärbungen des Organs) Hämolysen mit gleichzeitiger Methämoglobinbildung (Derivat des Hämoglobins, kann keinen Sauerstoff binden, und es verändert das Hämoglobin in seiner Umgebung so, dass dieses nur noch Sauerstoff aufnehmen, aber nicht mehr abgeben kann) bei bestimmten Vergiftungen (Nitrat, Cu, Chlorat, ...) = schmutzig braune Einfärbung des Gewebes, v.a. der Niere
170
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Ikterus
  • Hämoglobinogenes Pigment
  • "Gelbsucht" - Gelbfärbung von Gewebe und Blutplasma die infolge erhöhten Blutabbaues, gestörter Gallebereitung und intra- oder extrahepatischer Gallenflussbehinderung auftritt
  • Nur Symptom, keine Krankheit
  • farbgebende Komponenten sind Bilirubin und seine Abbauprodukte
  • Störungen der Bilirubinherstellung und -ausscheidung = Hyperbilirubinaemie, Cholaemie
  • Prähepatischer, homolytischer Ikterus = Hyperfunktionsikterus
  • intrahepatischer, hepatozellulärer Ikterus = Retentionsikterus
  • posthepatischer Ikterus = Stauungsikterus oder Resorptionsikterus
171
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Hämosiderin
  • Hämoglobinogenes Pigment
  • goldgelbe Farbe
  • im gesunden Organismus 3-wertiges Speichereisen an Transportprotein Apoferritin gebunden, abgesättigte Form = Ferritin, übersättigte Form = Hämosiderin
  • entsteht besonders reichlich in Gebieten größerer Blutungen
  • Hämosiderinbeladene Makrophagen (sogenannte „Herzfehlerzellen“, Siderophagen) im Sputum (die ausgehustete Absonderung der Atemwegsschleimhaut und beigemischte Zellen) können Hinweis auf eine Herzinsuffizienz geben
172
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Hämatoidin
  • eisenfreier Farbstoff, Bestandteil des Hämoglobins
  • bei Blutaustritt aus Gefäßen in Gewebe (Bluterguß) fällt Hämatoidin in Form rhombischer, rotbrauner Kristalle aus
  • im Sputum besonders bei Abszessen und bei durchgebrochenen Leberherden ockergelbes Sputum
  • entsteht extrazellulär, nur pathologisch
173
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Hämoglobinogene Pseudomelanine
  • Schwefel-Eisen-Verbindungen von tiefschwarzer Farbe
  • Anzutreffen beim "Hämomelasma ilei" des Pferdes nach Tympanien (Gasansammlung in Magen oder Darm durch erhöhte Bildung oder gestörten Transport der Gase oder Indigestionsstörung bei Wiederkäuern unterschiedlicher Genese) oder Parasitosen, die mit Blutungen einhergehen
  • beim Pferd fleckig-streifig gegenüber dem Gekröseansatz (das Aufhängeband des Darms) in der Subserosa des Ileums
  • Malariamelanin des Menschen, parasiteninduziert, leitet sich vom Hämoglobin ab
  • Formalinpigment, Artefakt bei der Formalinfixation, schwärzlich-körniger Niederschlag an Erythrozyten und freiem Hämoglobin
174
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Neotrombicula autumnalis
  • Herbstgrasmilbe
  • Larvalparasitismus (nur die Larvenstadien ernähren sich vom Blut des Wirtes)
  • Nymphen und Adultmilben ernähren sich saprophytisch (faulendes, organisches Gewebe), leben in Gärten, Gebüsch bewachsenen Wiesen und Weiden, Gestrüppen am Waldrand und Feuchtbiotopen
  • starker Pruritus!
  • Pusteln, Quaddeln, nach Alopezie: räudeartige Areale
  • Nachweis mittels Hautgeschabsel
175
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Cheyletiellose
  • Raubmilbenbefall
  • Cheyletiella yasguri beim Hund
  • Cheyletiella blakei bei der Katze
  • Cheyletiella parasitovorax beim Kaninchen
  • starker Pruritus, Alopezia
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Flohdermatitis
  • Ctenocephalides canis/felis bei Hund/Katze
  • Pulex iritans beim Mensch
  • Xenopsylla cheopis bei Ratten und Mäusen
  • starker Pruritus
  • pustulöse Sekundärinfektionen
  • Flöhe sind Habitatparasiten - Reinigung der Umgebung des Patienten !!
  • Hautwaschungen mit ph5-Eucerin
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Enzymopathien
Stoffwechselerkrankungen, die auf einen angeborenen oder erworbenen strukturellen Enzymdefekt oder einen Enzymmangel zurückzuführen sind
178
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0
Welcher Begriff beschreibt die beiden untersten epidermalen Schichten?
  • Stratum germinativum
  • aus Stratum basale und stratum spinosum zusammen gesetzt
Tags: FAQ
Source:
179
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Zu welcher Hautzone gehören die Pigment bildenden Melanozyten?
Epidermis
Tags: FAQ
Source:
180
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Wie ist der Name der stationären Makrophagen der Haut?
  • LANGHANS-Zellen
  • GRANSTEIN-Zellen
Tags: FAQ
Source:
181
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Flöhe können auslösen?
  • Flöhe = "Siphonaptera"
  • Katzenfloh/Hundefloh = Ctenocephalides felis/canis
  • Atopische Dermatitis
  • "Flohdermatitis"
  • Pyodermie (Sekundärinfektion)
Tags: FAQ
Source:
182
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Welche Sekretionsart zeigen die Schweißdrüsen der Hunde am häufigsten?
apocrine Sekretion
Tags: FAQ
Source:
183
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Was ist eine sogenannte MERKEL-Zelle?
Tastsinnzelle der Epidermis
Tags: FAQ
Source:
184
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Der antiparasitische Wirkstoff im Extrakt der Pflanzengruppe der Chrysanthemen ist?
  • Pyrethroid
  • Chlorid-Ionen-Kanal beeinflussend: der Parasit wird gelähmt
Tags: FAQ
Source:
185
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"Baufett" ist ...?
  • plurivakuoläres Fettgewebe
  • braunes Fett
  • Mitochondrien reich
Tags: FAQ
Source:
186
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Was ist ein "Mesonychium"?
Hauptschicht der Hufkapsel / der Hufepidermis
Tags: FAQ
Source:
187
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Was ist das Besondere Kennzeichen für eine Sinushaar-Anlage?
Blutsinus in der epithelialen bzw. dermalen Wurzelscheide
Tags: FAQ
Source:
188
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Wie erfolgt die Behandlung des Melanoms bei den Equiden?
  • Melanom in Ruhe lassen und beobachten
  • im direkten Gegensatz zu anderen Spezies inkl. Mensch
Tags: FAQ
Source:
189
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Eine nosokomiale Infektion ist eine Infektion wodurch und in welchem Rahmen?
Infektion in der Arztpraxis, Klinik
Tags: FAQ
Source:
190
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Eine iatrogene Infektion ist eine Infektion durch?
den Arzt, die Ärztin, den Heilpraktiker, die Heilpraktikerin
Tags: FAQ
Source:
191
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Welche beiden Nahrungssupplemente zeigen beste Haut regenerative Wirkungen?
  • Vitamin A-Alkohol: Retinol und Zink als Cofaktor aller Haut-eigenen Kollagenasen
  • Biotin
Tags: FAQ
Source:
192
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Welche beiden Nahrungssupplemente zeigen beste Haut regenerative Wirkungen?
  • Vitamin A-Alkohol: Retinol und Zink als Cofaktor aller Haut-eigenen Kollagenasen
  • Biotin
Tags: FAQ
Source:
Flashcard set info:
Author: Andreas
Main topic: Tierheilpraktiker
Topic: Hautkrankheiten bei Hund/Katze/Pferd
School / Univ.: ATM
City: Bad Bramstedt
Published: 02.01.2017
 
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FAQ (15)
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