CoboCards App FAQ & Wishes Feedback
Language: English Language
Sign up for free  Login

Get these flashcards, study & pass exams. For free! Even on iPhone/Android!

Enter your e-mail address and import flashcard set for free.  
Go!
All main topics / Tierheilpraktiker / Anatomie/Physiologie/Krankheiten v. Herz/Kreislauf/Endokrine System Hund/Katze/Pferd

Anat./Phys./Krankh. v. Herz/Kreislauf/Endokrine System Hund/Katze/Pferd (62 Cards)

Say thanks
1
Cardlink
0
Hauptfunktionen des Blutes
  • Transportfunktion (Sauerstoff, Kohlendioxid, Nährstoffe, Stoffwechselzwischen- und endprodukte, Ausscheidungsprodukte, Hormone, Enzyme und Vitamine und Wärme)
  • Verantwortlich für das physiochemische Gleichgewicht = Homöostase (Regulation des Wasserhaushaltes in den Geweben)
  • Hält den osmotischen Druck und dei Ionen- und Wasserstoffkonzentration = Ph-Wert, konstant
  • spezifischen und unspezifische Körperabwehr, Granulozyten, Lymphozyten und Monozten (unspezifische Körperabwehr), Antikörper, Komplemente, Leukotriene und Lymphokine (spezifische Körperabwehr
2
Cardlink
0
Diabetes mellitus
Mechanismen, die zur Überzuckerung des Blutes (Hyperglykämie) führen, setzen überwiegend am Insulin, dem Hauptregelungshormon des Zuckerstoffwechsels im menschlichen Körper, an: absoluter Insulinmangel, relativer Insulinmangel durch eine abgeschwächte Wirksamkeit des Insulins (Insulinresistenz) oder beides zusammen. Daneben besteht eine diagnostische Klasse des DM, welche primär durch Fehlernährung bestimmt ist.
3
Cardlink
0
Pancreas
  • ein quer im Oberbauch liegendes Drüsenorgan der Wirbeltiere
  • Die von ihr gebildeten Verdauungsenzyme werden über ein oder zwei Ausführungsgänge in den Zwölffingerdarm abgegeben
  • Sie ist daher eine exokrine Drüse (exokrin „nach außen abgebend“; in diesem Falle in den Verdauungstrakt)
  • Diese Verdauungsenzyme spalten Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette der Nahrung im Darm in ihre Grundbestandteile und zerkleinern sie damit in eine von der Darmschleimhaut aufnehmbare (resorbierbare) Größe
  • Darüber hinaus werden in der Bauchspeicheldrüse Hormone gebildet, die direkt an das Blut überführt werden, damit ist sie gleichzeitig auch eine endokrine Drüse (endokrin „nach innen abgebend“)
  • Dieser endokrine Anteil des Pankreas sind die Langerhans-Inseln (Zellansammlungen in der Bauchspeicheldrüse, die sowohl die Höhe des Blutzuckers registrieren als auch Insulin produzieren und ausschütten), die vor allem für die Regulation des Blutzuckerspiegels (über die Hormone Insulin und Glucagon) sowie von Verdauungsprozessen verantwortlich sind
  • Erfolgsorgan Leber: Glucosespeicherung, Proteinssynthese, Fettaufbau
  • Erfolgsorgan Muskulatur: Zellpermeabilität für Glucose steigt, Proteinsynthese steigt
4
Cardlink
0
Blutzusammensetzung
  • 45% Zellen = Hamatokrit
  • 55% Plasma
  • Blutkörperchen (Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten) und Blutplasma (Blutserum und Fibrin)
5
Cardlink
0
Hämatokritwert
  • HKT
  • zu hoch = zu wenig Flüssigkeit, Erbrechen, Durchfall, Schock
  • messbar mittels Absenkungsmessung, bzw. Kapillarzentrifuge
  • bei sehr hohen HKT ist der Hautturgor (Hautelastizität) herabgesetzt = Hautfaltentest
6
Cardlink
0
Definition Blutplasma
  • Blutplasma dient als Transportmedium für Glukose, Lipide, Hormone, Stoffwechselprodukte, Kohlenstoffdioxid und Sauerstoff
  • Die Sauerstofftransportkapazität liegt wesentlich unter der von Hämoglobin in den roten Blutkörperchen
  • Speicher- und Transportmedium von Gerinnungsfaktoren
  • Proteingehalt ist notwendig zur Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks des Blutes
  • Anteil von Blutplasma am Körpergewicht beträgt ungefähr fünf Prozent
  • Blutplasma kann durch Zentrifugieren von Blut gewonnen werden, das zuvor mit einem Gerinnungshemmer, wie zum Beispiel Natriumcitrat, vermischt wurde
  • Plasma ist üblicherweise gelblich-klar
  • Serum und Fibrin
7
Cardlink
0
Zusammensetzung Blutplasma
  • 90% Wasser
  • Salze: Na, K, Ca, Cl, Co3, Po3
  • NaCl für osmotische Regulation am wichtigsten, 100ml = 0,9 mg NaCl
  • Eiweißkörper: Albumine Globuline
  • Nährstoffe (Glukose, Fette)
  • Elektrolyte
  • Stickstoffhaltige Nicht-Eiweiße (Harnstoff)
8
Cardlink
0
Nährstoffe Blutplasma
  • Glukose (Isulin senkt, Glukagon u. Adrenalin hebt die Konzentration)
  • Fette als Chylomikronen oder an Eiweiße gebunden
  • Cholesterin, kein Nährstoff = Bausteiin für biologische Membranen, Grundbaustein der Steroide, Provitamin D
9
Cardlink
0
Eiweißkörper Blutplasma
  • Albumine
  • Globuline
  • Transport von Fettsäuren und Hormone
  • Kolloidosmotischer Druck (Wasser anziehend)
  • Immunisierung
10
Cardlink
0
Salze Blutplasma
  • Na, K, Ca, Cl, CO3 (Carbonat), PO3 (Phosphate)
  • Na + Cl natürliche Affinität
  • Osmose Na/K
  • "Na/K-Pumpe", essentiell für Zellenergie
  • CO3 (Carbonat) verhindert Übersäuerung = hoher Anteil an H+-Ionen - Endprodukt = CO2 + H2O

11
Cardlink
0
Urämie
  • Erhöhung Harnstoffgehalt im Blut (Niereninsuffizienz)
  • oft auch Ausdruck eines nicht funktionierenden Herz-Kreislauf-Systems
12
Cardlink
0
Fibrinogen
Fibrinogen ist ein Glykoprotein, das in der Leber von Wirbeltieren gebildet und ins Blutplasma ausgeschüttet wird. Fibrinogen (Gerinnungsfaktor I) wird bei der Blutgerinnung durch die Serinprotease Thrombin (Faktor IIa) und Calcium (Faktor IV) in Fibrin umgewandelt, das als „Substrat der Gerinnung“ zusammen mit zellulären Elementen des Blutes, namentlich den Thrombozyten, den Thrombus (Blutpfropf) bildet
13
Cardlink
0
Aufgaben der roten Blutkörperchen (Erythrozyten)
  • Transport von Sauerstoff und CO2
  • Die Gase sind an Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) gebunden
  • Erythrozyten bilden in der Lunge den Sauerstoff und transportieren ihn in die periphären Gewebe, in umgekehrter Richtung CO2 zurück in die Lunge
14
Cardlink
0
Aufgabe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten)
  • Leukozyten = Granulozytzen, Lymphozyten und Monozyten
  • Zuständig für die Körperabwehr
  • Lymphozyten = spezifische Abwehr, zerstören körperfremde Zellen entweder direkt, oder durch die Bildung von Antikörpern
  • Granulozyten = unspezifische Abwehr, einteilbar je nach Einfärbbarkeit in neutrophile, basophile und eosinophile Granulozyten
  • neutrophile Granulozyten = Fähigkeit sowohl basische als auch saure Farbstoffe zu binden und dadurch einfärben zu lassen
  • eosinophile Granulozyten stehen in Verbindung mit allergischen Reaktionen, Name aufgrund der Fähigkeit, sich durch den sauren Farbstoff Eosin anfärben zu lassen. Die eigentlichen Entzündungszellen, schütten selbst Histamin, Serotonin und Bradykinin aus, werden dann als Mastzellen bezeichnet
  • Lymphozyten = lösen bei Gefäßverletzungen die Blutgerinnung aus, Spezifische Abwehrzellen, Teil des spezifischen Immunsystems, können „lernen“ (T und B(one) Lymphozyten, entstehen im roten Knochenmark
15
Cardlink
0
Thrombozyten
  • Sie sind die kleinsten Zellen des Blutes
  • spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung, indem sie sich bei einer Verletzung des Blutgefäßes an das umliegende Gewebe anheften („Thrombozytenadhäsion“) oder aneinanderheften („Thrombozytenaggregation“), sodass die Verletzung verschlossen wird
  • Zusätzlich setzen sie dabei gerinnungsfördernde Stoffe frei
  • Sie haben weder Zellkerne noch Erbinformation (DNA)
  • entstehen durch Abschnürung aus Megakaryozyten, die sich im Knochenmark befinden
16
Cardlink
0
Lymphozyten
  • weiße Blutkörperchen
  • Spezifische Abwehrzellen
  • Teil des spezifischen Immunsystems
  • können „lernen“ (T und B(one) Lymphozyten
  • entstehen im roten Knochenmark
  • Plasmazelle ist "Endstadium" = "Killerzellen"
  • Aids-Virus hindert T u. B -Lymphozyten an Abwehr
  • zerstören körperfremde Zellen entweder direkt, oder durch die Bildung von Antikörpern
17
Cardlink
0
Monozyten
  • im Blut zirkulierende Zellen des Immunsystems und die Vorläufer der u. a. in den Geweben lokalisierten Makrophagen sowie eines Teils der Dendritischen Zellen
  • Ihre Aufgabe ist die Zerstörung körperfremder Strukturen durch Phagozytose und die Aktivierung der erworbenen Immunabwehr mittels Antigenpräsentation
  • Der wichtigste Speicherort für Monozyten ist die Milz. Die Monozyten gehören sowohl zum spezifischen als auch zum unspezifischen Abwehrsystem
  • Zirkulierende Monozyten haben eine Lebensdauer von 1 bis 3 Tagen, bevor sie ausdifferenzieren und in die Gewebe einwandern. Dort leben sie als Makrophagen für mehrere Wochen bis Monate weiter
  • Mit einem Durchmesser von 5–20 µm gehören Monozyten zu den größten der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und machen ca. 3–8 % der Leukozyten-Population aus
18
Cardlink
0
Bluterkrankung rote Blutkörperchen
Polyzythämie
  • seltene die Blutbildung im Knochenmark betreffende Erkrankung (myeloprolativ), bei der zu viele feste Blutbestandteile (Zellen) gebildet werden, ohne dass ein physiologischer Stimulus vorliegt
  • Bei der "Polycythaemia vera" sind vor allem die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) betroffen, in geringerem Maße auch die Thrombozyten (Blutplättchen) und Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
  • Der dadurch im Verhältnis sinkende flüssige Anteil (Blutplasma) lässt das Blut mit fortschreitender, nicht behandelter Krankheit immer "zähflüssiger" (hyperviskoser) werden mit dem Effekt, dass das Thromboserisiko stark ansteigt
19
Cardlink
0
Bluterkrankung rote Blutkörperchen
Anämie
  • Verminderung des Hämatokrits unter der atersgemäßen Norm
  • regenerativ: Hämorrhagisch (nach akuten und schweren Traumen, chronisch: Wurmbefall, Hämangiosarkom der Milz, Thrombozytopenie), Hämolytisch = Blutarmut, bei denen die roten Blutkörperchen ihre normale Lebensdauer nicht erreichen (Extravasculär - Phagozytose, Intravasculär (innerhalb des Blutgefäßes) - Babesien, Leptospiren)
  • nicht regenerativ: Chronische Nierenerkrankung, Chronische Lebererkrankung, Vit. B12 Mangel (Kernreifung), Chronischer Eisenmangel, Bleivergiftung, Cu-Mangel, Knochenmarksinfiltration (durch ortsfremde oder hämatopoetische Tumorzellen)
20
Cardlink
0
Bluterkrankungen weiße Blutkörperchen
  • Leukopenie = Mangel an Leukozyten (weißen Blutkörperchen)
  • Leukozytose = Vermehrung an Leukozyten
  • Linksverschiebung (Veränderung im Differentialblutbild hinsichtlich der Anteile der neutrophilen Granulozyten in Richtung unreifer neutrophiler Granulozyten) = akute Infektionen, entzündliche Prozesse
  • Rechtsverschiebung (Richtung reifer neutrophiler Granulozyten) = Gefäßabdichtende Wirkung der Glucocorticoide
  • Monozytose (Anstieg der Monozyten): 20 - 30% bei lange bestehenden Infektionen, schweren septischen Prozessen
  • Lymphozytose (erhöhte Lymphozytenzahl): lymphatische Leukose, als Spätreaktion bei Entzündungen und bei chronischen Infektionskrankheiten und chronischen Allergien vor
  • Lymphopenie (Mangel an Lymphozyten), durch virale Infekte, seltene Erkrankungen des Immunsystems incl. einiger Autoimmunerkrankungen, bösartige Veränderungen des Knochenmarks und durch einige immunsuppressive Medikamente, wie sie zum Beispiel bei manchen Chemotherapien verwendet werden
21
Cardlink
0
Blutstillung
  • Zusammenwirken von Plasma- und Gewebefaktoren mit den Thrombos
  • bei Gefäßverletzung heften Thrombos an kollagene Fasern (Fibronektin) unter Endothel (Adhäsion)
  • Thrombos verändern ihre Form (Plättchen - Kugel mit Pseudopodien)
  • Thrombos sezernieren ADP (fördern Aggregation)
22
Cardlink
0
Sphinkteren
  • Präkapilläre Verschlussmechanismen
  • am Übergang von den Arterien zum Kapillarnetz
  • sorgen für Verringerung des Blutflusses

23
Cardlink
0
Arteriolen
  • die kleinsten arteriellen Gefäße
  • wichtigste Funktionseinheit zur Regulation des Blutflusses innerhalb des Gefäßsystems
  • Können sich ausdehnen (dilatieren) und zusammenziehen (kontrahieren)
  • die Arteriolenweite reguliert den Blutdruck (mmHG = Millimeter Quecksilbersäule)
  • münden nach mehrmaligen Verzweigungen in eng vernetzte Endstrombahnen (Kapillaren)
24
Cardlink
0
Venen
Gefäße, die sauerstoffarmes und mit Stoffwechselprodukten angereichertes Blut aus den Geweben und Organen sammeln und zum Herzen transportieren
25
Cardlink
0
Valvulae venarum
Venenklappen - Taschenförmige Klappen, meist paarig angeordnet, die von der inneren Gefäßschicht (Intima) gebildet werden und den Rückfluss des Blutes , welches Richtung Herz transportiert wird
26
Cardlink
0
Niederdrucksystem
  • der venöse Abschnitt des Blutkreislaufs (Venen, das rechte Herz, der Lungenkreislauf und das linke Ventrikel während der Diastole)
  • ca. 85% des gesamten Blutvolumens
27
Cardlink
0
Diastole/Systole
  • Die Diastole der Herzkammern (griechisch „die Ausdehnung“) ist die Entspannungs- und Füllungsphase, im Gegensatz zur Systole, der Anspannungs- und Austreibungsphase
  • Die Diastole der Vorhöfe findet während der Systole der Kammern statt
  • Mechanisch beginnt die Diastole mit dem Erschlaffen der Kammermuskulatur und gleichzeitigem Schluss der Taschenklappen zu den großen Arterien
  • endet mit dem Schluss der Segelklappen und Wiedereröffnung der Taschenklappen
  • Im EKG ist dies die Phase zwischen Ende der T-Welle bis Beginn der Q-Zacke
  • Teilweise wird als so genannte „elektrische Diastole“ die Phase zwischen Beginn der T-Welle und Beginn der darauffolgenden P-Welle bezeichnet
28
Cardlink
0
Aorta
  • Entspringt aus der linken Herzkammer und
  • erweitert sich sogleich (Bulbus aortae)
  • Aufsteigende Aorta (Aorta ascendens), von der linken Herzkammer aus nahezu senkrecht nach oben und von dieser durch die Aortenklappe getrennt, liegt vollständig in der Herzbeutelhöhle und ist nur wenige Zentimeter lang
  • Der leicht bauchig erweiterte Anfangsteil der Aorta (Bulbus aortae) besteht aus den drei Sinus aortae (auch Sinus valsalvae), die vom Schließungsrand des jeweiligen Aortenklappensegels und der Aortenwand begrenzt sind
  • Aus dem vorderen und linken Sinus entspringen unmittelbar am Herzen die Herzkranzgefäße (Arteriae coronariae) zur Versorgung des Herzmuskels
  • Aortenbogen (Arcus aortae) als Fortsetzung der senkrecht aufsteigenden Aorta. Aus dem Aortenbogen gehen unter anderem die Schlagadern zur Versorgung von Kopf und Armen ab
  • Die drei wichtigsten Abgänge des Aortenbogens sind der Truncus brachiocephalicus, die Arteria carotis communis sinistra und die Arteria subclavia sinistra
  • Absteigende Aorta (Aorta descendens) bis in den Beckenraum und dort Aufteilung in die beiden großen Beckenarterien Brustaorta (Aorta thoracica) und nach dem Durchtritt durch den Hiatus aorticus des Zwerchfells die Bauchaorta (Aorta abdominalis), die sich anhand des Abgangs der beiden Nierenarterien (Arteriae renales) wiederum in zwei Segmente unterteilen lässt: Bauchaorta oberhalb der Nierenarterien (Aorta abdominalis suprarenalis), die sofort nach Zwerchfelldurchtritt den Truncus coeliacus zur Versorgung von Magen, Milz, Zwölffingerdarm, Bauchspeicheldrüse und Leber abgibt. Ein weiterer Abgang (Arteria mesenterica superior) versorgt den Hauptteil des Darms und der übrigen Verdauungsorgane.
  • Bauchaorta unterhalb der Nierenarterien (Aorta abdominalis infrarenalis), aus der Gefäße für die unteren Darmabschnitte (Arteria mesenterica inferior), den Enddarm und einige Beckenorgane abgehen. Dieser Aortenabschnitt teilt sich schließlich auf Höhe des vierten Lendenwirbels im Becken in die beiden großen Beckenschlagadern (Arteriae iliacae communes) auf.
29
Cardlink
0
Arteria iliaca externa
  • Blutversorgung der Bedckengliedmaßen
  • Bei der Stute auch Äste für dei Gebärmutter
  • Beim Pferd können an der Abzweigung der Arteria ilianca externa die Thromben aus Spülwürmern bestehen, die mit dem Blutfluss in der Aufzweigung, aufgrund des engeren Lumens, hängen bleiben. Sie führen zu einer Verstopfung oder sogar Verschluss des Gefäßes, kann sich in Lähmungserscheinungen der Hintergliedmaßen widerspiegeln
  • in Höhe des Schenkelspaltes (Pulsfühlstelle bei Hund und Katze) heißt sie Arteria femoralis
  • Diese gibt auf Höhe des mittleren Abschnittes des Oberschenkels die Arteria saphena ab
  • Die Arteria femoralis läuft im Bereich der Kniekehle zur Arteria poplitea
  • Die Arteria poplitea teilt sich in Höhe des oberen Abschnitts des Unterschenkels in die Arteria tibialis cranialis und Arteria tibialis caudalis
  • Die Arteria tibialis cranialis verläuft am Schienbein und wird in der Sprunggelenksbeuge (Tarsalbeuge) zur Arteria dorsalis pedis

30
Cardlink
0
Windkesselfunktion
Druckausgleich durch die Elastizität der herznahen Arterien (vor allem der Aorta). Hierdurch wird die starke Druckdifferenz zwischen Systole (Phase des Blutauswurfs durch Kontraktion des Herzmuskels) und Diastole (Entspannung des Herzmuskels) verringert
31
Cardlink
0
Blutserum
Jener flüssige Anteil vom Blutplasma, den man als Überstand erhält, wenn man aus einer geronnenen Blutprobe durch Zentrifugieren die zellulären Bestandteile (rote Blutkörperchen, Blutplättchen und weiße Blutkörperchen) als Bodensatz abtrennt. Dieser Überstand enthält bis auf die schon verbrauchten Gerinnungsfaktoren alle natürlicherweise in der Blutflüssigkeit gelösten Stoffe. Durch das Vorhandensein von Bilirubin ist das Serum gelblich gefärbt. Das Blutserum entspricht also dem Blutplasma abzüglich der Gerinnungsfaktoren (vor allem Fibrin bzw. Fibrinogen)
32
Cardlink
0
Aorta thoracia
  • Abschnitt der Hauptschlagader (Aorta) bei Säugetieren
  • direkte Fortsetzung des Aortenbogens und zieht im Mediastinum in Richtung Zwerchfell
  • Dort tritt sie durch den Aortenschlitz (Hiatus aorticus) und wird dann als Bauchaorta (Aorta abdominalis) bezeichnet
  • Aus der Aorta thoracica entspringen segmental die hinteren Zwischenrippenarterien (Arteriae intercostales posteriores, bei Tieren als Arteriae intercostales dorsales bezeichnet), welche die Brustwand, Brustwirbelsäule, das Rückenmark und die Rückenmuskulatur im Bereich des Brustkorbes versorgen
  • Außerdem entspringen ihr Äste zur Versorgung der Lunge (Rami bronchiales) und Speiseröhre (Rami oesophagei)
  • Bei vielen Säugetieren entspringen diese Äste aus einem gemeinsamen Hauptstamm, der Arteria bronchooesophagea
  • Beim Menschen entspringt zudem die obere Zwerchfellarterie (Arteria phrenica superior) aus der Brustaorta, die an der Versorgung des Zwerchfells beteiligt ist
33
Cardlink
0
Aufbau der Herzwand
  • Vierkammeriges Holorgan
  • Zentralorgan des Herz-Kreislaufsystems
  • Herzmuskel (Myocardium), Herzbeutel (Pericardium)
  • liegt in der Brusthöhle im Mittelfellspalt (Mediastinum medium)
  • Zwei Hälften, links sauerstoffreiches Blut, rechts sauerstoffarmes Blut
  • Jede Hälfte setzt sich aus zwei Kammern zusammen, der kleinen Vorkammer (Atrium cordis) und der größeren Hauptkammer (Ventriculus cordis), jeweils durch Segelklappen voneinander getrennt
  • In der Außenansicht ist die Lage der Klappen durch eine zirkulär um das Herz verlaufende Kranzfurche (Sulcus coronarius) gekennzeichnet
  • Beide Kammern werden durch eine Scheidewand, das Septum interventriculare, vollständig getrennt, von außen erkennbar durch zwei Längsfurchen, Sulci interventriculares
34
Cardlink
0
Blutdruck
  • normal  120/80 mmHG
  • Arteriolen (Arterienmuskel) weit = niedriger Blutddruck
  • hoher Blutdruck kann Herzklappen schädigen
  • Zahlenpaar aus systolischem (maximaler Wert, ist unter anderem abhängig von der Herzauswurfleistung) und diastolischem Druck (minimaler Wert, in der Herzfüllungsphase und deshalb unter anderem auch abhängig von der Elastizität und dem Füllungszustand der großen Gefäße)
35
Cardlink
0
Perikarditis
  • Herzbeutelentzündung
  • infektiös:  Viren (Coxsackie A und B, Adenoviren, Echoviren u. a.) verantwortlich. Seltener können auch Bakterien (früher häufig Mykobakterien – z. B. Tuberkulose) oder im Rahmen einer Sepsis und ausnahmsweise auch Pilze (Candida, Aspergillus) verantwortlich sein
  • nicht infektiös: Komplikation eines Herzinfarktes (Perikarditis epistenocardica), Autoimmunerkrankungen wie der systemische Lupus erythematodes, das rheumatische Fieber, die rheumatoide Arthritis oder die Sarkoidose
  • Seltener tritt die Perikarditis im Zuge allergischer Reaktionen (Serumkrankheit, Arzneimittelallergie), bei Urämie im Rahmen einer Niereninsuffizienz oder nach Schädigungen durch ein Trauma oder eine Strahlentherapie auf
  • Karzinome im Bereich des Herzens können ebenso zu einer Entzündungsreaktion des Perikards führen wie auch fortgeschrittene Stoffwechselerkrankungen (Schilddrüsenunterfunktion mit Myxödem, Diabetes mellitus, o.a.) oder auch herzchirurgische Eingriffe.
36
Cardlink
0
Intercostalraum
  • Als Intercostalraum (ICR, von lat. Spatium intercostale „Zwischenrippenraum“) bezeichnet man in der Anatomie den Raum zwischen zwei benachbarten Rippen
  • Der "Erbsche-Punkt" im 3. ICR parasternal (neben dem Brustbein) links ist der zentrale Auskultationspunkt: Hier kann man am besten alle Herzgeräusche hören und sich einen ersten Überblick über die Tätigkeit des Herzens verschaffen
  • Bei Tieren liegen die Puncta maxima wie folgt (PAM):
  • 3. ICR parasternal links, Höhe Schultergelenk:Pulmonalklappe 4. ICR parasternal links, Höhe Schultergelenk: Aortenklappe 5. ICR parasternal links, sternumnah: Mitralklappe 4. ICR parasternal rechts, sternumnah: Trikuspidalklappe
37
Cardlink
0
Herzklappen
  • Jede Herzhälfte hat eine Segelklappe (Atrioventrikularklappe) und eine Taschenklappe (Semilunarklappe)
  • Die Segelklappen liegen zwischen Vorhof und Kammer und heißen Bikuspidalklappe oder Mitralklappe (links) und Trikuspidalklappe (rechts)
  • Die Taschenklappen liegen jeweils zwischen Kammer und Ausstromgefäß und heißen Pulmonalklappe (rechts) und Aortenklappe (links).
  • Trikuspidalklappe: Das „Einlassventil“ zwischen dem rechten Vorhof und der rechten Herzkammer, besteht normalerweise aus drei (tri) Segeln (Cuspis= Zipfel, Spitze)
  • Pulmonalklappe: Das „Auslassventil“ zwischen der rechten Kammer und der Lungenstrombahn als Taschenklappe mit normalerweise drei halbmondförmigen Klappentaschen (Valvulae semilunares), die den Rückfluss von Blut in die rechte Herzkammer während der Diastole verhindern
  • Mitralklappe (Bikuspidalklappe): Das „Einlassventil“ zwischen dem linken Vorhof (Atrium sinistrum) und der linken Herzkammer (Ventriculus sinister), diese Klappe hat zwei (bi) Klappensegel (cuspides, Einzahl cuspis)
  • Aortenklappe: Das „Auslassventil“ der linken Kammer zur Aorta, als Taschenklappe mit drei Taschen (Valvulae semilunares) angelegt
38
Cardlink
0
Mögliche Auswirkungen defekter Atriumventrikularklappen
  • Ödeme an den Beinen oder am Unterbauch bei Rückstau in den Körperkreislauf (Rechtsherzinsuffizienz)
  • Lungenödem bei Stauung in die Lunge (Linksherzinsuffizienz)
  • Die Herzmuskulatur wird erst kräftiger und vergrößert sich (Herzhypertrophie)
  • Im fortgeschrittenen Stadium der Herzerkrankung kann der Herzmuskel die Belastung nicht mehr kompensieren. Der Muskel schafft es nicht mehr, das gesamte Blut aus der Kammer zu pumpen. Dadurch bleibt immer mehr Blut in der Kammer und weitet diese aus (Herzdilation). Der Muskel wird sichtbar dünner und die Kammer größer. Spätestens in diesem Stadium werden Symptome beobachtet
  • Schwäche, kümmerliches Wachstum, schnelles Ermüden, Atemnot, bläulich verfärbte Schleimhäute (Zyanose) als Zeichen einer Sauerstoffmangelversorgung
39
Cardlink
0
Persistierender rechter Aortenbogen
Bei dieser angeborenen Fehlbildung wird die Speiseröhre durch ein zusätzliches Gefäß der Aorta eingeengt. Die Aorta bildet sozusagen einen Ring um die Speiseröhre und verhindert, dass Nahrung problemlos in den Magen gelangt. Je nach Ausprägung der Erkrankung würgen die Welpen mit Beginn der Aufnahme von fester Nahrung. Wenn dabei Nahrung in die Lunge gelangt, entsteht häufig eine Verschluckpneumonie. Die aufgenommene Nahrung staut sich direkt vor der Verengung und weitet die Speiseröhre in diesem Bereich. Das kann zu irreversiblen Schäden an der Speiseröhre führen, daher sollte möglichst frühzeitig eine Operation die Verengung beheben. Ein persistierender rechter Aortenbogen tritt häufig bei Deutschen Schäferhunden und Settern auf.
40
Cardlink
0
Septumdefekt
Bei Septumdefekten ist die Scheidewand zwischen rechter und linker Herzhälfte nicht vollständig ausgebildet. Der Defekt liegt meist zwischen den Herzkammern (Ventrikelseptumdefekt), kann jedoch auch zwischen den Vorhöfen (Atriumseptumdefekt) vorkommen. Häufig sind die Defekte klein und haben kaum klinische Auswirkungen. Wenn sie allerdings größer sind, beeinflussen sie die Strömungsverhältnisse ganz erheblich.

Bei Ventrikelseptumdefekten fließt meist Blut von der linken Kammer in die rechte Kammer, da das linke Herz die größere Pumpkraft besitzt. Die Blutmenge in der rechten Kammer wird zu groß und es kommt zu einer Überlastung der Lunge mit der Folge einer Linksherzinsuffizienz. Englische Springer Spaniel und West Highland White Terrier sind von Ventrikelseptumdefekten gehäuft betroffen.

Bei Vorhofseptumdefekten kommt es ebenfalls zu einem Blutstrom von links nach rechts, der zu einer Überlastung der rechten Herzseite führt. An dieser, wesentlich selteneren Form des Septumdefekts, erkranken besonders Boxer, Samoyeden und Neufundländer.
41
Cardlink
0
Fallotsche Tetralogie
Unter diesem Begriff wird das gleichzeitige Auftreten von vier Missbildungen verstanden:

    Ventrikelseptumdefekt
    Pulmonalstenose
    Wandverdickung der rechten Herzkammer
    Fehlstellung der Aorta (so genannte "überreitende Aorta")
42
Cardlink
0
Persistierender Ductus arteriosus (Botalli)
Im Mutterleib werden die Welpen über die Nabelschnur mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Da die Welpen noch nicht atmen, findet in der Lunge kein Austausch der Atemgase statt. Die Lunge ist noch nicht entfaltet und muss insgesamt weniger durchblutet werden. Der Ductus arteriosus dient während dieser Zeit der Umleitung des Blutes. Er stellt eine Verbindung zwischen der Lungenarterie und der Aorta dar. Das Blut aus der rechten Vorkammer fließt zu 2/3 über den Ductus arteriosus in die Aorta zur Versorgung des Körpers und nur zu 1/3 in die Lunge. Mit dem ersten Atemzug nach der Geburt verschließt sich diese „Abkürzung“ normalerweise, da die Lunge ihre Funktion aufnimmt. Bleibt der Ductus arteriosus erhalten, fließt sauerstoffreiches Blut, das eigentlich für den Körper bestimmt ist, aus der Aorta über den Ductus arteriosus in die Lungenarterie und von dort zurück in die Lunge, weil der Druck in der Aorta höher ist als in der Lungenarterie. Die Lunge ist mit dieser zusätzlichen Blutmenge überfordert und das Blut staut sich in die linke Herzkammer und den linken Vorhof zurück. Es entsteht eine Linksherzinsuffizienz.
43
Cardlink
0
Klappenvitium
  • Herzklappenfehler
  • Die Funktionsstörung kann in einer Verengung (Stenose), einer Schlussunfähigkeit (Insuffizienz) oder einer Kombination aus beidem (kombiniertes Vitium) bestehen
  • Aortenklappenstenose: Durch Entzündung (Endokarditis) oder Verkalkung (Kalzifikation) verursachte Verengung der Aortenklappe (spindelförmiges systolisches Herzgeräusch (Systolikum), das über dem Aortenareal (unmittelbar rechts des oberen Brustbeindrittels, 2. ICR rechts,  rau oder fauchend, oftmals ist ein 4. Herzton zu hören
  • Aortenklappeninsuffizienz: diastolische Rückfluss von Blut aus der Aorta in die linke Herzkammer, entzündlich , rheumatisch oder bakteriell bedingt. Dabei lagern sich Bakterienkolonien auf der Herzklappe an, sodass sie nach überstandener Entzündung vernarbt (vergleichbar mit dem „Ausfransen“ von Segeln oder Fahnen) und undicht wird. Auch Arteriosklerose, Bindegewebserkrankungen (z. B. beim Marfansyndrom) oder eine Überdehnung der Aorta ascendens bei einer Aortendissektion können Auslöser der Aortenklappeninsuffizienz sein (Austin-Flint-Geräusch, rumpelndes middiastolisch bis präsystolische Geräusch mit p.m. über der Herzspitze)
  • Mitralklappeninsuffizienz: Ursache können zum Beispiel Abriss oder relative Verkürzung der Haltefäden (Chordae), Perforation oder Überdehnung eines Klappensegels und Erweiterung des Klappenringes sein
  • Mitralstenose: angeborenen Fehlbildung oder erworbene Erkrankung, wie zum Beispiel Verkalkung oder Vernarbung der Klappe
  • Pulmonalstenose (Kammerscheidewanddefekt): Einengungen in der Ausflussbahn von der rechten Herzkammer zur Lungenschlagader (systolisches Austreibungsgeräusch über dem 2. Interkostalraum links parasternal, gespaltener 2. Herzton)
44
Cardlink
0
Respiratorische Sinusarrythmie
  • atemsynchrone Schwankung der Herzfrequenz
  • ab 120 Schläge/min muss sie aufhören
45
Cardlink
0
Auskultation
  • das Abhören des Körpers, typischerweise mit dem Stethoskop
  • bei der Auskultation des Herzens wird zwischen Herztönen und Herzgeräuschen differenziert, wobei die Qualität und Lautstärke der Geräusche auf Schädigungen des Klappenapparates oder Defekte der Herzscheidewand (ASD, VSD) deuten können. Reibegeräusche geben Hinweise auf eine Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis)

Pulmonalklappe 2. Intercostalraum lins neben dem Brustbein
Aortenklappe 2. Intercostalraum rechts neben dem Brustbein
Tricuspidalklappe 4. Intercostalraum rechts neben dem Brustbein
Mitralklappe 5. Intercostalraum links mittlere Schlüsselbeinlinie
Erbscher Punkt 3. Intercostalraum links neben dem Brustbein
46
Cardlink
0
FIRAN
  • Frequenz
  • Intensität
  • Rhythmus
  • Abgesetztheit
  • Nebengeräusche
47
Cardlink
0
Bradykardie
  • "Langsamherzigkeit“
  • Herzschlag unter 60 Schläge pro Minute beim erwachsenen Menschen
  • Beim herzgesunden Menschen wird die Geschwindigkeit des Herzschlages durch den Sinusknoten, den körpereigenen Herzschrittmacher gesteuert
  • "Sick-Sinus-Syndrom" - Fehlfunktionen des Sinusknotens und der Erregungsleitung auf Vorhofebene
48
Cardlink
0
Tachykardie
  • "Herzrasen"
  • anhaltend beschleunigter Puls auf über 100 Schläge pro Minute beim erwachsenen Menschen
49
Cardlink
0
AV - Block
  • häufige Herzrhythmusstörung
  • die Erregungsleitung zwischen den Vorhöfen und den Herzkammern am Atrioventrikularknoten (AV-Knoten) des Herzens ist verzögert, zeitweise oder dauerhaft unterbrochen
  • schwerere Formen führen zu einem zu langsamen Herzschlag (Bradykardie, Bradyarrhythmie)
  • AV-Block 1. Grad: Die Erregungsleitung ist verzögert und es kommt zu einer verspätet einsetzenden Kontraktion der Herzkammern
  • AV-Block 2. Grad: Die Erregungsleitung fällt teilweise aus
  • AV-Block 3. Grad: Vollständiger Ausfall der Erregungsleitung zwischen Vorhof und Kammer. Die Kammer bleibt stehen oder schlägt in einem langsamen Ersatzrhythmus asynchron zu den Vorhöfen weiter

50
Cardlink
0
Releasing Hormone
  • Neuropeptide, die in bestimmten Kerngebieten im Hypothalamus gebildet werden
  • Die Nerven enden in der Eminentia mediana (einem Neurohämalorgan am unteren Rand des Hypothalamus), hier werden unter der Kontrolle von weiteren Hormonen und Neurotransmittern die Releasing-Hormone in Blutgefäße ausgeschüttet, die direkt zum Hypophysenvorderlappen reichen (Portalsystem)
  • In der Hypophyse regen die Releasing-Hormone die Freisetzung anderer Hormone an
  • Somatostatin und Dopamin sind Release-Inhibiting-Hormone (Statine), also Regulatoren, die die Freisetzung unterdrücken
  • Die Bildung der Hormone der Hypophyse steht nicht unter der Kontrolle der Releasing-Hormone, nur deren Freisetzung
  • CRH (Corticotropin-Releasing-Hormon), auch Corticoliberin, bewirkt die Freisetzung von Adrenocorticotropin (ACTH)
  • GnRH (Gonadotropin-Releasing-Hormon), auch Gonadoliberin, bewirkt die Freisetzung des Follikelstimulierenden Hormons (FSH) und des Luteinisierenden Hormons (LH)
  • GHRH (Growth-Hormone-Releasing-Hormon), auch Somatoliberin, bewirkt die Freisetzung von Somatotropin (Wachstumshormon, Growth Hormone, GH)
  • TRH (Thyreotropin-Releasing-Hormon), auch Thyreoliberin, bewirkt die Freisetzung von Thyreotropin (TSH) und Prolaktin
51
Cardlink
0
Thyreoliberin
  • Thyreotropin Releasing Hormon (TRH)
  • im Hypothalamus gebildet

Thyreoliberin ist als Neurotransmitter im Gehirn
  • an der Thermoregulation
  • an der Schmerzunterdrückung
  • an der Schlaf-Wach-Regulation
  • an der Bremsung von Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme und
  • an einer Vielzahl weiterer Steuerungsvorgänge beteiligt

Thyreoliberin hat auch indirekte vegetative Wirkungen:
  • Es stimuliert über den Vagusnerv die Magensäureproduktion und die Magen-Darm-Peristaltik
  • Es stimuliert über den Sympathikus die Insulinsekretion
  • Es stimuliert daneben auch die Bauchspeicheldrüse in ihrer exokrinen Funktion
  • Es steigert Herzfrequenz und Blutdruck
52
Cardlink
0
Gonadoliberin
  • Releasing Hormon
  • im Hypothalamus gebildet
  • Das Hormon regt die Hirnanhangsdrüse an, die Hormone FSH und LH auszuschütten, die die Funktion der Eierstöcke und der Hoden regulieren
53
Cardlink
0
Corticotropin-releasing Hormone (CRH)
  • Corticoliberin
  • Polypeptid, das aus 41 Aminosäuren besteht und im Nucleus paraventricularis des Hypothalamus gebildet wird
  • Beteiligung im kardiovaskulären System (Herz-Kreislaufsystem), im Entzündungsgeschehen, im Fortpflanzungssystem, in der Schwangerschaft, bei der Thermoregulation, bei der Nahrungsaufnahme und der Psyche
54
Cardlink
0
Prolaktin - PRL
  • im Hypophysenvorderlappen gebildet
  • vor allem für das Wachstum der Brustdrüse im Verlauf der Schwangerschaft und für die Milchsekretion (Laktation) während der Stillzeit verantwortlich ist, und besitzt psychische Funktionen
  • löst bei allen bislang darauf untersuchten Säugetierarten sowie auch bei vielen anderen Wirbeltieren Brutpflegeverhalten aus
55
Cardlink
0
Thyreotropes Hormon (Thyreotropin)
  •   Releasinghormon, das in den basophilen Zellen des Hypophysenvorderlappens produziert wird
  • wirkt stimulierend auf das Wachstum, die Iodaufnahme und die Hormonbildung der Schilddrüse
  • Geregelt wird die TSH-Produktion der thyreotropen Zellen des Hypophysenvorderlappens zum einen von der Schilddrüse über die Konzentration der Schilddrüsenhormone (negative Rückkopplung), als auch vom Hypothalamus
  • TSH gelangt über den Blutweg zur Schilddrüse und bewirkt in den Schilddrüsenzellen eine beschleunigte Teilung, eine vermehrte Iodaufnahme und eine gesteigerte Bildung der iodhaltigen Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3)
  • Fehlt TSH oder kann es nicht ausreichend produziert werden, dann hat die Schilddrüse keinen Anreiz mehr zu wachsen, Iod aufzunehmen und Schilddrüsenhormone zu produzieren, so dass sie immer kleiner wird und verkümmert
  • Produziert die Hypophyse beispielsweise wegen eines TSH-produzierenden Adenoms zu viel TSH, wird die Schilddrüse ständig zu einem beschleunigten Wachstum, einer vermehrten Iodaufnahme und einer gesteigerten Schilddrüsenhormonproduktion angehalten
56
Cardlink
0
Schilddrüsenveränderungen
Hyperthyreose
  • Vergrößerung = Struma = hyperplastische Kompensation bei Jodmangel
  • Hyperthyreose = Überfunktion:  starke Schweißproduktion, beschleunigter Herzschlag, Gewichtsverlust, Nervosität und Zittern
  • Stadium 1: Tachykardie > 150/min, Herzrhythmusstörungen, Hyperthermie (>41 °C), Adynamie, schwere Durchfälle, Dehydratation, verstärkter Tremor, Unruhe, Agitiertheit, Hyperkinese, eventuell stark erhöhte Schilddrüsenhormone
  • in etwa 60 % der Fälle zusätzlich Zeichen einer Myopathie (Schwäche der proximalen Muskulatur und des Schultergürtels oder Bulbärparalyse)
  • Stadium 2: zusätzlich Bewusstseinsstörungen, Stupor, Somnolenz, psychotische Zeichen, örtliche und zeitliche Desorientierung
  • Stadium 3: zusätzlich Koma
57
Cardlink
0
Schilddrüsenveränderungen
Hypothyreose
  • Schildddrüsenunterfunktion
  • mangelnde Versorgung des Körpers mit den Schilddrüsenhormonen Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4)
  • geringere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit
  • Juvenil: Zwergenwuchs, Kretinismus (Vollbild der unbehandelten, angeborenen Hypothyreose)
  • Adult: Fettsucht, Trägheit, Ödembildung, Allopezie (Fellverlust)
58
Cardlink
0
Adrenocorticotropin
  • ACTH
  • wird unter Einfluss des Corticotropin-releasing Hormons (CRH) in den basophilen Zellen des Hypophysenvorderlappens aus der Vorstufe des Proopiomelanocortins (POMC) gebildet
  • ACTH ist ein Agonist der Melanocortinrezeptoren, insbesondere des Melanocortinrezeptors 2 in der Nebennierenrinde. Dort regt es die Nebennierenrinde zur Bildung von Glukokortikoiden, Mineralokortikoiden und Sexualhormonen an
  • Erhöhte ACTH-Werte ergeben sich unter anderem bei Kälte, Stress, Nebennierenrindeninsuffizienz, Morbus Cushing oder paraneoplastischem Syndrom
  • Reduzierte ACTH-Spiegel treten beim Sheehan-Syndrom, bei Veränderungen der Hypophyse, des Hypothalamus oder des Hypophysenstiels auf
  • Ein Mangel an ACTH bewirkt eine Atrophie (Verkümmerung) der Nebennierenrinde
59
Cardlink
0
Limbisches System
  • Funktionseinheit des Gehirns, die der Verarbeitung von Emotionen und der Entstehung von Triebverhalten dient
  • Ist dem Hypothalamus übergeordnet
  • kortikale (die Gehirnrinde betreffende) und mesencephale (das Mittelhirn betreffende) Anteile
  • für die Ausschüttung von Endorphinen, also körpereigenen Opioiden verantwortlich
60
Cardlink
0
Hypothalamus
  • Abschnitt des Zwischenhirns (Diencephalon) im Bereich der Sehnervenkreuzung (Chiasma opticum)
  • Medial wird der Hypothalamus vom dritten Ventrikel, kranial vom Thalamus begrenzt
  • Das Infundibulum, der sogenannte Hypophysenstiel, verbindet den Hypothalamus mit der Hypophyse, deren Hinterlappen noch als Teil des Hypothalamus bezeichnet wird
  • Der Hypothalamus bildet Effektorhormone, Releasing- und Inhibiting-Hormone, verschiedene Neuropeptide und Dopamin
  • Er steuert damit die vegetativen Funktionen des Körpers
  • das wichtigste Steuerzentrum des vegetativen Nervensystems
  • Aufrechterhalten der Homöostase (Temperatur, Blutdruck, Osmolarität)
  • Regulation der Nahrungs- und Wasseraufnahme
  • Circadiane Rhythmik (innere Uhr) und Schlaf
  • Steuerung des Sexual- und Fortpflanzungsverhaltens (Sexualzentrum)
61
Cardlink
0
Erregungsbildungs- Reizleitungssystem des Herzen
  • Arbeitsmyokard = quergestreiften, fibrillenreichen, sarkoplasmaarmen Fasern, die mechanische Arbeit leisten
  • Fibrillenarme und sarkoplasmareiche Muskelzellen für die Erregungsbildung und -leitung
  • Sinusknoten (Nodus sinuatrialis), Atrioventrikularknoten (Nodus artioventricularis), His-Bündel mit dem rechten und linken Schenkel (Fasciculus atrioventricularis) und die Purkinje-Fasern
  • Erregungen werden auf Arbeitsmyokard übertragen, Ergebnis ist die Kontraktion (Systole)
62
Cardlink
0
Fetaler Herzkreislauf
  • Unterscheidet sich von dem des Adulten
  • die Plazenta übernimmt die sauerstoffversorgende Rolle, indem sie sauerstoffreiches Blut über die Nabelvene zum Fetus und zurück leitet
  • die Nabelvene (V. umbilicalis) vereinigt sich mit der Vena portae und zieht zur Leber
  • Von dort gelangt das Blut in die Vena cava caudalis und in den rechten Vorhof
  • Nur ein geringer Teil davon wird in die rechte Kammer weitergeleitet
  • Der Hauptanteil des Blutes fließt durch das Foramen ovale, eine Öffnung in der Vorkammerscheidewand, direkt in den linken Vorhof, da die Lunge noch nicht belüftet ist und somit auch noch nicht funktionell durchblutet wird und durch den Ductus arteriosus (oder auch Ductus arteriosus Botalli) aus der Lungenschlagader in die Aorta
Flashcard set info:
Author: Andreas
Main topic: Tierheilpraktiker
Topic: Anatomie/Physiologie/Krankheiten v. Herz/Kreislauf/Endokrine System Hund/Katze/Pferd
School / Univ.: ATM
City: Bad Bramstedt
Published: 02.01.2017
 
Card tags:
All cards (62)
no tags
Report abuse

Cancel
Email

Password

Login    

Forgot password?
Deutsch  English