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All main topics / Tierheilpraktiker / Anatomie/Physiologie - Bewegungsapparat der Haussäugetiere

Anatomie/Physiologie - Bewegungsapparat der Haussäugetieren (273 Cards)

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Lage und Richtungsbezeichnungen am Tier
  • Medianebene teilt den Rumpf in eine gleichgroße linke und rechte Körperhälfte
  • Sagittalebenen verlaufen parallel links und rechts der Medianebene
  • Transversalebenen teilen den Tierkörper in beliebig viele Querscheiben
  • Horizontalebenenverlaufen parallel zum Boden
  • cranial - caudal = von der medialen Longitudilanachse nach vorne und hinten (cranium = Kopf, cauda = Schwanz)
  • dorsal - ventral = von der medialen Sagittalachse nach oben und unten (dorsum = Rücken, venter = Bauch)
  • lateral - medial = von der medialen Longitudinalachse nach außen und innen
  • median = in der Mitte/auf der Mittellinie
  • proximal = zum Körpermittelpunkt/körpernah gelegen
  • distal = vom Körpermittelpunkt entfernt gelegen
  • rostal = schnauzenwärts (vom Occiput zur Schnauze, rostrum = Schnauze, Schnabel, Rüssel)
  • nuchal = von der Schnauze zur linea nuchae, ligamentum nuchae (Nackenlinie, Nackenband) gelegen
  • nasal = zur Nase hin
  • alveolar = zu den Zahnalveolen hin
  • occipital = zum Hinterkopf/Hinterhauptbein gelegen
  • orbital = zur knöchernen Augenhöhle hin
  • temporal = seitlich gelegen, schläfenwärts (Tempora)
  • palmar = handflächenwärts (ab Handwurzelgelenk)
  • dorsum manus = Handrückenwärts
  • plantar = fußsohlenwärts (ab Fußwurzelgelenk)
  • dorsum pedis = Fußrückenwärts
  • axial = zur Zehenachse hin zeigend (ab Zehen/Finger)
  • abaxial = von der Zehenachse weg
  • superior = im Raum oben
  • inferior = unten liegend
  • dexter = rechts
  • sinister = links
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Cauda
  • Schwanz
  • begrenzt durch das Ende des Kreuzbeins
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Membra thoracica
Vorder- oder Schultergliedmaßen
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Membra pelvina
Hinter- oder Beckengliedmaße
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Epiphysenfuge
Knorpelschicht zwischen Epiphyse und Diaphyse
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Facies
Fläche (Knochen)
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Tuberositas
kleinere Erhabenheiten am Knochen
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Processus
Knochenfortsatz, -stachel, -dorn
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Christa
leistenartige Knochenstruktur
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Condylus
walzenartige Knochenstruktur
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Osteozyten
Knochenzellen
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Interzellularsubstanz
  • verbindet Osteozyten
  • amorphe Masse (Proteoglycane)
  • von kollagenen Fasern durchzogen
  • produziert von Knochen bildenden zellen (Osteozyten)
  • Einlagerung von Hydroxyapatitkristallen ( 85% Calciumphosphat)
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rostal - nuchal
rostal = schnauzenwärts (vom Occiput zur Schnauze, rostrum = Schnauze, Schnabel, Rüssel)
nuchal = von der Schnauze zur linea nuchae, ligamentum nuchae (Nackenlinie, Nackenband) gelegen
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Tuberositas radii
  • knöcherne Aufrauhung am Radius (Speiche)
  • bildet die Ansatzstelle der Hauptsehne des Musculus biceps brachii
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Tuberculum supraglenoidale
  • kleiner Knochenhöcker oberhalb der Gelenkpfanne der Scapula
  • Hier haben das Caput longum des Musculus biceps brachii und die Ligamenta glenohumeralia ihren Ursprung
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Epycondyli (Plural)
  • kräftige Muskelknorren bilateral des Kondylus
  • Anheftungsstellen für die Muskulatur der distalen Schultergliedmaße
  • Kaudolateral der schwächere Epicondylus lateralis für die Karpal- und Zehengelenksstrecker
  • Kaudomedial der stärkere Epicondylus medialis für die Karpal- und Zehengelenkbeuger
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Condylus humeri
  • distales Endstück des Humerus
  • Gelenkknorren
  • bildet mit den Knochen des Unterarms, der Elle (Ulna) und Speiche (Radius) das Ellbogengelenk (Articulatio cubiti)
  • Bei Hund und Katze ist der Gelenkknorren geteilt in eine größere mediale Gelenkrolle (Trochlea humeri) für die Artikulation mit der Ulna und ein laterales Köpfchen (Capitulum humeri) zum Radius
  • Bei Huftieren sind Führungskämme ausgebildet
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Skeleton antebrachii
  • Skelett dees Unterarms
  • gebildet von der Speiche (Radius) und der Elle (Ulna)
  • Pronationsstellung (Drehbeweglichkeit von Radius um Ulna = Handrücken dorsal = Einwärtsdrehung)
  • Supinationsstellung (Handrücken ventral = Auswärtsdrehung)
  • Bei Katze ist ein derartiges Drehen eingeschränkt, beim Hund noch geringfügig möglich
  • Bei Pferd und Wiederkäuer sind Radius und Ulna knöchern verwachsen
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Spina scapulae
  • Schultergräte
  • eine kompakte, quer über die Rückenfläche des Schulterblatts laufende Knochenleiste, die das Schulterblatt in die Fossa supraspinata und die Fossa infraspinata teilt
  • beginnt relativ flach am Margo medialis mit einer glatten dreieckigen Fläche, über die der Ansatz des kaudalen Anteils des Musculus trapezius gleitet
  • Auf Ihrem Weg zur Seite hin gewinnt die Gräte an Höhe und endet im Acromion, welches das Schultergelenk überdacht
  • Lediglich bei Pferden läuft die Schultergräte flach aus
  • Am oberen Teil der Spina setzt der Musculus trapezius an, im unteren Teil der Musculus deltoideus
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Prozessus Coracoideus
  • Rabenschnabelfortsatz
  • ein starker hakenförmig gebogener Knochenfortsatz, medial der Schulterblattbeule
  • entspringt kopfwärts des Schulterblattkopfs und zieht zunächst nach Richtung Kopf und Körpermitte, um dann nach bauch- und seitwärts zu schwenken
  • Am Processus coracoideus entspringen der kurze Kopf (Caput breve) des Musculus biceps brachii und der Musculus coracobrachialis
  • Des Weiteren setzen hier der kleine Brustmuskel (Musculus pectoralis minor) sowie diverse Bänder an
  • Der Processus coracoideus der Säugetiere ist ein Rudiment des Rabenbeins (Os coracoideum), das bei Vögeln noch der kräftigste Knochen des Schultergürtels ist
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Acromion
  • Die Schulterhöhe oder Gräteneck (Acromion, griechisch für ,Schulterknochen‘) geht aus der Schultergräte hervor und bildet beim Menschen den höchsten Punkt des Schulterblatts
  • Bei Pferden und Schweinen ist es nicht ausgebildet
  • Die obere Fläche (Facies superior) ist aufgeraut und dient wie auch der seitliche Rand des Acromions als Ursprung für den Musculus deltoideus
  • Hier liegt der Knochen direkt unter der Haut und kann als anatomischer Bezugspunkt palpiert werden
  • Bei Raubtieren (z. B. Hund, Katze) ist das Acromion zum Processus hamatus verbreitert
  • Bei Katzen und Hasenartigen trägt der Processus hamatus noch einen nach hinten gerichteten hakenförmigen Fortsatz (Processus suprahamatus)
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Fossa infraspinata
  • kaudal der Spina scapulae gelegene Grube des Schulterblatts (Scapula)
  • In ihr entspringt der Musculus infraspinatus
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Fossa subscapularis
  • Knochenvertiefung auf der ventralen/medialen Seite des Schulterblatts (Scapula)
  • Sie ist der Abschnitt der Facies costalis scapulae, an der der Musculus subscapularis seinen Ursprung hat
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Knochenabschnitte Ossa longa
  • Röhrenknochen
  • Diaphyse = Knochenschaft, kräftige Kompakta umschließt eine Markhöhle
  • Epiphyse (proximal/distal) = Knochenende, dünne Corticalis (Rinde) umgibt Spongiosa (schwammartige Knochensubstanz), mit anderen Knochen in gelenkiger Verbindung
  • Epiphysenfuge = Knorpelschicht zwischen Diaphyse und Epiphyse
  • Apophyse = keine gelenkige Verbindung zu anderen Knochen, zumeist Ansatzstelle für Muskeln
  • Apophysenfuge = Knorpelschicht als Trennung zum restlichen Knochen
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Epiphyse
Knochenende (proximal, distal), dünne Corticalis (Rinde) umgibt Spongiosa (schwammartige Knochensubstanz), mit anderen Knochen in gelenkiger VerbindungAntwort
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Apophyse
keine gelenkige Verbindung zu anderen Knochen, zumeist Ansatzstelle für Muskeln
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Knochenmark
  • Das Knochenmark befindet sich in den von Spongiosabälkchen durchzogenen Markräumen der meisten Knochen, vor allem der langen Röhrenknochen und der platten Knochen von Schädeldach, Rippen oder Sternum. Es macht ca. 5% des Körpergewichts aus
  • Dabei unterscheidet man nach makroskopischen Gesichtspunkten zwischen zwei verschiedenen Formen von Knochenmark: Rotes Knochenmark (Medulla ossium rubra), Gelbes Knochenmark (Medulla ossium flava)
  • Im roten Knochenmark findet man Stammzellen und Precursorzellen von Monozyten, Erythrozyten, Granulozyten und Thrombozyten (Zellen der "myeloischen Reihe") verschiedener Reifungsstufen, die in retikuläres Bindegewebe eingelagert sind
  • Das gelbe Knochenmark wird auch Fettmark genannt. Es befindet sich hauptsächlich in den Diaphysen der Röhrenknochen. Die Farbe kommt durch Retikulumzellen zustande, in die große Mengen Fett eingelagert sind. Gelbes Knochenmark ist nicht mehr an der Blutbildung beteiligt, da es keine pluripotenten Stammzellen mehr enthält

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Spongiosa
  • "Substantia spongiosa"
  • Es handelt sich um ein schwammartig aufgebautes System aus feinen Knochenbälkchen (Trabekeln). Bei den platten Knochen bezeichnet man die Spongiosa als Diploë. Die Spongiosa liegt im Inneren der Knochen und wird nach außen hin von der Kortikalis (Substantia compacta) umhüllt. In den Hohlräumen des von den Spongiosabälkchen gebildeten „Schwammes“ befindet sich das Knochenmark
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Ossa plana
  • Platte Knochen
  • zwei Knochentafeln umschließen Spongiosa (z.b. scapula, os ilium) oder einen Hohlraum = Sinus (z.b. Oberkieferknochen, Stirnbein)
  • Zu den Ossa plana zählen:Platte Schädelknochen (z.B. Os parietale, Os occipitale), Scapula (Schulterblatt), Sternum (Brustbein), Costae (Rippen), Os coxae (Becken)
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angulus mandibulae
Unterkieferwinkel
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incisora vasorum
  • Kerbe am Unterkieferknochen, Ventralrand des Corpus mandibulae
  • Lage der Arteria Facialis, wird zur Pulsprüfung herangezogen
  • Speichelfistel, Speichelgangsöffnung
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foramen mentale
  • foramen = Öffnung
  • mentum = Kinn
  • Knochenöffnung an der Außenseite des Unterkiefers
  • Durchführung von Nervus mentalis, Arteria und Vena mentalis
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Kopfskelett
  • Dachfläche, Calvaria
  • Stirn, Glabella (Os frontale)
  • Geschichtsschädel, Viscero-, Splanchnocranium (Sitz der Sinnesorgane)
  • Hirnschädel, Neurocranium (Sitz von Groß-, Kleinhirn)
  • Seitenwände, Partes laterales
  • Schädelbasis, Basis cranii
  • Unterschädel, Mandibulae (2 Stk.)
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Übersicht Schädel
  • einheitlicher Oberschädel
  • Nähte (Fontanellen) zwischen oberen Kopfknochen verknöchern
  • zwei Hohlräume = Hirnhöhle (Cavum cranii, caudal) und Nasenhöhle (Cavum nasi, rostal)
  • ventral angelagert = Unterkiefer und Zungenbein
  • Siebbein, Os ethmoidale = Grenze zwischen Gesichts- und Hirnschädel (nicht sichtbar, Teil der Nasenhöhle, Gesichtsplatte)
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Knochenhöhlen Schädel
  • Knochenhöhlen für die Sinnesorgane
  • Felsenbein, Abschnitt des Schläfenbeins = Sitz Gehör- und Gleichgewichtsorgan
  • Augenhöhle, Orbita, gebildet von Knochen des Hirn- und Gesichtsschädels = Sitz Sehorgan
  • Nasengrund, caudaler Abschnitt der Nasenhöhle = Riechorgan
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Christa facialis
Jochbeinleiste, Ursprung der oberflächlichen Gesichtsfaszie, Usprung Kaumuskel (M. masseter)
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Arcus zygomaticus
  • Jochbeinbogen
  • Caudale Fortsetzung der Christa facialis
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foramen infraorbitale
  • "Unteraugenloch"
  • Hier treten der Nervus infraorbitalis (Teil des N. maxilaris = Teil des 5. Gehirnnervs, N. Trigeminus) und die Arteria infraorbitalis sowie die Vena infraorbitalis aus
  • Innerviert (versorgt) gesamten Bereich der Nüstern, Oberlippe und Gaumen (Zahnfleisch)
  • einer der Trigeminus-Druckpunkte = Akupunkturpunkt Ma2
  • Lokalanästhesie, Leitungsanästhesie
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foramen supraorbitale
  • kleiner Knochenkanal im Stirnbein (Os frontale), dicht oberhalb des Orbitarandes
  • Verbindung zur Augenhöhle
  • Durch ihn ziehen u.a. der Nervus supraorbitalis (Augapfelnerv)und die Arteria und Vena supraorbitalis
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Fossa temporalis
  • Schläfengrube
  • greift Processus coronoideus des Unterkiefers ein
  • enthält folgende anatomischen Strukturen: Musculus temporalis (Schläfenmuskel), Nervus auriculotemporalis (Ohr-, Schläfennerv), Nervus zygomaticotemporalis (Ast des N. zygomaticus, versorgt Haut über der Schläfe), Arteria temporalis superficialis (oberflächliche Schläfenarterie), Arteriae temporales profundae (tiefe Schläfenarterie)
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Brachycephalie
  • Kurzköpfigkeit
  • besonders kurzer Angesichtsschädel
  • Fehlentwicklung von Nasenbein, Nasenmuscheln, Gaumenbein und Oberkiefer
  • Probleme im Bereich der Atemwege, zu langes Gaumensegel, "Schnarchgeräusche"
  • kontinuierlicher Tränenfluss (Tränenstraße)
  • Stenosen (Verengungen) des Tränen-Nasenkanals
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Neurocranium
  • Hirnschädel, besteht aus
  • Hinterhauptbein, Os occipitale
  • Scheitelbein, Os parietale
  • Zwischenscheitelbein, Os interparietale
  • Schläfenbein, Os temporale
  • Keilbein, Os sphenoidale
  • Anteile des Stirnbeins, Os frontale
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Viscero-, Splanchnocranium
  • Gesichtsschädel
  • Jochbein, Os zygomaticus
  • Tränenbein, Os lacrimale
  • Stirnbein (rostaler Anteil), Os frontale
  • Nasenbein, Os nasale
  • Zwischenkieferbein, Os incisivum (obere Schneidezähne verankert)
  • Oberkiefer, Os maxillare
  • Unterkiefer, Os mandibulare
  • Gaumenbein, Os Palatinum
  • Unteraugenloch, Foramen infraorbitale (N. infraorbitalis)
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Christa sagittalis externa
kräftige mediane Knochenleiste am oberen Schädeldach
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Ossa brevia
  • "kurze Knochen"
  • Hierunter versteht man kurze, kompakte, würfel- oder zylinderförmige Knochen wie die Hand- und Fußwurzelknochen
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Ossa sesamoidea
  • Die Sesambeine oder Sesamknochen sind variabel auftretende Knochen, die vor allem als funktioneller Bestandteil von Sehnen auftreten
  • Der größte Sesamknochen ist die Kniescheibe (Patella)
  • Druck- / Gleitkörper
  • Pferd: Gleichbeine (Ossa sesamoidea proximalia) zwei Stück zwischen dem Fesselbein (Os compedale) und dem Röhrbein (Os metacarpale tertium bzw. Os metatarsale tertium)
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Osteogenese
  • Osteogenese bezeichnet die Bildung eines individuellen Knochens
  • Während der Entwicklung können Knochen auf zwei Wegen entstehen:
  • aus Bindegewebe: desmale Osteogenese (Ossifikation)
  • aus Knorpelgewebe: chondrale Osteogenese (Ossifikation), durch Anlagerung von Knochengewebe an bestehendes: appositionelle Ossifikation
  • Ossifikation (von lat. Os „Knochen“) ist die Bildung von Knochengewebe im Wachstum, nach Brüchen oder bei pathologischer (krankhafter) Verknöcherung
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Desmale Ossifikation
  • Die desmale Ossifikation oder direkte Ossifikation ist eine Form der Bildung von Knochengewebe (Ossifikation), bei der der Knochen direkt aus dem embryonalen Bindegewebe gebildet wird
  • Der durch desmale Ossifikation gebildete Knochen heißt Deck-, Bindegewebs- oder Belegknochen
  • Bei der desmalen Ossifikation entsteht der Knochen direkt aus gut vaskularisiertem Mesenchym, indem sich multipotente Mesenchymzellen zu Osteoblasten differenzieren, die dann die Produktion von Osteoid (Knochengrundsubstanz) aufnehmen
  • Die desmale Ossifikation kommt bei der Bildung der platten Schädelknochen (z.B. Os frontale, Os parietale), des Gesichtsschädels (z.B. Mandibula) und der Clavicula zum Einsatz
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Fontanelle
  • Fontanelle (altfranz. "kleine Quelle") bezeichnet dabei den noch nicht durch knöcherne oder knorpelige Strukturen umfassten Bereich des Schädels von Neugeborenen bzw. Säuglingen oder allgemeiner von neugeborenen Wirbeltieren
  • Sie ist eine fortlaufende Einheit aus inneren und äußeren häutigen Schichten am Schädel an Stellen ohne knöcherne oder knorpelige Schichten
  • Es sind Stellen, an denen mindestens drei Abdeckplatten des Schädels noch nicht vollständig aneinander angrenzen
  • Rassespezifisch beim Hund: kleine Zuchtrassen
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Chondrale Ossifikation
  • Die chondrale Ossifikation oder indirekte Ossifikation ist eine Form der Bildung von Knochengewebe (Ossifikation), bei der der Knochen nicht direkt aus dem Bindegewebe, sondern über eine Zwischenstufe aus Knorpel gebildet wird
  • Perichondrale und Enchondrale Ossifikation
  • Der durch chondrale Ossifikation gebildete Knochen heißt Ersatzknochen
  • Differenzierung von Mesenchymzellen zu Chondroblasten
  • Produktion wasserreicher Grundsubstanz, knorpeliges Vorskelett
  • Es entspricht in seiner Gestalt im wesentlichen dem endgültigen Knochen
  • Während diese Knochenmatrix wächst, wird der Knorpel durch Chondroklasten kontinuierlich abgebaut und mit Hilfe von Osteoblasten durch Knochen ersetzt
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Perichondrale Ossifikation
  • Bildung einer Knochenmanschette um das Mittelstück des Knorpelstäbchens durch dermale Ossifikation
  • Gefäßeinsprossung
  • Mesenchymzellen gelangen in das Knorpelinnere
  • Differenzierung zu Chondroklasten und Osteoblasten
  • Ausgangspunkt einer Verknöcherung = Ossifikationskern
  • Verknöcherung beginnt in der Mitte Knorpelstäbchens und setzt sich zu beiden Enden hin fort
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Enchondrale Ossifikation
  • lokal zwischen Diaphyse und Epiphyse ablaufend
  • Herabsetzung/Stopp der Zellteilungsrate in der Pubertät (Einfluss der Geschlechtshormone)
  • Verknöcherung der Epiphysenfugen und Verbindung aller Ossifikationskerne
  • Individuum ist nun ausgewachsen
  • Knochengewebe zunächst von hartgummiähnlicher Konsistenz (Faserknochen)
  • wird zum reifen Lamellenknochen durch sekundäre Einlagerung von Mineralsalzen, insbesondere Calcium und Phosphor zur Stabilität
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Produkte der Osteogenese
  • unreifer Geflechtknochen
  • reifer Lamellenknochen
  • Auflösung des Geflechtknochens durch Osteoklasten
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Aufbau Lamellenknochen
  • "Lamellen/Bälkchen", Osteone (Manschettenkörper) richten sich entlang der Belastungslinie aus
  • Osteone bilden um sich Blutgefäße, HAVERS-Gefäße
  • Osteozyten lagern sich circulär um die HAVERS-Gefäße
  • Osteozyten stehen über fingerförmige Ausstülpungen in Kontakt (Canaliculi ossiculari)
  • das HAVERS-Gefäß steht über das VOLKMAN-Gefäß mit den Blutgefäßen des Periost in Verbindung
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Osteopathien
  • Rachitis-Osteomalazie-Komplex
  • Osteoporose
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Rachitis-Osteomalazie-Komplex
  • Knochenweiche
  • fehlerhafte Knochen-Mineralisierung (Vitamin D-Mangel)
  • Knochen-Deformation und Frakturneigung
  • bei Jungtier = Rachitis
  • bei adultem Tier = Osteomalazie
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Osteoporose
  • Knochenschwund
  • Abnahme der Knochedichte und -masse bei unverändertem Mineralisierungsgrad
  • * poröse, dünne, brüchige Knochen
  • 17 Betaestradiol (weibliches Geschlechtshormon) greift in Knochenaufbau ein
  • mögliche Ursachen: alimentär = Protein- und Energieunterversorgung, Calcium Mangel; Immobilisation;  Glucocorticoid-Gabe (Cortison); Menopause (letzte spontane Menstruation ben einer Frau, der keine ovariell ausgelöste Blutung aus der Gebärmutter mehr nachfolgt, Ende der Fruchtbarkeit, Änderung des Hormonhaushaltes)
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Röhrenknochen
  • Ossa longa
  • alle Gliedmaßen
  • Os humerale
  • Os femorale
  • Os tibiae
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Ossa brevia
  • kurze Knochen
  • Wirbelknochen (ossa vertrebae)
  • Carpalgelenksknochen
  • Tarsalgelenksknochen
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Ossa plana
  • platte, breite Knochenformen
  • Scapula (Schulterblatt)
  • Schädelknochen
  • Os frontale (Stirnbein)
  • Os maxillare (Oberkieferbein)
  • Os temporale (Schläfenbein)
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Ossa sesamoidea
  • Sehnenknochen, Sehnenstütze
  • Kniescheibe, Patella = Sehnenstütze der Ansatzsehne des großen Kniestreckers, M. quadriceps femoris
  • Strahlbein des Pferdes, Os naviculare
  • Gleichbeine des Pferdes, Ossa sesamoidea proximalia
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Skelett des Stammes
  • Wirbelsäule, Columna vertrebralis
  • Rippen, Costae
  • Brustbein, Sternum
  • Brustkorb, Thorax
  • Lenden- und Kreuzwirbel
  • Becken
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Columna Vertrebralis
  • Halswirbelsäule
  • Brustwirbelsäule
  • Lendenwirbelsäule
  • Kreuzbein
  • Schwanzwirbelsäule
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Wirbel
  • Vertebra(e), fem.
  • einheitlicher Aufbau
  • Wirbelkörper, Corpus vertrebrae, ventral gerichtet
  • Wirbelbogen, Arcus vertrebrae, dorsal gerichtet
  • Wirbelfortsatz, Processus vertrebrae
  • Foramen vertebrae, Rückenmarksöffnung
  • Wirbelkanal, Canalis vertrebralis
  • Einziehung an der Basis des Wirbelbogens, Incisura cranialis/caudalis
  • Zwischenwirbelloch, Foramen intervertebrale (Rückenmarksnerven, Nervi spinales)
  • die Enden der Wirbelkörper sind verbunden durch Zwischenwirbelscheiben, Disci Intervertebrales (Bandscheiben)
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Disci intervertebrales
  • Zwischenwirbelscheiben, Bandscheiben
  • Faserknorpelring, Anulus fibrosus
  • Gallertkern, Nucleus pulposus
  • Stoßdämpfung im Bereich der Wirbelsäule
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Bandscheibenvorfall
  • Prolapsus discii intervertebralis
  • "Discusprolaps", "Discopathie"
  • Rückenmark wird gequetscht
  • Prädisposition alle Hunderasse, "Dackellähme"
  • Bruch/Riss des Anulus fibrosus mit Austritt des Nucleus pulposus
  • fortgeschrittenes Stadium mit Lähmung der Hinterextremitäten
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Halswirbel
  • Vertebrae cervicales
  • 7 Stk. bei allen Haussäugetieren
  • 1. u. 2. HW für Kopfbewegung, Atlas und Axis
  • 3. bis 7. nehmen an Länge zu
  • zweigeteilte Querfortsätze, cranial = Tuberculum ventrale, caudal = Tuberculum dorsale
  • Foramen vertebrae am 6. und 7. HW größerer Durchmesser
  • zwei Durchgangsöffnungen in den Querfortsatz, Canalis transversalis, zieht Vena-, Arteria- und Nervus vertebralis durch
  • Gelenkfortsätze großflächig und nahezu horizontal - Seitwärtsbewegung des Kopfes
  • 7. HW deutlicher Dornfortsatz (Processus spinosus), caudal Rippengrube
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Vertebrae thoracicae
  • Brustwirbel
  • Hund, Katze 13 Stk. (12-14) BW
  • Pferd 18 (!)
  • ident mit Anzahl der Rippen
  • Corpus vertebrae ist kurz und flach
  • halbmondförmige Rippengruben, Fovea costales craniales/caudales
  • Processus transversi (Querfortsätze) mit Fovea costales processus transversi
  • Zitzenfortsätze caudal verschmelzen mit Proc. articulares zu Proc. mamilloarticulares
  • Proc. spinosi spitz und lang, Foveae articulares craniales/caudales
  • Vertrebra anticlinalis, bei Hund u. Katze der 10. BW, beim Pferd der 16. BW = diaphragmatischer BW = Ansatz von Zwerchfell, Zugkräfte bewirken Aufrichtung des Proc. spinosus = Richtungsänderung, gut palpierbar
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Vertebrae lumbales
  • Lendenwirbel
  • Hund und Katze 7 Stk.
  • Pferd 6 Stk.
  • Processus spinosi sind craniodorsal ausgerichtet und niedrig
  • Canalis vertebralis deutlich und weit
  • Intumecentia lumbalis (Aufschwellung Lumbalmark), die Medulla spinalis (Spinalnerven) kommt hier zu liegen
  • seitliche Bewegungen sind unmöglich
  • kräftige Christa ventralis
  • Processus costales bzw. transversi lang und flach (Rudimente von Rippen), weit ausladend, beim Flfr. cranioventral geneigt, beim Pferd horizontal
  • Ankylosierung (Verschmelzung) der letzten beiden Querfortsätze der LW, der letzte LW ist verschmolzen mit dem Kreuzbein
  • Foramen intervertebrale daher hier nicht mit dorsalem und ventralen Ausgang
  • Spatia interarcualia (Öffnung zwischen Wirbelbogen) eng
  • Spatium interarcuale lumbosacrale zwischen letztem LW und Kreuzbein = Injektitons- und Punktionsstelle
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Vertebrae sacrales
  • Kreuzwirbel
  • Hund und Katze 3 KW
  • Pferd 5 KW
  • verwachsen zum Kreuzbein, Os sacrum, physiologische Ankylosierung
  • meist dreiseitig, Flfr. 4-seitig
  • Basis ossis sacri
  • Partes lateralis
  • Apex ossis sacri (nach Caudal die Kreuzbeinspitze)
  • ventral Promontorium ossis sacri
  • Alae (Flügel) sacralis
  • Facies auricularis (dorsal), "Ohrmuschelfläche" = Gelenksfläche zum Darmbein, Art. illiosacralis
  • Tuberositas sacralis (Anheftung der Kreuz- Darmbeinbänder)
  • Processus spinosi
  • Processus transversi zur Christa sacralis lateralis verschmolzen, Christa sacralis intermedia
  • Foramina sacralia ventralia/dorsalia (Plexus lumbosacralis)
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Vertebrae caudales
  • Schwanzwirbel
  • Hund und Katze: 20 - 30 SchW
  • Pferd: 15 - 21 SchW
  • kontinuierliche Größenabnahme
  • Verlust von Corpus Arcus und Processus als Wirbelmerkmale
  • Os Arcus haemalis = letzter SchW, sanduhrförmig eingeschnürt
  • Proc. Haemales, paramedian an Ventralfläche der Wirbelkörper, Flfr: 5. - 15 SchW, eine Art "Leitungsbahnschiene für Nerven und Blutgefäße
  • Spatia intervertebralia zwischen Kreuzbein und 1. SchW ebenso erweitert wie die nachfolgenden Zwischenräume und daher zur Injektion geeignet
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Ankylose
Die Ankylose ist der medizinische Fachausdruck für die durch Krankheitsprozesse im Inneren eines Gelenks bedingte, vollständige Gelenksteife. Diese kann bedingt sein durch Verknöcherung des Gelenkspalts oder durch im Inneren des Gelenkes befindliche Narbenzüge.
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Processus vertebrae
  • Wirbelfortsatz
  • Dornfortsätze, Proc. spinosus, ventral
  • Querfortsätze, Proc. transversi (mind. 2 Stk.)
  • Gelenkfortsätze, Proc. articulares cranialis/caudalis
  • Zitztenfortsätze, Proc. mamillares (nur cranial an BW und LW zwischen Quer- und cranialen Gelenkfortsätzen)
  • Hilfsfortsätze, Proc. accessorii (nur am letzten Brustwirbel beim Fleischfresser, Schwein und sämtlichen Lendenwirbeln des Fleischfressers zwischen Quer- und caudalen Gelenkfortsätzen)
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Knochenphysiologie
  • Stabilität
  • Ursprung und Ansatz der Muskulatur
  • größtes Reservoir für Calcium und Phosphor (1,4 - 1,6 : 1)
  • Parathormon der Nebenschilddrüse
  • 3 Hormone zur Calcium-Phosphor-Homöostase: Vitamin D, Parathormon, Calcitonin
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Organknochen
  • Herzbasis-Knochen
  • Labyrinthknochen im Innenohr
  • Os penis (Hund)
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Chondroklasten
  • Chondroklasten sind die mehrkernige (polynukleäre) Zellen, die für den Abbau von Knorpelgewebe verantwortlich sind
  • Chondroklasten treten im Rahmen der chondralen Ossifikation auf,sie bauen die Knorpelsubstanz ab, die anschließend durch Knochen ersetzt wird
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Osteoblasten
Zellen, die für die Knochenbildung verantwortlich sind. Sie entwickeln sich aus undifferenzierten Mesenchymzellen, embryonalen Bindegewebszellen. Sie lagern sich an Knochen hautschichtartig an und bilden indirekt die Grundlage für neue Knochensubstanz, die Knochenmatrix
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Mesenchymzellen
  • Mesenchym (griech., ‚das Mittenhineingegossene‘) bildet zusammen mit dem gallertigen Bindegewebe das embryonale Bindegewebe.
  • Aus dem Mesenchym entwickelt sich:
  • lockeres, straffes und retikuläres Bindegewebe
  • Knochen und Knorpel
  • glatte Muskulatur und Herzmuskel
  • Niere und Nebennierenrinde
  • Blutbildendes System, Blut- und Lymphgefäße
  • Mesenchymale Stammzellen besitzen eine hohe Teilungsrate (Mitoserate) und werden als multipotent bezeichnet, da sie sich in viele verschiedene Gewebe differenzieren können


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Osteoklasten
  • Osteoklasten sind mehrkernige Riesenzellen, die durch Fusion von mononukleären Vorläuferzellen aus dem Knochenmark entstehen
  • Sie gehören zum mononukleär-phagozytären System (MPS)
  • Ihre Hauptaufgabe ist die Resorption der Knochensubstanz
  • Die Mineralsalze des Knochens werden durch einen erniedrigten pH-Wert im Zwischenraum zwischen dem Osteoklasten und der Knochensubstanz herausgelöst
  • Dieser pH-Wert wird durch durch aktiven Protonentransport aufrechterhalten
  • Die Osteoklasten geben proteolytische Enzyme ab, welche die kollagene Knochenmatrix auflösen
  • Anschließend werden die dabei freigesetzten Kollagenfragmente phagozytiert(Aufnahme extrazellulärer, fester Partikel durch Zellen)
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Geflechtknochen
Geflechtknochen ist eine primäre unreife Form des Knochens, bei dem die Kollagenfasern der Knochenmatrix nicht ausgerichtet, sondern kreuz und quer verlaufen, d.h. miteinander verflochten sind
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Lamellenknochen
  • Lamellenknochen ist eine Form des Knochens, bei dem die Kollagenfasern der Knochenmatrix geordnet, d.h. parallel ausgerichtet verlaufen
  • Lamellenknochen bildet sich sekundär durch schrittweise Strukturierung aus Geflechtknochen
  • Die Ausrichtung der Fasern erfolgt durch Umbauprozesse infolge der mechanischen Belastung des Knochens
  • Aufgrund seiner Faserstruktur ist Lamellenknochen deutlich belastungsfähiger als Geflechtknochen
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Bewegung nach Achsen
  • Transversalachse (von links nach rechts)= Flexion (Beugung) und Extension (Streckung)
  • Sagittalachse (von vorne nach hinten) = Adduktion und Abduktion
  • Longitudinalachse (von oben nach unten) = Torsion, Innen- u. Außenrotation
  • Longitudilalachse längs der Gliedmaßen = Supination (Handfläche nach oben), Pronation (Handfläche nach unten)
  • Supination bei Pferden nicht möglich, die Elle ist stark rudimentiert
  • Bei Fleischfressern spez. bei der Katze möglich, bei Hunden anfangs möglich, später nicht mehr abgerufen und verkommt
  • Translationsbewegung = Schiebebewegung, bei planen Gelenksflächen, z.b. Wirbelsäule
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Gelenkarten/Articulatio (Art.)
  • Spaltfreie Knochenverbindung (Art. fibrosa, Art. cartilaginea)
  • Spalthaltige Knochenverbindung (Art. synovialis, einfach oder zusammengesetzt)
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Articulatio fibrosa
Spaltfreie Knochenverbindung - Bindegewebe als Zwischengewebe verbindet nach Geburt Elle und Speiche im distalen Bereich (Syndesmose = bandhaft), die einzelen Schädelknochen (Sutur = Naht) und den Zahn mit dem Zahnfach (Gomphose = Einkeilung), Wirbelsäule mit Bandscheiben
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Articulatio cartilaginea
Spaltfreie Knochenverbindung - Bei knorpelhaften Verbindungen werden die Knochenenden entweder durch hyalinen Knorpel (Synchondrose, z.b. Sternum - Brustbein, seber nur Gliederkette, die verknorpelt) oder Faserknorpel (Symphyse, z.b. Becken, Bandscheiben) zusammengehalten
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Synostose
die knöcherne Verbindung (Verschmelzung) zweier Knochen, die zuvor knorpelig oder bindegewebig verbunden waren, z. B. die knöcherne Verbindung der Kreuzwirbel zum Kreuzbein oder die Ausbildung eines Knochens aus mehreren miteinander verschmelzenden Knochenkernen, z. B. der drei Beckenanteile zum Hüftbein
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Os coccygis
  • Das Steißbein (lat. und medizinisch Coccyx bzw. Os coccygis) des Menschen ist der kaudale („zum Schwanz hin gerichtete“) beziehungsweise untere Abschnitt der Wirbelsäule und folgt auf das Kreuzbein (Os sacrum)
  • Es dient verschiedenen Bändern und Muskeln des Beckens, insbesondere des Beckenbodens und der Hüftgelenke, als Ansatzpunkt
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Anatomische Einteilung der Knochenverbindungen/Art. synovialis nach Bewegungsmöglichkeit
  • Kugelgelenk (Art. sphaeroidea - Schultergelenk, Hüftgelenk, 3-achsig)
  • Ellipsengelenk (Art. ellipsoidea - zw. Atlas und Hinterhauptbein, 2-achsig)
  • Sattelgelenk (Art. sellaris - prox. u. distale Zwischenzehengelenk, 2-achsig)
  • Walzengelenk/Wechselgelenk (Art. condylaris, 1-achsig)
  • Rad- oder Zapfengelenk (Art. trochoidea - zw. Atlas und Axis)
  • Schiebegelenk (Art. plana - Wirbelgelenke)
  • Straffes Gelenk (Amphiarthrose - Kreuzbein/Darmbeinbelenk, nur passive Bewegung möglich)
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Synovia
  • Gelenkschmiere - wird vom Stratum synovialis produziert und sorgt dafür, dass die knorpelüberzogenen Knochenenden besser aufeinander gleiten, wodurch weniger Reibungswärme produziert wird
  • In ihr sind auch alle Nährstoffe gelöst, die für die Ernährung des Gelenkknorpels erforderlich sind
  • lockt Mikroorganismen an bei traumat. Verletzung, oder einer Sepsis
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Ligamenta articularis
Gelenkbänder - die meisten sind als Seitenbänder, Kollateralbänder, ausgebildet, die ein Gelenk nicht nur stabilisieren, sondern die Bewegung auch in eine vorgegebene Richtung führen.
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Capsula Articulatio genus
  • Gelenkkapsel - umgibt allseitig die Gelenkhöhle
  • Ihre innere Lage ist das Stratum synovialis, deren Oberfläche durch Synovialzotten vergrößert wird und in dem Blut-, Lymphgefäße und Nerven liegen (Intima synovialis)
  • Ihre äußere Lage ist das Stratum fibrosum, das gefäß- und nervenfrei ist
  • heftet sich mit ihrer "Membrana fibrosa" u.a. an Außenränder der Menisken
  • Für jeden Condylus (Gelenkknorren) eine eigene Synovialhöhle - beim Pfd. vollständig getrennt)
  • durch Einschub der Menisken ergeben sich beim Art. genus eine proximale und eine distale Abteilung (Etage) der Gelenkshöhlen
  • lateraler Gelenksack: 2 Ausbuchtungen, Sulcus extensorius und umfasst dort als Schleimbeutel die Ursprungssehne des M. extensor digitorum pedis longus, die andere umschließt die Sehne des M. popliteus
  • medialer Gelenksack: bei Flfr. Sitz der VESALISCHEN Sesambeine als Sesambeine in der Ursprungssehne des M. gastrocnemius
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Retraktion
Zusammziehen von operiertem Gewebe bzw. Narbe, schränkt Bewegungsfähigkeit z.b. im Bereich eines Art. synovialis ein, gehört wieder auftrainiert.
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Hyaliner Gelenkknorpel bei Art. synovialis
  • Embryonale Hyaline Gelenkknorpel werden durch Skelett ersetzt durch Einlagerung durch Mineralien
  • hyalin = durchscheinend
  • Knorpel = Stütz- und Bindegewebe
  • hohes Wasserbindungsvermögen
  • Druck- und Stoßabsorption
  • keine Blutgefäße
  • kein Perichondrium (Knorpelhaut, umhüllt den Knorpel und enthält viele Gefäße, sowie Nervenendigungen und ist daher sehr schmerzempfindlich)
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Gelenkbänder
  • intraartikulär (z.b. Kreuzbänder im Knie, Oberschenkelkopfband), intrakapsulär (Schultergelenk), extrakapsulär (am häufigsten, Ligamenta, die außen auf der Gelenkkapsel aufliegen und z.T. verwachsen sind)
  • Bei Traumata, bzw. Zug auf Knochen entsteht dadurch z.b. eine schmerzhafte Knochenhautreizung/Anschwellung/Überbeine bzw. Exostosen im Gelenksbereich
  • sabilisierend, führend
  • ellastisch, kollagen
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Exostose
(von lateinisch ex ‚heraus‘ und os ‚Knochen‘) versteht man eine abgegrenzte Zubildung von kompakter Knochensubstanz (Compacta) mit Wachstum nach außen (Volksmund: „Überbein“). Die Exostose gehört zu den Hyperostosen und kann einerseits als hyperplastische Reaktion (auf einen Reiz hin, wie beispielsweise Druck auf diese Stelle, Überbeanspruchung eines Sehnenansatzes oder Entzündung der Knochenhaut) auftreten und wird dann auch als Osteophyt bezeichnet. Andererseits kann sie auch als gutartiger Tumor (Osteom) entstehen, wobei meist eine langsame Wachstumstendenz besteht.
(Oft Sprunggelenk, Fesselgelenk, Kronbein bei Pferd betroffen)
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Schale
Als Schale wird eine chronische Gelenkerkrankung (Arthrose)/Knochenzubildung der Zehengelenke (Kronbein) bei Huftieren, insbesondere bei Pferden bezeichnet. Sie äußert sich meist in einer Lahmheit auf einem oder mehreren Beinen. Im Frühstadium äußert sich die Erkrankung in einer Weichteilschwellung und erhöhter Körperwärme im betroffenen Gebiet.
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Perichondrium
Knorpelhaut, umhüllt den Knorpel und enthält viele Gefäße, sowie Nervenendigungen und ist daher sehr schmerzempfindlich.Das Perichondrium gliedert sich in

  • eine zellreiche innere Schicht, das Stratum cellulare (auch Stratum chondrogenicum), welches undifferenzierte knorpelbildende Zellen (aus dem Mesenchym) enthält, die den Fibroblasten ähneln.
  • eine faserreiche äußere Schicht, das Stratum fibrosum, welches aus Kollagen- und elastischen Fasern besteht und Zugkräften entgegenwirkt.

Aufgabe des Perichondriums ist einerseits die Ernährung des Knorpel, andererseits besitzt es die Fähigkeit, bei Bedarf im Kindesalter den da noch regenerationsfähigen Knorpel zu bilden. Bei Erwachsenen ist dies, wenn überhaupt, nur in sehr geringem Ausmaß möglich. Der Gelenkknorpel kann nicht erneuert werden, da er kein Perichondrium besitzt. Er wird von der Synovialflüssigkeit des Gelenkspaltes ernährt.
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Cartilago articularis
Hyaliner Gelenkknorpel - überzieht die Knochenenden. Bei Belastung quillt das Knorpelgewebe auf und wirkt als Stoßdämpfer. Im Gelenkknorpel sind keine Blutgefäße ausgebildet. Die Versorgung erfolgt durch Diffusion aus der Gelenkflüssigkeit.
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Spannungszustand der Muskulatur
  • Grundtonus (unterschiedlich je Trainingszustand)
  • Ruhetonus
  • Hypotonus
  • Hypertonus (Krampfhafter Versuch des Körpers eine Schonstellung einzunehmen mit Schmerzreaktion)
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Articulatio Sphaeroidea
  • Kugelgelenk
  • Gelenkkopf liegt in Gelenkpfanne, welche die weiteste Stelle des Gelenkkopfes nicht erreicht
  • Keine Kollateralbänder
  • Beweglichkeit in 3 Achsen (Beispiel Schultergelenk)
  • Sonderform Articulatio cotylica - Nussgelenk; sehr tiefe Gelenkpfanne, umschließt den Gelenkkopf über Äquator hinaus, eingeschränkte Beweglichkeit (Beispiel Hüftgelenk)
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Beweglichkeit eines Gelenkes
  • ROM (Range of motion)
  • Physiologische Bewegung = Bewegung, die durch Muskelarbeit möglich ist
  • Paraphysiologische Bewegung = Erweiterung der physiologischen Beweglichkeit mit Hilfe ohne Schaden zu verursachen (osteopathie und Chiropraxis)
  • Pathologische Bewegung = Bewegung die aufgrund von Gewebszerstörung möglich ist, z.b Bandrisse
  • Endgefühl "Harter Stop", z.b. Ellbogen, oder Arthrosen
  • Endgefühl "Weicher Stop", Muskel, Bänder, Gelenkkapsel, Bindegewebe
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Articulatio synovialis
  • Bewegliches Gelenk
  • mind. 2 Knochen beteiligt
  • Cartilago articularis (hyalin)
  • Capsula articularis, Stratum fibrosum, stratum synovialis mit Synovialzotten (bei Entzündung unerw. Oberflächenvergrößerung)
  • Gelenkkapsel (Cavum articularis) umschließt Gelenkhöhle, hält Unterdruck, setzt sich ab vom Periost = Knochenhaut
  • Cavum articularis enthält Synovia, Austausch mit Stratum synovialis
  • Seitenbänder = Ligamenti collateralia
  • Hilfseinrichtungen (z.b. Meniskus articularis - Kniekehlgelenk, Discus intervertebralis - Kiefergelenk, Labrum acetabuli - Hüftgelenk)
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Periost
Knochenhaut
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Nucleus pulposus
  • ein zellarmes gallertiges Gewebe mit einem hohen Wassergehalt. Er wirkt wie ein Wasserkissen stoßbrechend
  • Der Gallertkern wird als Überrest der Chorda dorsalis angesehen
  • Tritt seine Flüssigkeit über den Anulus fibrosus durch eine Schädigung aus, spricht man von einem Nucleus-pulposus-Prolaps oder Bandscheibenvorfall
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Articulatio ellipsoidea
Ellipsengelenk - ein ellipsenartiges Gelenk bewegt sich auf zwei senkrecht zueinander stehenden Achsen (Transversalachse, Saggitalachse, keine Longitudinalachse - Rotation) , von deinen die Eine kurz und die Andere lang ist. Eine Bewegungskombination führt zu einer kreisenden Bewegung (Beispiel "vordere" Kopfgelenk, zwischen Atlas und Hinterhauptbein)
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Articulatio sellaris
  • Sattelgelenk
  • zweiachsig
  • in der Sagittalen konvex, in der Transversalen konkav
  • Gelenkpfanne ist kongruent geformt
  • Hauptbewegung erfolgt um transversale Achse
  • Seitenbewegung ist durch kräftige Kollateralbänder erheblich eingeschränkt
  • Beispiel: proximale und distale Zwischenzehengelenk
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Stratum synovialis
  • Gelenkflüssigkeit
  • klar, bernsteinfarben, viskös
  • Gleitfähigkeit
  • Transportmedium, Filmbildung
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Articulatio condylaris
  • Walzengelenk
  • Gelenkkopf halbzylindrisch, wie eine Walze geformt
  • Bewegung nur um Transversalachse
  • auch Wechselgelenk (Wechsel Beugung/Streckung) genannt
  • Bewegung ist durch starke Kollateralbänder und/oder Führungskämme vorgegeben
  • Scharniergelenk - Ginglymus, weist deutlichen Führungskamm auf, der in einer Führungsrinne gleitet, Beispiel: Zehengrundgelenk
  • Schraubengelenk - Articulatio cochlearis, ist mit zwei Führungskämmen ausgestattet, die in passende Führungsrinnen greifen, Beispiel: Gelenk zwischen Tibia und Talus (Schienbein und Wadenbein), Articulatio tibiotalare
  • Beim Spiral- oder Bremsgelenk - Articulatio spiralis, sind die Kollateralbänder exzentrisch in den Gelenkköpfen befestigt und überbrücken in der Neutralposition des Gelenkes die kürzeste Entfernung, Beispiel: Kniekehlgelenk
  • Schlittengelenk - Articulatio delabens, Beispiel: Kniescheibengelenk
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Ginglymus
  • Scharniergelenk/Wechselgelenk - weist deutlichen Führungskamm auf, der in einer Führungsrinne gleitet, Beispiel: Zehengrundgelenk
  • einachsig, lässt sich nur beugen und strecken
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Articulatio cubiti
  • Ellbogengelenk
  • zusammengesetztes Walzengelenk, das seiner Funktion nach ein vollkommenes Wechse- oder Scharniergelenk darstellt
  • Streck-Beuge-Winkelung beim Hund zwischen 100° und 140° möglich
  • die Trochlea humeri artikuliert zweifach - Aritculatio humeroradialis, Articulatio humieroulnaris
  • Ligamentum collaterale cutiti laterale
  • Ligamentum collaterale cubiti mediale
  • Ligamentum olecrani (Nur bei Hund und Katze)
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Musculus biceps brachii
  • U: Tuberculum supraglenoidale
  • A: Tuberositas radii
  • F: Wichtigster Beuger des Ellbogengelenks, Strecker Schultergelenk
Tags: Oberarmmuskulatur
Source:
112
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Bandapparat Articulatio carpi (Vorderfusswurzelgelenk)
  • Ligamentum collateral carpi medialis (Fleischfresser)
  • U: Processus styloideus radii (stabförmiger Knochenfortsatz am seitlichen unteren Ende der Speiche)
  • A: Os carpi intermedio-radiale
  • F: Verhindert Valgusstellung (Fehlstellung der Gliedmaßen nach Außen)
  • Ligamentum collateral carpi medialis (Pferd)
  • U: Processus styloideus medialis
  • A: Basis des Mc II
  • F: Verhindert Varusstellung
  • palmare kurze Bänder, verhindern Hyperextension
  • Bänder des Os carpi accessiorum ( - ulnare, -carpeum, -metacarpeum)
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Musculus extensor carpi radialis
  • Extensor des Karpalgelenkes
  • U: Epicondylus lateralis
  • A: dorsoproximal am Metacarpalknochen II + III (Fleischfresser), Metacarpalknochen III (Pferd)
  • F: Strecker des Karpalgelenkes
Tags: Extensoren am Unterarm
Source:
114
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Musculus extensor carpi ulnaris
  • "äußerer Ellenmuskel"
  • Strecker des Karpalgelenkes
  • U: Epicondylus lateralis, Seitenband des Ellbogengelenkes
  • A: dorsoproximal am Metacarpalknochen V, Os carpi accesssorium
  • Beuger/Stecker d. Karpalgelenkes

Tags: Extensoren am Unterarm
Source:
115
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Articulatio cochlearis
Schraubengelenk/Wechselgelenk, ist mit zwei Führungskämmen ausgestattet, die in passende Führungsrinnen greifen, Beispiel: Gelenk zwischen Tibia und Talus (Schienbein und Wadenbein)
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Articolatio trochoidea
Rad- oder Zapfengelenk, ein einachsiges Gelenk, dessen Bewegung als Rotation um die Längsachse geführt wird, Beispiel: Kopfgelenk zwischen Atlas und Axis (Atlantoaxialgelenk), das Gelenk zwischen Radius und Ulna (Elle und Speiche)
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Articulatio plana
Schiebegelenk - hier liegen zwei ebene Gelenksflächen aufeinander, die gegeneinander verschoben werden, Beispiel: Wirbelgelenke zwischen den Gelenkfortsätzen
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Amphiarthrose
Straffes Gelenk - es werden alle Bedingungen für ein Gelenk erfüllt, aber die Bewegung wird durch einen massiven Bandapparat verhindert, z.b. Iliosakralgelenk
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Myologie Definitionen
  • Muskellehre
  • Myositis, entzündliche Erkrankung der Skelettmuskulatur
  • Myalgie, Muskelschmerz
  • Skelettmuskulatur, aktive Bewegung
  • kann sich nur aktiv verkürzen, bzw. passiv verlängern (dehnen)
  • Antagonist ist der Gegenspieler eines Muskels
  • Agonist ist der Ausgangsmuskel, Aktionsauslöser
  • Synergist ist Muskel der ähnliche Funktion hat wie Agonist
  • Flexoren, Beuger
  • Extensoren, Strecker
  • Adduktoren, Heranführer, immer stärker ausgeführt als Abduktoren
  • Abduktoren, Wegführer
  • Rotatoren
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Filamentgleiten
  • Muskelfasern bestehen aus Aktin- und Myosinfilamenten, die miteinander verzahnt sind
  • Sarkomer = kleinste funktionelle Muskeleinheit
  • Bei der Kontraktion gleiten diese Filamente ineinander, ohne sich dabei selbst zu verkürzen
  • Strukturelle Grundlage ist die Beweglichkeit des Myosinfilamentkopfes, er löst durch Anlagerung von Adenosintriphosphat (ATP) seine Bindung an das Aktinfilament und knickt ab
  • Der Myosinfilamentkopf ist dadurch in der Lage, am Aktinfilament entlang zu gleiten, anschließend lagert er sich - induziert durch Adenosindiphosphat (ADP) - wieder an das Aktinfilament an
  • Durch Verkürzung des Muskels mit der Sehnenhülle ensteht an den Enden ein Zug
  • Von der Knochenhaut wachsen Fasern in den Muskel
  • Calcium und Magnesium spielen bei Kontraktion eine große Rolle
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Sarkomer
  • die kleinste funktionelle Einheit eines Muskels, Zellkerne durch Zwischenscheiben voneinander getrennt
  • In den Sarkomeren liegen die Fibrillen, die sich parallel zueinander anordnen undin der Längsachse des Muskels ausrichten
  • Dünne Aktin- und dicke Myosinfilamente, jedes Aktivfilament ragt in zwei benachbarte Sarkomere
  • im Mittelteil der Sarkomere befinden sich die Myosinfilamente
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Filamentgleiten
  • das Ineinandergreifen von Aktin- und Myosinfilamenten
  • Dilation (Dehnung) - Kontraktion (Verkürzung)
  • Hierfür notwendig Kalzium, Magnesium und ATP
  • mittlerer Überlappungsgrad im Ruhezustand wird Ruhetonus bezeichnet
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Endomysium
  • Bindegewebe, welches die Muskelfaser umgibt
  • geht an den Enden der Muskelfaser in eine dünne Sehnenfaser über
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Aufbau Primärbündel
  • Perimysium umschließt ein Zellbündel
  • Endomysium umschließt Basalmembran einer Muskelfaser/ -zelle, fixiert durch retikuläre Fasern
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Epimysium
  • grenzt den gesamten Muskelbauch vom benachbarten Gewebe, oder Muskel ab
  • Schicht aus lockerem Bindegewebe, die den gesamten Skelettmuskel umgibt, und unterhalb der Faszie liegt
  • dient als Verschiebeschicht zwischen der Faszie und den Muskelfaserbündeln. Das Epimysium ist von der Faszie allerdings nicht klar getrennt, sondern geht kontinuierlich in die Faszie über. * In das Epimysium strahlen Blut- und Lymphgefäße, sowie Nerven ein, die den Muskel versorgen
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Aufbau Skelettmuskulatur
  • Quergestreift, willkürlich
  • Faszienhülle, aus straffem Bindegewebe, kaum dehnbar
  • Epimysium, lockeres Bindegewebe
  • Perimysium, grenzt einzelne Bündel/Fleischfasern ab
  • Sekundärbündel/Fleischfaser
  • Primärbündel
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Kompartmentsyndrom
Als Kompartmentsyndrom wird der Zustand definiert, in welchem bei geschlossenem Haut- und Weichteilmantel ein erhöhter Gewebedruck zur Verminderung der Gewebedurchblutung führt, woraus neuromuskuläre Störungen oder Gewebe- und Organschädigungen resultieren. Am häufigsten tritt das Kompartmentsyndrom am Unterarm oder Unterschenkel auf.
Das Kompartmentsyndrom verursacht durch erhöhten Druck in den Muskellogen des Unterarms oder Unterschenkels (deshalb hier auch die Bezeichnung Logensyndrom) Schäden an den Blutgefäßen, Muskeln und Nerven. Durch die Abgrenzung der Muskelgruppen durch derbe Bindegewebsschichten (Faszien), die kaum dehnbar sind, führt erhöhter Druck zu Durchblutungsstörung des entsprechenden Bereichs und somit zu einer Schädigung von Nerven und Muskeln.
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Gelenkbänder
  • intraartikulär
  • intrakapsulär
  • extrakapsulär
  • stabilisierend, führend
  • fixiert am Knochen
  • elastisch, kollagen
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Faszien
  • Flächenhafte Strukturen aus straffem Bindegewebe (Kollagenfaser), kaum dehnbar
  • der gesamte Körper ist von einer oberflächlichen Rumpffaszie (F. thoracolumbalis) umhüllt, in welche der Hautmuskel eingelagert ist
  • darunter liegt die tiefe Rumpffaszie, von der sich zahlreiche Blätter abspalten, die sich zwischen die Skelettmuskulatur einsenken, oder ihr als Ursprung, bzw. Ansatz dienen
  • der Faserverlauf der Faszien ist meist quer zum Faserverlauf der
  • Muskefasern
  • Funktion: Stützen, Schutz, Stoßdämpfer
  • Faszienstörung = Weiterleitung faszialer Dysfunktionen in die Nachbarorgane
  • Biochemische Funktion
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Funktion Faszien
  • Adsorption/Verteilung von Kräften und Spannungen
  • Verhinderung einer Problemausbreitung durch den ganzen Körper
  • Verbindung mit fast allen Strukturen des Körpers
  • Speicherung von Stress und Traua (Gedächtnis)
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Folge Faszienstörung
  • Wirbelsäulenblockaden
  • Probleme im craniosacralen System
  • Probleme in den Gliedmaßen
  • restriktive/verkürzte Faszien = verminderte Mobilität
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Bursae mucosae
  • Schleimbeutel
  • Hohlräume, in denen sich synoviale Flüssigkeit befindet
  • mit dünner Wand gegen das umgebende Gewebe abgegrenzt
  • Wirkekn als Druckpolster oder Gleitschiene
  • Schleimbeutel treten subcutan (unter der Haut), subligamentös (unter Bändern), oder subtendinös (unter Sehnen) auf
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Vaginae tendinae
  • Sehnenscheiden
  • haben den gleichen Aufbau wiew Bursae mucosae (Schleimbeutel), sind aber von schlauchartiger Konststruktion
  • umhüllen Sehnen, die unmittelbar einem Knochen oder Gelenk aufliegen und mit hoher Spannung über diesen gleiten müssen
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Mikroskop. Aufbau der Muskelzelle/ - faser
  • Sarkolemm (Muskelfaser) mit regelmäßigen Einstülpungen (transversale Tubuli, T-System), Reiz wird übertragen auf
  • Longitudinalsystem = sarkoplasmatische Retikulum = Calciumspeicher = L-System
  • Kontraktile Elemente (Aktin, Myosin)
  • Triade = T-Tubulus und zwei "Zisternen" (L-System)
  • peripher gelegene Zellkerne
  • Myofibrillen = aneinander gereihte Sarkomere (kleinste funktionelle Einheit) mit Myofilamenten
  • Kontraktile Elemente = Aktin, Myosin
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Muskelgruppen nach Funktion
  • Dynamische Muskulatur - für Bewegung, meist große Muskulatur in Entfernung zum Gelenk, z.b. M. longissimus dorsi (Wirbelsäule), M. glutaeus medius
  • Statische Muskulatur - für Stabilität, meist kleinere Muskulatur in Gelenknähe, z.b. Mm. multifidi (Wirbelsäule). Stark sehnig beim Pferd, z.b. M. Iliocostalis (Rückenbereich), reich an Rezeptoren
  • Statische Muskulatur des Pfd. an den Gliedmaßen verliert muskulösen Charakter, Haltefunktion, nur mehr sehnige Anteile, z.b. Fesselträger (M. interossius medius), nur mehr Sehnenplatte, oder M. fibularis tertius (Spannsägefunktion), nur für Verspannung von Knie und Sprunggelenk
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Muskelarbeit
  • Konzentrisch/pos. dynamisch (Isoton): Die Muskelenden nähern sich, Muskel verkürzt und verdickt sich (dynamische Muskulatur)
  • Exzentrisch/neg. dynamisch (Isoton): Muskelenden entfernen sich, Muskel verlängert sich (dynamische Muskulatur)
  • Isometrisch: Entfernung der Muskelenden bleibt konstant, intramuskuläre Spannungsänderungen (statische Muskulatur)
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Myoglobin
Myoglobin ist ein Muskelprotein (von griech. μυς, mys ‚Muskel‘ und lat. globus ‚Kugel‘) aus der Gruppe der Globine, kugelförmigen Proteinen, die eine sauerstoffbindende Hämgruppe enthalten. Myoglobin kann Sauerstoff aufnehmen und wieder abgeben und ist verantwortlich für den intramuskulären Sauerstofftransport. Es übernimmt den Sauerstoff aus dem Blut vom Hämoglobin und gibt ihn am Ort der physiologischen Verbrennungsprozesse in den Muskelzellen wieder ab.
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Musculus glutaeus medius
  • mittlerer Kruppenmuskel
  • U: Darmbeinschaufel (Fascies glutaea), Kreuzbein, Pfd: Fascia thoracolumbalis (1.-6. Lendenwirbel)
  • A: Hinterer Teil des Trochanter major
  • F: Strecker des Hüftgelenks
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Musculus glutaeus profundus
  • tiefer Kruppenmuskel
  • vollständig vom musculus glutaeus medius verdeckt
  • U: Darmbeinsäule (Spina ischiadica)
  • A: Kranialer Rand des Trochanter major
  • F: Abduktion der Gliedmaßen
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Muskeln des Articulatio coxae (Hüftgelenk)
  • Ischiocrurale Muskeln
  • Musculus glutaeus medius (mittlerer Kruppenmuskel)
  • Musculus biceps femoris (Abduktion)
  • Musculus glutaeus profundus (Abduktion)
  • Musculus biceps femoris (Außenrotation)
  • Musculus semitendinosus (Innenrotation)
  • Musculus semimembranosus (Innenrotation)
  • Musculus iliopsoas
  • Musculus gracilis
  • Musculus adductores
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Musculus iliopsoas
  • U: Ventral der Q-Fortsätze und Wirbelkörper L1 - 6, Facies Iliaca, Ala ossis sacri
  • A: Trochanter Minor
  • F: Beuger des Hüftgelenks
  • Besteht aus den Mm. psoas major, iliacus und in manchen Fällen aus dem M. psoas minor
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Musculus Semitendinosus
  • "Halbsehnenmuskel"
  • U: Ligamentum Sacrotuberale, Tuber ischiadicum
  • A: Margo cranialis tibiae (Fersenbein)
  • F: Strecker des Kniegelenkes (Stützbein), Beuger des Kniegelenks (Hangbein), Strecker des Hüft- und Sprunggelenks, Innenrotation des Articulatio Coxae
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Musculus Semimenbranosus
  • Langer Sitzbeinmuskel
  • Halbhäutiger Muskel
  • U:  Co 1-5, Ligamentum sacrotuberale, Tuber ischiadicum
  • A: Condylus medialis tibiae (Medialer Schienbeingelenkkopf), Condylus medialis ossis femoris (Medialer Oberschenkelgelenkkopf)
  • F: Strecker des Articulatio genu (Stützbein), Aktivierung des Patellarmechanismus, Strecker des Articulatio coxae
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Musculus biceps femoris
  • Zweiköpfiger Oberschenkelmuskel / Lange Sitzbbeinbuskel
  • Oberflächliche Muskulatur / Muskel des Hüftgelenkes
  • U: Os sacsrum,Tuber isciadicum, Sitzbeinhöcker, Ligamentum sacrotuberale
  • A: Kniescheibe (Patella), Ligamentum patella, Margo cranialis tibiae (Schienbeinschaft), Fersenbeinsehne am Fersenbein
  • F: Extension Art. Coxae, Art. genus und Sprunggelenk (Stützbein), Flexion Art. genus (Hangbein), Lösen des Patallamechanismus
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Kniegelenk
  • Zusammengesetztes Gelenk
  • Articulatio femoropatellare (Kniescheibengelenk, Schlittengelenk)
  • Articulatio femorotibiale (Kniekehlengelenk, inkongruentes, unvollkommenes Wechselgelenk, Rollengleitgelenk, Walzengelenk, Spiralgelenk mit exzentrischer Drehachse und exzentrisch fixierten Seitenbändern)
  • Articulatio tibiofibularis (Schienbein - Wadenbeingelenk, straffes Gelenk)
146
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Musculus Quadriceps femoris
  • Vierköpfiger Oberschenkelmuskel
  • M. rectus femoris, M. vastus lateralis, M. vastus medialis, M. vastus intermedius
  • Muskel des Kniegelenkes
  • U: Corpus Ossis Ilii (Darmbeinsäule)
  • A: Tuberositas tibiae(Knochenvorsprung mit rauher Oberfläche am Tibia/Schienbein)
  • F: Strecker des Articulatio renu, Beuger des Articulatio coxae
  • Besonderheiten: Endsehne = (mittleres) Kniescheibenband
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Partellamechanismus
Das Pferdeknie weist eine Besonderheit auf: Das Pferd kann seine Kniescheibe bewusst auf dem inneren Rollkamm einhaken. Das mittlere und das innere Kniescheibenband bilden mit der Kniescheibe eine Schlaufe, die über eine Nase des Rollkamms gehoben wird. Das Kniegelenk wird so ohne Muskelkraft aufzubringen arretiert. Das nennt man den Patellarmechanismus. Weil das Kniegelenk über die so genannte Spannsägenkonstruktion mit dem Sprunggelenk funktionell verbunden ist, wird automatisch auch das Sprunggelenk fixiert und das Bein kann nicht einknicken. Dieser Mechanismus erleichtert es den Pferden, im Stehen zu schlafen.
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Kniescheibengelenk
Das Kniescheibengelenk wird von der Kniescheibe (Patella) und den beiden Rollkämmen des Oberschenkels gebildet. Es wird von einer Kapsel umgeben, die eine Verbindung zur inneren, seltener zur äußeren Kniekehlgelenkkapsel hat. Die Kniescheibe gleitet wie ein Schlitten in der Furche zwischen den Rollkämmen. Sie ist in die Endsehne des kräftigen Oberschenkelmuskels eingebettet, der an der Vorderseite des Unterschenkels ansetzt und das Knie streckt. Diese Endsehne bildet das mittlere gerade Kniescheibenband, das innen und außen von zwei weiteren geraden Kniescheibenbändern unterstützt wird.
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Kniescheibenverlagerung
Unter einer Kniescheibenverlagerung versteht man die zeitweise oder dauerhafte Verlagerung der Kniescheibe aus ihrer natürlichen Position. Am häufigsten verlagert sich die Kniescheibe nach oben auf den inneren Rollkamm (proximal) oder seitlich nach außen (lateral):
  • Verlagerung nach oben auf den inneren Rollkamm: Diese Form wird auch als "hakende Kniescheibe" bezeichnet. Sie kann zeitweise oder dauerhaft auftreten. Sie ist häufig angeboren, wird aber erst im jugendlichen Alter von 2 – 3 Jahren deutlich sichtbar. Durch eine übermäßige Streckung des Hinterbeins, z.B. durch Ausgleiten, Ausschlagen, beim Springen oder bei der Geburt kann diese Form der Kniescheibenverlagerung auch erworben werden.
  • Seitliche Verlagerung nach außen: Diese Form der Verlagerung ist meistens dauerhaft, d.h. die Kniescheibe springt nicht wieder zurück. Häufig ist ein Unfall die Ursache, bei dem das innere Kniescheibenband verletzt wird und so die Kniescheibe nicht mehr stabilisieren kann. Bei Ponys tritt eine angeborene Form auf, bei der der äußere Rollkamm so flach ist, dass die Kniescheibe über ihn hinweg rutscht.

Wesentlich seltener verlagert sich die Kniescheibe nach seitlich-innen oder klemmt unter dem äußeren Rollkamm fest. Meistens sind Verletzungen die Ursache.
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Ligamentum Sacrotuberale
  • flaches, tailliertes Band am hinteren Teil des Beckens, zwischen dem Kreuzbein (Os sacrum) und dem Sitzbein (Os ischii)
  • dient der Sicherung des Iliosakralgelenks. Seine Hauptaugabe ist es, eine Verschiebung des Hüftbeins gegenüber dem Kreuzbein zu verhindern
  • Es zieht vom seitlichen Rand des Kreuzbeins und der "Spina iliaca posterior superior" des Darmbeins zum Sitzbeinhöcker (Tuber ischiadicum). Es überspringt dabei den großen Sitzbeinausschnitt (Incisura ischiadica major) und bildet das Foramen ischiadicum majus.
  • Das Ligamentum sacrotuberale des Menschen hat infolge des breitflächigen Ansatzes eine dreieckige Form. Bei Raubtieren ist es ein eher rundlicher Strang. Bei Huftieren ist es flächenartig und wird deshalb als „breites Beckenband“ (Ligamentum sacrotuberale latum) bezeichnet.
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Iliosakralgelenk
  • Kreuzbein-Darmbein-Gelenk oder kurz Kreuz-Darmbein-Gelenk ist die gelenkige Verbindung zwischen dem Kreuzbein (Os sacrum) und dem Darmbein (Os ilium)
  • straffes, wenig bewegliches Gelenk (Amphiarthrose) mit einer engen Gelenkhöhle
  • Die geringen Bewegungen im Iliosakralgelenk finden nahezu ausschließlich in der Transversalebene statt, sie werden als Nutation und Kontranutation bezeichnet
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Bänder Iliosakralgelenk
  • Ligamentum sacroiliacum dorsale
  • Ligamentum sacroiliacum ventrale
  • Ligamentum sacrotuberale latum
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Musculus Psoas minor
  • Innere Lendenmuskulatur
  • U: Die letzten 3 Brustwirbel und die ersten 4 - 5 Lendenwirbel
  • A: Schaft des Os ilium
  • F: Steckt das Becken steiler und biegt die Lendenwirbelsäule aufwärts
154
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Musculus Psoas major
  • Innere Lendenwirbel
  • U: Querfortsätze der Lendenwirbel und an den beiden letzten Rippen
  • A: Mit gemeinsamer Sehne mit Musculus iliacus am Trochanter minor des Os femoris
  • F: Beugung des Hüftgelenkes und Auswärtsdrehung des Oberschenkels
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Tuber ischiadicum
  • Sitzbeinhöcker
  • Muskelursprung
  • Teil des Sitzbeins (Os ischii)
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Articulatio coxae
  • Hüftgelenk
  • Nussgelenk, Sonderform des Kugelgelenks
  • Beweglichkeit durch Labrum acetabuli (hohe Pfannenlippe) eingeschränkt
  • Ein kollateraler Bandapparat fehlt, statt dessen ist ein zentral gelegenes Oberschenkelkopfband, Ligamentum capitis ossis femoris bzw. Ligamentum accessorium ossis famoris (Pferd) augebildet
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Musculus gastrocnemius
  • Muskel des Sprunggelenkes
  • Proximal der Femurcondylen (die beiden distalen Gelenkfortsätze des Oberschenkelknochens "Femur")
  • A: Tuber calcanei
  • F: Strecker des Sprunggelenkes
158
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Musculus gracilis
  • Muskel des Hüftgelenkes
  • mediale Oberschenkelmuskulatur
  • "schlanker Schenkelmuskel"
  • U: Beckensymphyse, den Tendo symphysalis (Beckenfugensehne) bildend
  • A: Margo cranialis tibiae, Fascia cruris (Unterschenkelfaszie)
  • F: Adduktion

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ossa tarsalia
  • Fußwurzelknochen
  • Crurale Reihe: Sprungbein Talus mit Trochlea tali, Fersenbein Calcaneus mit Tuber calcanei und Sustentaculum tali
  • Intertarsale Reihe Os tarsi centrale
  • Metatarsale Reihe Os tarsi II - IV
160
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Musculus tibialis cranialis
  • musculus tibialis anterior (Mensch)
  • Vorderer Schienbeinmuskel
  • Wichtigster Muskel des Sprunggelenks
  • U: Tibia, lateral des Margo cranialis tibiae
  • A: distal am Tarsus, prox. am Mt III
  • F: Spannband
  • Besonderheit: rein sehnig
Tags: Laterale Unterschenkelmuskeln
Source:
161
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Muskeln des Sprunggelenkes
  • Musculus tibialis cranialis
  • Musculus fibularis tertius
  • Musculus gastrocnemius
162
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Ossa metatarsalia
  • Mittelfußknochen
  • Os metatarsalie II - V (Fleischfresser)
  • Os metataralie III (Pferd)
  • Wolfkralle (Hund)
163
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Wolfskralle
Die Wolfskralle, auch Afterkralle oder Afterzehe genannt, ist eine bei manchen Hunderassen auftretende erste Zehe an der Innenseite der Hinterläufe, die beim Laufen keinen Bodenkontakt hat. Verglichen mit der menschlichen Anatomie entspricht sie der Großen Zehe.

Obwohl es der Name nahelegt, haben Wölfe die Wolfskralle nicht.

Die erste Zehe an den Vorderläufen, nämlich die Daumenkralle an den Innenseiten, ist dagegen bei allen Hunden und zahlreichen anderen Säugetieren vorhanden. Sie besitzt zwei Zehenglieder.[1]
164
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Musculus fibularis tertius
  • auch Musculus peroneus tertius genannt
  • "dritter Wadenbeinmuskel"
  • Eine Abspaltung des Musculus extensor digitorum longus, dessen Sehne zum äußeren Fußrand gelangt.
  • Bei den Raubtieren fehlt der Muskel ganz
  • Beim Pferd ist er rein sehnig (Tendo femorotarseus) und ein Teil der Spannsägenkonstruktion.
Tags: Laterale Unterschenkelmuskeln
Source:
165
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Fersensehnenstrang
  • Tendo calcaneus communis
  • "Achillessehne"
  • M. gastrocnemius
  • M. flexor digitalis superfisicalis
  • Tendo accessorius (Fersenbeinsehne) d. M. biceps femoris
  • Tendo accessorius (Fersenbeinsehne) d. M. semintendinosus
166
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Musculus deltoidus
  • Schultereigenmuskulatur
  • U: Epimysium des musculus infraspinatus
  • A: Tuberositas deltoidea
  • F: Beuger
167
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Musculus adductores
  • U: ventral am Becken, Tendo symphysalis (Beckenfugensehne)
  • A: kaudaler Femur (Facies aspera)
  • F: Adduktion
168
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Spannsägenkonstruktion
  • Knie und Sprunggelenk können nur gleichzeitig bewegt werden
  • Musculus fibularis tertius (Umspannt die Vorderseite der hinteren Exkremtät von oberhalb des Kniegelenks bis zum Mittelfuß)
  • Musculus flexor digitorum superficialis (Oberflächlicher Zehenbeuger, umspannt die Hinterseite von oberhalb des Kniegelenks bis zum Fersenhöcker (Calcaneus))
169
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Musculus subscapularis
  • U: Fossa subscapularis
  • A: Tuberculum minus
  • F: "mediales Seitenband", kontraktives Spannband
Tags: Schultereigenmuskulatur
Source:
170
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Musculus infraspinatus
  • Schultereigenmuskulatur
  • U: Fossa infraspinata
  • A: Tuberculum majus
  • F: "laterales Seitenband", wichtigster Stabilisator des Schultergelenkes, kontraktiles Spannband
Tags: Schultereigenmuskulatur
Source:
171
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Synsarkose
Synsarkose (von griechisch syn ‚zusammen‘, sarkos ‚Fleisch‘) bezeichnet in der Anatomie eine Verbindung von Knochen durch Skelettmuskeln. Bei den Säugetieren ist das Schulterblatt synsarkotisch mit dem Brustkorb verbunden. Auch das Schlüsselbein ist bei einigen Säugetieren in einen Muskel (Musculus brachiocephalicus) eingelagert und verbindet sich nur über diesen mit dem übrigen Skelett.
172
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Schulterblatt/Rumpf
  • Synsarkose

Rumpfträger:
  • Musculus serratus ventralis
  • Musculus pectoralis superficialis
  • Musculus pectoralis profundus

Gliedmaßen-Träger:
  • Musculus trapezius
  • Musculus omotransversarius (tiefer Muskel)
  • Musculus rhomboidus
  • Musculus latissimus dorsi
  • Musculus brachiocaphalicus
173
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Musculus omotransversarius
  • tiefer Muskel, nicht palpierbar
  • Der Musculus omotransversarius (lat. für „Schulter-Wirbelquerfortsatzmuskel“) ist ein streifenförmiger Skelettmuskel des Halses bei Säugetieren. Beim Menschen ist er nicht ausgebildet.
  • Der Musculus omotransversarius entspringt an den Querfortsätzen (Processus transversus) des ersten (Atlas) und zweiten Halswirbels (Axis). Von dort zieht er entlang des Halses zum unteren Ende Schulterblattgräte (Spina scapulae). Der Muskel ist seitlich größtenteils vom Musculus cleidocephalicus bedeckt. Er zieht das Schultergelenk nach vorn und beteiligt sich damit am Vorführen der Vordergliedmaße. Nahe dem Ansatz liegt unter dem Muskel der Buglymphknoten, der durch den Muskel tastbar ist.
Tags: Schultergürtelmuskulatur
Source:
174
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Musculus serratus ventralis
  • Rumpfträger
  • unterer Sägemuskel
  • U: C2 bis 10. Rippe
  • A: mediale Fläche des Schulterblattes, Scapula
  • F: Rumpfträger, Heber des Halses und Rumpfes
Tags: Schultergürtelmuskulatur
Source:
175
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Musculus Pectoralis profundus
  • Schultergürtelmuskulatur
  • "fiefer Brustmuskel"
  • U: Corpus sterni
  • A: oberes Ende des Oberarmknochens, Humerus, Tuberculum majus und Tuberculum minus humeri, Oberarmfaszie
  • F: Rumpfträger, Adduktion der Schultergliedmaßen, Innenrotation
Tags: Schultergürtelmuskulatur
Source:
176
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Musculus supraspinatus
  • U: Fossa supraspinata an der dorsalen Seite des Schulterblattes und füllt diese weitgehend aus
  • A: Oberen Facette des Tuberculum majus des Oberarmknochens (Humerus) an (Pars cranialis)
  • Einige seiner Sehnenfasern strahlen in die Kapsel des Schultergelenks ein
  • F: Er ist Teil der so genannten Rotatorenmanschette. Strecker des Schultergelenkes
Tags: Schultereigenmuskulatur
Source:
177
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Musulus pectoralis superficialis
  • Oberflächlicher Brustmuskel
  • Pars descendens, pars transversa
  • Rumpfträger
  • U: Schwertfortsatz (Manubrium sterni)
  • A: beide Teile mediale Mitte Oberarmknochen, Humerus, Christa tuberculi majoris humeri
  • F: Adduktion der Schultergliedmaße, Rumpfträger
Tags: Schultergürtelmuskulatur
Source:
178
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Musculus trapezius
  • oberflächlich
  • Kapuzenmuskel
  • Gliedmaßen-Träger
  • U: über den Dornenfortsätzen, Ligamentum nuchae, dorsomedial von C3 bis Th9
  • A: Schulterblattgräte, Spina scapulae
  • F: Rumpfträger, Vorführer Vordergliedmaße
Tags: Schultergürtelmuskulatur
Source:
179
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Musculus rhomboidus
  • Rautenmuskel
  • Gliedmaßen-Träger
  • U: Ligamentum nuchae, Ligamentum supraspinale, dorsomedial vom 2. Halswirbel bis 6. Brustwirbel, Pars capitis am Occiput
  • A: medial am Schulterplattknorpel, Cartilago scapulae
  • F: Rückführer der Schultergliedmaße, Anheber des Kopfes und Halses
Tags: Schultergürtelmuskulatur
Source:
180
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Musculus latissimus dorsi
  • breitester Rückenmuskel
  • Gliedmaßen-Träger
  • U: Brust/Lendenfaszie, Fascia thoracolumbalis
  • A: Tuberositas teres major, medial am prox. Humerus
  • F: Rückzieher der Vordergliedmaße
Tags: Schultergürtelmuskulatur
Source:
181
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musculus brachiocephalicus
  • Oberarm-Kopf-Muskel
  • Gliedmaßen-Träger
  • 3 Teile: Cleidomastoideus, Cleidocervicalis, Cleidobrachialis, sind beim Flfr. und Pfd. strangartig zusammengewachsen, M. Cleidobrachialis beim Menschen getrennt
  • U: Processus mastoideus des Schläfenbeins, Medianlinie des Nackenbandes und Hinterhauptbein, Os Occipitale, Rudiment der Clavicula (Cleidobrachialis)
  • A: Rudiment der Clavicula, Schlüsselbein, lateral am Oberarmbein, Christa humeri
  • F: Niederzieher, Seitwärtszieher von Hals und Kopf,  Vorwärtsführer der Schultergliedmaße im Hangbein
Tags: Schultergürtelmuskulatur
Source:
182
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Articulatio humeri
  • Schultergelenk
  • Kugelgelenk
  • Unterstützung der Kapselwand durch kollagene und elastische Bänder, Ligamentum glenohumeralia laterale/mediale (Kapselverstärkung)
  • keine Lig. collateralia - Ansatzsehnen der Mm infraspinatus und subscapularis
  • weite Gelenkkapsel bildet Kapselsehnenscheide um Bicepssehne (Fleischfresser)
  • Beuge und Streckbewegung bei Ffr. bis zu 120°, Außenrotation bis 45°, Innenrotation bis 35°, seitliches Abspreizen der Gliedmaße bis zu 60°
  • Bei Pferd durch Walzenform des Humeruskopfes Seitenbewegungen des Gelenks  beinahe unmöglich
  • Musculus infraspinatus
  • Musculus subscapularis
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Skeleton femoris
  • Skelett des Oberschenkels
  • wird nur von einem Knochen, dem Oberschenkelbein (Os femoris/Femur) gebildet
  • können bis zu vier Sesambeine ausgebildet sein, die jeweils in Sehnen eingelagert sind = Kniescheibe (Patella), liegt in Endsehne des M. quadriceps femoris
  • distales Endstück mit den Gelenkknorren (Condylus lateralis/medialis)
  • das proximale Endstück krümmt sich medial mit Gelenkkopf (Caput ossis femoris)
  • Lateral liegt der größere Umdreher (Trochanter major), bei dem Muskeln der Kruppe als Strecker des Hüftgelenks ansetzen
  • Medial liegt der kleine Umdreher (Trochanter minor) als Ansatzfläche für den M. iliopsoas
  • lateral beim Pferd zusätzlich ein kräftiger dritter Umdreher (Trochanter tertius)
  • Distale Endstück trägt die Gelenkknorren (Condylus lateralis und medialis), artikulieren mit der Tibia im Kniegelenk (Articulatio femorotibialis)
  • Kranial ragt die Kniescheibenrolle (Trochlea ossis femoris) mit zwei Rollkämmen vor
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Patella
  • Kniescheibe
  • liegt als Sesambein in der Endsehne des M. quadriceps femoris
  • Weist mit der Gelenkfläche zum Femur
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Skeleton cruris
  • Skelett des Unterschenkels
  • Schienbein (Tibia) und schwächeres Wadenbein (Fibula)
  • Die Fibula erreicht nicht die distalen Gelenksknorren des Oberschenkels
  • beim Pferd ist ihr distales Ende vollständig in der Lateralwand der Tibia aufgegangen
  • Bei Ffr. und beim Schwein erreicht die Fibula die Länge der Tibia, bleibt jedoch erheblich schwächer
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Musculus triceps brachii
  • 3-köpfiger Oberarmmuskel, 4-köpfig Caput acessorium bei Tieren
  • Caput longum, Caput laterale, Caput mediale
  • U: Margo caudalis scapulae, lateral am Oberarmknochen, Humerus, medial am Oberarmknochen, Humerus
  • A: alle 4 Köpfe am Ellbogen, Olecranon
  • F: Extension Ellbogengelenk, Articulaio cubiti, Caput longum unterstützend bei Flexion Schultergelenk
Tags: Oberarmmuskulatur
Source:
187
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Articulatio carpi
  • Vorderfusswurzelgelenk
  • Zusammengesetztes Gelenk mit drei Spalten
  • Ellipsoidgelenk als Ganzes
  • Articulatio radioulnaris distalis (Fleischfresser, in Gelenkkapsel integriert, Ligamentum radioulnare)
  • Articulatio antebrachiocarpea (größter Bewegungsradius)
  • Articulatio mediocarpea (geringer Bewegungsradius)
  • Articulatio carpometacarpea (straffes Gelenk)
188
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Musculus flexor carpi radialis
  • "innerer Speichemuskel"
  • U: Epicondylus medialis
  • A: proximopalmar an Metacarpalknochen II - III (Fleischfresser), Metacarpalknochen III (Pferd)
  • F: Beuger (Flexor) des Karpalgelenkes
Tags: Flexoren am Unterarm
Source:
189
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Musculus carpi ulnaris
  • "innerer Ellenmuskel"
  • U: Epicondylus medialis, Olecranon
  • A: Os carpi accessiorium
  • F: Beuger (Flexor) des Karpalgelenkes
Tags: Flexoren am Unterarm
Source:
190
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Articulatio digiti
  • "Fesselbeingelenk" (Pferd)
  • Articulatio metacarpo-phalagea
  • Zehengrundgelenk
  • Scharniergelenk
  • proximale palmare Sesambeine
  • dorsale Sesambeine

  • Articulatio interphalangea proximalis (Prox. Zwischenzehengelenk)
  • lat./med. Kollateralband

  • Articulatio interphalangea distalis (Distales Zwischenzehengelenk)
  • lat./med. Kollateralband
  • palmares Sesambein
191
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Musculus flexor digitorum (digitalis) superficialis
  • U: Epicondylus medialis
  • A: Tuberositas flexoria der Phalanx medie II-V (Fleischfresser), III (Pferd)
  • F: Beuger des Zehengrundgelenkes und proximalen Zwischenzehengelenkes der Zehen II-V (Fleischfresser); III (Pferd)
Tags: Flexoren am Unterarm
Source:
192
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Tuberositas flexoria
  • "Kronbeinlehne"
  • Ansatz der oberflächlichen Beugesehne
  • palmar am Kronbein
193
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Phalanx distalis
Bei Säugetieren hat jeder vollausgebildete Finger drei knöcherne Stützelemente, die als Phalanx proximalis, media und distalis („körpernaher, mittlerer und körperferner Fingergliedknochen“), auch Phalanx I, II und III (von altgr. phalanx „Schlachtreihe von Kriegern“ „Baumstamm“, „Walze“, oder „Rolle“), bezeichnet werden. Die Großzehe besitzt nur zwei Phalangen, die mittlere ist nicht ausgebildet. Die Verbindungen zwischen Mittelfußknochen und Phalanx proximalis und den Zehengliedknochen untereinander sind die Zehengelenke. Bei Huftieren werden die drei Zehengliedknochen als Fessel- (Os compedale), Kron- (Os coronale) und Hufbein (Os ungulare) bezeichnet, bei Raubtieren wird die Endphalanx auch als „Krallenbein“ (Os unguiculare) bezeichnet.
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musculus flexor digitorum profundus
  • U: Epicondylus medialis, Radius, Ulna
  • A: palmar an Phalanx distalis I-V (Fleischfresser), III (Pferd)
  • F: Beuger aller Zehengelenke
Tags: Flexoren am Unterarm
Source:
195
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Musculus extensor digitorum (digitalis) communis
  • "Fingerstrecker"
  • U: Epicondylus lateralis
  • A: dorsoproximal an Phalanx distalis I-V (Fleischfresser), III (Hufbein - Pferd)
  • Flfr. digitorum, Pfd. digitalis
  • F: Strecker aller Zehengelenke
Tags: Extensoren am Unterarm
Source:
196
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Ligamentum accessorium
  • Unterstützungsast der Beugesehnen
  • Im Metakarpalbereich wird die tiefe Beugesehne vom Ligamentum accessorium verstärkt. Das Ligamentum accessorium besteht aus Sehnengewebe, stellt aber funktionell ein Halteband zwischen proximalem Metakarpus und dem Hufbein dar.
  • U: distocaudal am Radius (Lig. accessorium der oberflächlichen Beugesehne)
  • U: Ligamentum carpi radiatum (Lig. accessorium der tiefen Beugesehne, Ursprung der Fesselträger)
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Musculus interossus medius
  • Fesselträger, früher ein muskelfaserhaltiger Strang, deshalb auch Musculus interosseus medius genannt, hat Ursprung im Bereich des oberen Anteiles des Röhrbeines. Er verläuft als Bandplatte zwischen den Griffelbeinen, teilt sich im unteren Drittel des Röhrbeines auf und schickt Bandanteile in Richtung Fesselbein. Im Fesselkopfbereich sind zwei Sesambeine (lateral/Medial) gleichsam als Umlenkrollen (Gleichbeine) in den Fesselträger eingelagert. Der Fesselträger spannt das Fesselgelenk und wird bei der Übernahme der Körperlast am meisten in Anspruch genommen. Gemeinsam mit der oberflächlichen Beugesehne besteht die physiologische Bedeutung in der Funktion als Trageapparat, um ein übermäßiges Durchtreten des Fessel-, Kron- und Hufgelenkes zu vermeiden. Die oberflächliche Beugesehne spannt das Krongelenk und unterstützt den Fesselträger.
  • U: Ligamentum carpi radiatum, Os carpale II - IV
  • A: proximal an den Sesambeinen, dorsal am Hufbein
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Beweglichkeit eines Gelenkes
  • ROM = Range of motion
  • Physiolog. Bewegung
  • Paraphysiolog. Bewegung
  • Pathologische Bewegung
  • Harter Stop: Knöcherne Grundlage, Arthrose
  • Weicher Stop: Muskel, Bänder, Gelenkkapsel
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Funiculus nuchae
  • Nackenband/Nackenstrang (Funiculus nuchae) und eine davon vertikal zu den Wirbeln ausgehende Nackenplatte (Lamina nuchae)
  • bei den meisten Säugetieren von der Protuberantia occipitalis externa des Hinterhauptbeins bis zum Dornfortsatz des siebten Halswirbels
  • Bei Hundeartigen beginnt das Nackenband erst am zweiten Halswirbel
200
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Ligamentum supraspinale
  • Langes Band der Wirbelsäule
  • Dornfortsatzband
  • starkes Band aus straffem kollagenen Bindegewebe, das die Dornfortsätze vom siebten Halswirbel bis 3. Kreuzwirbel (Hund), 5. Kreuzwirbel (Perd) verbindet
  • Es stellt, neben den Wirbelgelenken, Bandscheiben und den übrigen Wirbelsäulenbändern (Ligamentum flavum, Ligamentum longitudinale anterius, Ligamentum longitudinale posterius, Ligamentum interspinale, Ligamentum intertransversarium), die mechanische Stabilität der Wirbelsäule her
  •   Im Halsbereich setzt sich das Ligamentum supraspinale in das Nackenband (Ligamentum nuchae-elastisch) fort
201
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Ligamentum longitudilale dosale/ventrale
  • Langes Band der Wirbelsäule
  • Rückseitiges Längsband
  • Es besteht aus straffem kollagenen Bindegewebe und verbindet die einzelnen Wirbelkörper an deren Hinterseite miteinander und liegt somit innerhalb des Wirbelkanals
  • Es ist mit den Wirbelkörpern nur lose verbunden, dafür fest mit den Bandscheiben
  • Denis axis (Zahn des 2. Halswirbels) - Os Sacrum (Kreuzbein)
202
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Ligamentum interarcuale, Lig.flavum
  • Die Ligamenta flava sind jeweils zwischen den Wirbelbögen ausgespannt und wurden deshalb früher auch als Ligamenta interarcualia bezeichnet. Sie grenzen damit das jeweilige Zwischenwirbelloch (Foramen intervertebrale) zur Mitte (medial) und nach hinten (dorsal) ab. Ihre gelbliche Farbe wird durch scherengitterartig angeordnete, elastische Fasern hervorgerufen, die zum größten Teil diese Bänder bilden. Auch im Ruhezustand sind diese Bänder gespannt. Bei der Beugung der Wirbelsäule werden sie dann stärker gedehnt und helfen somit beim Wiederaufrichten.
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Ligamentum interspinale/-spinosus
  • kurzes Band zwischen zwei Wirbel
  • "Zwischendornfortsatzband"
  • Es spannt sich zwischen den jeweils benachbarten Dornfortsätzen der Wirbel auf und reicht von deren Basis bis zur Spitze. An der Spitze des Dornfortsatzes steht es mit dem Ligamentum supraspinale in Verbindung, an der Basis mit dem Ligamentum flavum. Im Bereich der Halswirbelsäule sind die Ligamenta interspinalia nur gering ausgebildet, am kräftigsten sind sie im Bereich der Lendenwirbelsäule
  • bei Fleischfressern = Muskelfasern
204
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Ligamentum intertransversarius
  • kurzes Band zwischen zwei Wirbel (Lendenwirbelsäule)
  • verbindet die Querfortsätze benachbarter Wirbel verbindet
  • unterstützen die Stabilität der Wirbelsäule, indem sie die Seitwärtsneigung und Verdrehung hemmen, haben aber nur eine geringe funktionelle Bedeutung
205
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Besonderheiten einzelner Wirbel
Lendenwirbel Pferd
  • sehr lange Querfortsätze, die beim Pfd. lateral, beim Flfr. cranioventral gerichtet sind
  • Wirbelkörper kräftig und kompakt
  • Gelenkfortsätze vertikal gestellt (dorso-ventral)
  • Flexion Hauptbewegung (Kyphose = Buckel, Lordose = Hohlkreuz, Skoliose = seitliche Abweichung)
  • Lordose der "Edelzüchtungen" (aufrechter Kopf) kann zu Problemen der Wirbelsäule führen
  • Zwischen Processus transversus (paariger Querfortsatz des Wirbelkörpers) L5/L6 kann Gelenk ausgebildet sein
  • Zwischen Processus transversus L6/Os Sacrum ist immer ein Gelenk ausgebildet

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Besonderheiten einzelner Wirbel
Kreuzbein
  • Dornfortsätze verwachsen nicht
  • Querfortdätze des ersten Kreuzwirbels zu Kreuzbeinflügeln, Ala ossis sacris verbreitert
  • Querfortsätze zum einheitlichen Seitenteil verschmolzen
  • Kreuzbeinflügel artikulieren mit dem Darmbein
  • Foramen intervertrebrale dorsale
  • Zwischenwirbelspalt = Spatium interarculae
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Os sacrum
Articulatio intertransversaria lumboscralis
  • Ala ossis sacris (Kreizbeinflügel) mit dorsaler Gelenkfläche für Darmbein
  • Dieses Gelenk ist jederseits zwischen dem Querfortsatz des letzten Lendenwirbels und dem Kreuzbeinflügel als ein regelmäßig auftretendes flaches, senkrecht zur Körperachse verlaufendes Gelenk ausgebildet
  • Die Gelenkfortsätze benachbarter Wirbel bilden das Foramen intervertebrale

208
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Besonderheiten einzelner Wirbel
Brustwirbel
  • Querfortsätze kurz, artikulieren mit Rippenhöckerchen (Tuberculum costae)
  • Fovea costalis/caudalis, artikulieren mit Rippenköpchen (Caput costae)
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Besonderheiten einzelner Wirbel
Lendenwirbel
  • sehr lange, lateral gerichtete Querfortsätze
  • Wirbelkörper lang und kräftig
  • Gelenkfortsätze vertikal gestellt (dorso-ventral Flexion möglich)
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Musculus extensor digitorum (digitalis) lateralis
  • "Seitlicher Zehenstrecker"
  • kommt beim Menschen nicht vor
  • Pferd nur eine Sehne (digitalis)
  • U: Epicondylus lateralis
  • A: dorsoproximal an Phalanx distalis II-V, gemeinsam mit dem gemeinsamen Zehenstrecker (Fleischfresser), dorsal an Phalanx media / Kronbein (Pferd)
  • F: Strecker aller Zehengelenke
Tags: Extensoren am Unterarm
Source:
211
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Besonderheiten einzelner Wirbel
Brustwirbel
  • sehr hohe Dornfortsätze, die zunächst kaudodorsal und dann kraniodorsal ausgerichtet sind (Fleischfresser), 14. - 16. (Pferd)
  • Dornfortsätze bilden beim Pferd den Widerrist = höchster Fixpunkt, 3. u. 4 Brustwirbel
  • Beim Hund ist der Dornfortsatz des 1. Brustwirbels, der Höchste Punkt, ident mit Schulterhöhe
  • Querfortsätze kurz, artikulieren mit Rippenhöckerchen
  • Am Wirbelkörper vordere und hintere Rippengrube (Fovea costalis cranialis/caudalis)
212
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Articulatio atlantoaxiale
  • Verbindung zwischen Atlas und Axis
  • Dorsale Verstärkung als Membrana Tectoria zw. Wirbelbögen
  • Ligamentum transverum altantis nur bei Fleischfresser
  • Axis mit langem Wirbelkörper mit Christa ventralis
  • Dens axis, kranial am Wirbelkörper
  • Dornfortsatz sehr kräftig
  • Rad- oder Zapfengelenk
  • 3 Gelenksflächen in einer einheitlichen Kapsel
  • Ligamentum alare zw. Dens axis und Arcus ventralis (Condylus occipitalis beim Fleischfresser)

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Besonderheiten einzelner Wirbel
Atlas
  • 1. Halswirbe
  • ohne Wirbelkörper, statt dessen
  • dorsaler und ventraler Bogen (Arcus)
  • Tuberculum dorsale/ventrale
  • Querfortsätze zu den Atlasflügeln
  • Ala atlantis formen Fossa atlantis
  • Fovea articulares craniales (Gelenkgruben)
  • Fovea articulares caudales
  • Zahngrube, Fovea dentis, Gelenkfläche für Knochenfortsatz des 2. Halswirbels
  • Articulation cranial mit dem Hinterhauptbein, Walzengelenk, Beugung/Streckung des Kopfes, caudal mit dem 2 HW
214
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Tuberculum
Als Tuberculum bezeichnet man in der Anatomie, Pathologie oder Dermatologie eine über die Umgebung erhabene, höckerartige oder knötchenförmige Struktur
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Besonderheiten einzelner Wirbel
Axis
  • 2. Halswirbel, Epistropheus
  • sehr langer Wirbel mit Christa ventralis (Ventraler Kamm)
  • Dens axis (Dorn oder Zahn des Axis auf der Oberseite vorne (Mensch) beziehungsweise Vorderseite (vierfüßige Säugetiere) des Wirbelkörpers)
  • Hier arretiert sich das elastische Nackenband, Ligamentum nuchae bis in die Region der 1. BW, bei Pferd bereits am Occiput (Schädel) verankert
  • Dens Axis kranial am Wirbelkörper ruht im Wirbelloch des Atlas - GENICKBRUCH!
  • Dornfortsatz sehr kräftig, wegen Muskulatur schlecht palpierbar
  • Ligamentum alare (Flügelband) zwischen Dens axis und Arcus Ventralis, fixiert Dens axis
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Articulatio atlantooccipitalis
  • Verbindung zwischen Occiput und Atlas
  • Zwei eigenständige tiefe Ellipsengelenke, beide Kapseln mit ventraler Kommunikation (Flfr. immer, Pferd im Alter)
  • Condylus occipitalis mit Fovea articularis cranialis
  • Seitenbänder von Hinterhauptbeinfortsatz - Processus paracondylaris bis Wurzel der Alae atlantis (Querfortsätze des Atlas)
  • Kapselverstärkungen als Membrana atlantooccipitalis dors./ventr.
217
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Costa(e)
  • Rippe(n)
  • Anzahl wie Brustwirbel
  • Beim Pferd auch zum Schutz durch flache "Lamellen"
  • Intercostalräume (z.b. zum Abhören), Punctum Maximum (Auskulationspunkt Herzgeräusch)
  • Os costale (Knöcherner Anteil)
  • Cartilago costalis (Rippenknorpel) = Verbindung zum Sternum (Brustbein)
  • Caput costae (Rippenkopf)
  • Collum costae (Rippenhals)
  • Tuberculum costae (Rippenhöckerchen), artikuliert mit Querfortsatz des nachfolgenden Wirbels
  • Angulus costae (Rippenwinkel)
  • Corpus costae (Rippenkörper)
  • Craniale Rippen (1. - 8.) artikulieren mit Brustbein (sternale Rippe, Tragrippen)
  • Caudale Rippen (9. - 18) bilden den Rippenbogen, Arcus costae (asternale Rippen, bilden bogenförmige Knorpelverbindung = "Atmungsrippen")
218
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Musculus scalenus ventralis
  • "Treppenmuskeln"
  • fehlt Fleischfresser
  • U: Querfortsätze des 3. - 7. Halswirbels
  • U: 1. Rippe
  • F: Heber der 1. Rippe, Niederzieher und Seitwärtsbieger des Halses
219
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Musculus scalenus dorsalis
  • hinterer Rippenhaltemuskel
  • fehlt Pferd
  • U: Querfortsatz 3. - 5. Halswirbel
  • A: 3. - 9. Rippe
  • zieht bei einseitiger Kontraktion den Hals zur Seite, kontrahieren sich die Muskeln beider Seiten, wird der Hals nach unten gezogen. Außerdem hebt er die geringgradig die Rippen an und wirkt damit als Hilfsinspirator.
220
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Musculus obliquus externus abdominis
  • "äußerer schräger Bauchmuskel"
  • U: 4. - 12. (18.) Rippe
  • A: Linea alba (Bauchsehne), Ligamentum inguinale (Beckensehne)
  • F: Einseitig neigt er den Rumpf zur selben Seite und dreht ihn zur Gegenseite. Arbeiten die Muskeln beider Seiten zusammen, so sind sie verantwortlich für die Beugung des Rumpfes und die Hebung des Beckens, weiterhin für die Ausatmung und die Bauchpresse
221
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Musculus obliquus internus abdominis
  • "Interner schräger Bauchmuskel"
  • U: Ligamentum inguinale, Fascia thoracolumbalis
  • A: Linea alba, letzte Rippe
  • F: beugt den Rumpf, presst den Bauch zusammen und ist beteiligt an der Exspiration (Ausatmung)
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Sternum
  • Brustbein
  • Schiffskielförmig beim Pferd
  • Schwertgriff, Manubrium sterni, Vordersternum mit Habichtsknorpel, Cartilago manubri, beim Pferd sehr lang und schmal
  • Corpus sterni aus verwachsenen Sternebrae, Pfd. 5, Flfr. 6, Mittelssternum, Christa sterni
  • Processus xiphoideus (fehlt bei den meisten Pferden), Schaufelknorpel, Cartilago xiphoidea, Hintersternum
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Thorax
  • Knöchern begrenzter Hohlraum
  •   Brustwirbel, dorsal - Rippen, lateral - Brustbein, ventral
  • beherbergt Brusthöhle und intrathorakales Abdomen

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Abdomen
  • Bauch, Bereich des Rumpfes zwischen Brustkorb und Becken
  • In der Bauchhöhle finden sich verschiedene Organe
  • Zu den Oberbauchorganen gehören Leber, Gallenblase, Magen, Zwölffingerdarm, Bauchspeicheldrüse und Milz
  • Zu den Unterbauchorganen gehören der Dünndarm (ohne Zwölffingerdarm) und der Dickdarm (inklusive Qercolon, ohne Rektum)
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Gliederung der Extremitäten
  • Gliedmaßen-Gürtel, Cingulum membri thoracici/pelvini (Schulter/Becken)
  • Gliedmaßensäule, Stylopodium (Os humeri/Os femori)
  • Zeugopodium, Unterarm- Unterschenkelzone, Radius-Ulna (Speiche-Elle), Tibia-Fibula (Schienbein-Wadenbein)
  • Autopodium: Hand/Fuß, Carpus/Tarsus (Beginn Wurzelgelenk) = Basipodium; Mittelhand-/Mittelfuß = Metapodium (Röhrbein Pfd.); Finger/Zehen = Acropodium
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Scapula
  • Schulterblatt
  • Margo dorsalis - Cartilago scapulae
  • Es handelt sich beim Menschen und den übrigen Säugetieren um einen platten, dreieckigen Knochen
  • Die Verbindung zum Thorax erfolgt rein muskulös
  • Margo cranialis - Incisura scapulae - Tuberculum supraglenoidale mit Processus coracoideus
  • Margo caudalis
  • Seitenfläche, Facies lateralis - Spina scapulae (Flfr: Gräteneck Acromion) - Fossa supraspinata - Fossa infraspinata
  • Nervus supraspinalus
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Oberarmbein
  • Humerus
  • Gelenkkopf, Caput humeri
  • Umrahmt vom Tuberculum majus (craniolateral)
  • Tuberculum minus (craniomedial -ulum ist lat. Verkleinerungsform)
  • dazwischen Sulcus intertubercularis, eng mit M. biceps brachii verbunden
  • Tuberositas deltoidea, Ansatzstelle des Musculus deltoideus
  • Condylus humeri, distaler Gelenkkopf des Oberarmknochens (Humerus) = Gelenkwalze, an der Bildung des Ellbogengelenks beteiligt
  • Epicondylus lateralis (Streckknorren)
  • Epicondylus medialis (Beugeknorren)
  • Fossa olecrani
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Radius
  • Speiche
  • Proximales Ende ist durch den Speichenkopf (Caput radii) transversal und flächenhaft zur Fovea capitis radii erweitert
  • Beidseitig der Fovea capitis radii erheben sich Bandhöcker, dorsomedial am Radiuskopf die Speichenbeule (Tuberositas radii), die dem M. biceps brachii Ansatz bietet
  • Proximocaudal am Radius ist eine gelenkige Verbindung zur Ulna angelegt
  • Die Distalfläche ist durch eine quergestellte Speichenwalze (Trochlea radii) gekennzeichnet, die der Artikulation mit dem nachfolgenden Karpalgelenk (Facies articularis carpea) dient
  • Medial ist zur Anheftung medialer Gelenkbänder ein Bandhöcker (Processus styloiedeus radii) ausgeprägt
  • beim Pferd ist ein Processus styloideus ulnae lateral zur Bandanheftung ausgebildet
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Ulna
  • Elle
  • ragt mit ihrem hohen Kopf (Olecranon) und dessem terminalen Fortsatz, dem Ellbogenhöcker (Tuber olecrani) weit über die Gelenkfläche zum Humerus hinaus
  • dient M. triceps brachii als Ansatz
  • Schnabelförmiger Fortsatz (Processus ancoineus) der in die Fossa olecrani des Humerus ragt
  • Sein distales Endstück (Caput ulnae) setzt sich als lateraler Bandhöcker (Processus styloideus) deutlich ab und ist beim Ffr. und beim Schwein mit dem Radius durch die Circumferentia articularis ulnae gelenkig verbunden
  • Beim Pferd ist der distale Anteil der Verschmelzung mit dem Radius im Processus styloideus lateralis aufagegangen
  • Die distale Gelenksfläche arikuliert mit der proximalen Reihe der Karpalknochen
230
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Skeleton Manus
  • Vorderfußskelett
  • knöcherne Grundlage der Gliedmaßenspitze (Autopodium) der Schuldergliedmaße
  • Von proximal: Basipodium mit den Ossa carpi (Vorderfußwurzelknochen), Metapodium mit den Ossa metacarpalia (Vordermittelfußknochen) und Acropodium mit dem Ossa digitorum manus (Vorderzehenknochen)
231
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Ossa carpi Fleischfresser
  • Vorderfußwurzelknochen
  • Eine proximale, antebrachiale und distale, metakarpale Reihe
  • die proximale Reihe artikuliert mit dem Unterarm- Vorderfußwurzelgelenk (Art. antebrachiocarpea) mit dem Radius und der Ulna
  • die metakarcarpale Reihe distal im Vorderfußwurzel-Mittelgelenk (Art. carpometacarpea) mit de Metakarpalknochen
  • antebrachiale Reihe von medial nach außen: Os carpi radiale, -intermedium, -ulnare und -accessorium
  • metakarpale Reihe von medial nach außen: Os carpale I, II, III u. IV
  • Os carpale V fehlt bei den Haussäugetieren
232
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Ossa carpi Pferd
  • Vorderfußwurzelknochen
  • proximale Reihe mit 4 Karpalknochen ausgebildet
  • die distalen Karpalknochen sind unvollständig, meistens fehlt Os carpale I
  • breite Artikulationsfläche des Os carpale III zum Röhrbein (Os metacarpale III), wodurch die Körperlast in der Senkrechten weitergegeben wird
233
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Ossa metacarpalia Fleischfresser
  • 5 langgestreckte Röhrenknochen
  • von medial nach außen Os metacarpale I bis V
  • prox. Ende Gelenkfläche zur distalen Reihe der Karpalknochen
  • distales Ende mit einer Gelenkwalze (Trochlea)
  • 3. Strahl der einzige Metacarpalknochen des Pferdes (Röhrbein)
  • Reste des 2. und 4. Metacarpalknochen bleiben als Griffelbeine ausgebildet
234
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Ossa metacarpalia Pferd
  • Hauptfußmittelknochen (Röhrbein) = Os metarcarpale III
  • Rudimentär MC II und IV (Griffelbeine)
  • Die Artikulationsfläche (Facies articularis carpea) liegt in der Mitte, schwerpunktmäßig zur Verbindung mit dem Os carpale III der Metakarpalreihe
  • An beiden Seiten sind proximal Gelenkflächen zu den Köpfchen der Griffelbeine (Griffelbeinköpfchen) ausgebildet
  • Das distale Ende der MC II und IV verjüngt sich und endet mit einem gut tastbaren Knöpfchen (Griffelbeinknöpfchen)
235
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Ossa digitorum manus Fleischfresser
  • Vorderzehenknochen
  • Grundphalange (Phalanx proximalis)  - Fesselbein beim Wiederkäufer und Pferd
  • Mittelphalange (Phalanx media) - Kronbein beim Wiederkäuer und Pferd
  • Endphalange (Phalanx distalis) - Nagelbein/Krallenbein/Klauenbein/Hufbein
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Ossa digitorum manus Pferd
  • Vorderzehenknochen
  • die Vorderzehenknochen des Pferdes sind alleine auf eine Zehe, die des 3. Strahls begrenzt
  • Fesselbein (Os compendale/Phalanx proxmalis), die distale Trochlea passt sich konkav der Artikulationsfläche zum Kronbein an
  • Proximal am Fesselbein sind zwei Gleichbeine (Ossa sesamoidea proximalia) ausgebildet, sie sind dreiseitig, pyramidenförmig, spitz und stehen durch straffe Bänder untenander und mit dem Fesselbein in Verbindung
  • Kronbein (Os coronale/Phalanx media)
  • Hufbein (Os ungulare/Phalanx distalis) ist seitlich jeweils ein Hufknorpel und proximopalma als Sesambein das Strahlbein angelagert
  • Das Strahlbein (Os sesamoideum distale) hat die Form eines Schiffchen,sein konvexer distaler Rand ist über ein Band mit dem Hufbein fest verbunden
  • Der Hufknorpel (Cartelago ungulae medialis bzw. lateralis) ist paarig und stelle eine faserige Knorpelplatte dar, ist mit dem Hufbeinast verwachsen, die distale Hälfte schiebt sich in die Hufkapsel vor, die proximale überragt deren Kronrand und reicht bis zur Mitte des Kronbeins
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Handwurzel, Carpus
  • Carpalgelenk
  • Antebrachiale Reihe (proximale Reihe), Os carpi radiale, Os carpi intermedium, Os carpi ulnare, Os carpi accessorium (Os pisiforme - Erbsenbein, vorstehend, wichtig für Beugemuskeln)
  • Antebrachius = lat. Unterarm, brachium = lat. Oberarm
  • Metacarpale Reihe (Mittelhandknochen), Os carpale I - IV
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Mittelhand, Metacarpus
  • Ossa metacarpalia, Os metacarpale I - V
  • V-strahlig, Mensch 1. Daumen
  • Wolfskralle nur an Hintergliedmaße!
  • Equiden starke Reduktion, nur der 3. Strahl vollständig ausgebildet, 2 u. 4 rudimentär vorhanden = Griffelbein, nicht Griffelfortsätze!!
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Finger, Digitus
  • Digitus I, 2-gliedrig
  • Digitus II - V, 3-gliedrig
  • Phalanx (Fingerglied) prox, media, distalis
  • Phalanx distalis wird als Krallenbein (Os unguiculare), Hufbein(Os ungulare) bezeichnet
  • Ossa sesamoidea proximatia, Flfr. an jedem Finger, Pfd. Gleichbeine am Fesselgelenk
  • Os sesamoideum distale, Pfd. Strahlbein (Hufgelenk)
240
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Hüftbein, Os coxa
  • Re u. li Hüftbein & Kreuzbein
  • Symphysis pelvina (Knorpelverbindung)
  • Darmbeinschaufel bei Flfr. steiler und enger als bei Pfd. (vorstehende Hüfthöcker, bei Hund ev. nur Kreuzhöcker sichtbar)
  • Os ilium, Ala ossis ilii mit Tuber sacrale und Tuber coxae, Corpus ossis ilii (Darmbeinsäule mit kräftiger Kruppmuskulatur)
  • Os pubis (Schambein), cranialer Abschnitt des Beckenbodens, mitbeteiligt bei der Beckensymphysis
  • Caudale Fortsetzung ins Os ischii, Tuber ischiadicum (Sitzbeinhöcker, immer palpierbar)
241
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Oberschenkel, Os femoris
  • Oberschenkelkopf, Caput femoris, Oberschenkelkopfgrube mit Oberschenkelkopfband
  • Oberschenkelhals, Collum femoris
  • gr. Umdreher, Trochanter major (palpierbare Muskelansatzstelle)
  • kl. Umdreher, Trochanter minor (nicht palpierbar)
  • Condylus (femoris) lat./med.
  • Fossa intercondylaris
  • Trochlea patellae ossis femoris (Kniescheibenrolle des Oberschenkels)
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Tibia
  • Schienbein
  • Wesentlich an der Bildung des Kniegelenks beteiligt
  • das proximale Knochenende schließt  Artikulationsflächen für die Kondylen des Femurs bzw. der Menisken
  • An der Vorderseite zieht in leicht geschwungenen Verlauf die Schienbeinleiste (Margo cranialis), tastbar
  • Proximal verdickt sich der Margo Cranialis zur auffälligen, ebenfalls tastbaren Schienbeinbeule (Tuberositas tibiae)
  • das distale Endstück wird durch die zweiteteilte Gelenksschraube (Cochlea tibiae) gekennzeichnet, die mit der Gelenkrolle (Trochlea) des Sprungbeins (Talus) artikuliert
  • An der medialen Seite wird der mediale Knöchel (Malleolus medialis) als Vorsprung ausgebildet
  • Condylus (tibiae) lat./med.
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Skeleton pedis
  • Knöcherne Grundlage der Gliedmaßenspitze (Autopodium), von proximal:
  • Basipodium mit den Hinterfußwurzelknochen (Ossa tarsi)
  • Metapodium mit den Hintermittelfußknochen (Ossa metatarsalia)
  • Acropodium mit den Hinterzehenknochen (Ossa digitorum pedis)
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Ossa tarsi
  • Hinterfußwurzelknochen
  • Liegen bei den Haussäugetieren in einer proximalen/kruralen, mittleren/intertarsalen und einer distalen/metatarsalen Reihe
  • In der proximalen/kruralen Reihe von medial: Os tarsi tibiae (Talus oder Sprungbein), Os tarsi fibulare (Calcaneus oder Fersenbein)
  • In der intertarsalen Reihe medial ausgebildet das Os tarsi centrale
245
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Wadenbein, Fibula
  • Caput fibulae
  • Corpus fibulae
  • Malleolus fibulae
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Fußwurzel, Tarsus
  • Sprunggelenk
  • Crurale Reihe (Crus = lat. Unterschenkel, proximal) gebildet von Talus (Sprung- /Rollbein) mit Trochlea tali (Sprungbeinrolle, Fersenbein, Calcanaeus mit Tuber calcanei (wird als Sprungbeinstütze - Sustentaculum tali - bezeichnet)
  • Intertarsale Reihe, Os tarsi centrale
  • Metatarsale Reihe (distale), Os tarsale I - IV
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Mittelfuß, Metatarsus
  • Ossa metatarsalia
  • Os metatarsale II - V
  • Wolfskralle
  • Atavismus (Rückfall in Urform)
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Knochenverbindungen
  • Arthrologie: Arthros = Gelenk; logos = Lehre
  • Gelenk = Knochenverbindung
  • einfaches Gelenk = zwei Knochen
  • zusammengesetztes Gelenk = drei oder mehr Knochen
  • Spaltfreie Knochenverbindungen
  • Spalthaltige Knochenverbindung
249
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Musculus transversus abdominis
  • "querverlaufender Bauchmuskel"
  • U: Fascia Thoracolumbalis
  • A: Linea alba
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Musculus rectus abdominis
  • "gerader Bauchmuskel"
  • U: Brustbein
  • A: Ligamentum pubicum cranialis, Ligamentum acessorium ossis femoris (Pferd)
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Vertreba anticlinalis
  • Übergang Rückenwirbel von caudodorsal nach craniodorsal, diaphragmatischer Brustwirbel (Zwerchfell mit Brustwirbelsäule verbunden, durch Zugkräfte richtet sich Proc. spinosus auf)
  • beim Hund der 10. Wirbel
  • beim Pferd 16. BW
  • seitliche Bewegung dann nicht mehr möglich
  • die tiefste Stelle des Sattels beim Pferd
  • Gelenkflächen zunächst flach, Bewegung cran-caud, med-lat, dann dorso-ventral

252
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Kyphose
Als eine Kyphose (griechisch κύφωσις, wörtlich „Buckelung“ von κύφος, kýphos, „Buckel“) wird in der Fachsprache beim Menschen eine nach hinten (dorsal) konvexe Krümmung der Wirbelsäule bezeichnet. Natürlicherweise kommt Kyphose im Brustbereich (Brustkyphose) vor und am Ende der Wirbelsäule noch als eine kleine Kyphose, die sogenannte Sakralkyphose. Erst bei einer krankhaften Verstärkung der Kyphose, in diesem Fall jene der Brustwirbelsäule, spricht man von einem Rundrücken, einer Hyperkyphose, einem Buckel oder lateinisch einem Gibbus.
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Epicondylus medialis
Knochenfortsatz des medialen Oberschenkelgelenkkopfes. Er entsteht durch die Verbreiterung des Oberschenkelkörpers (Corpus femoris) nach innen in Richtung Kniegelenk und bildet zusammen mit dem inneren Gelenkhöcker (Condylus medialis) den unteren Teil des Oberschenkelknochens
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Musculus longus colli/capitis
  • Musculus longus colli "langer Halsmuskel"
  • U: Hals/Kopf
  • A: vorhergehender Wirbelkörper, Basis Occiput
  • F: Fixation von Hals und Ventralflexion

  • Musculus longus capitis "langer Kopfmuskel"
  • U: Brustportion: median 1. - 6. BW
  • A: Lamina ventralis 6. HW
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Musculus scalenus medius
  • "mittlerer Rippenhaltermuskel"
  • U: Querfortsatz 7. HW (Pferd), 3. - 7. HW (Fleischfresser)
  • A: 1. Rippe
  • F: zieht bei einseitiger Kontraktion den Hals zur Seite, kontrahieren sich die Muskeln beider Seiten, wird der Hals nach unten gezogen
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Muskeln des Stammes
  • Lange Hals- und Rückenmuskulatur
  • Allgemeine Funktion: Aufrichter/Strecker, Seitenbieger/Versteifer der Hals-/Brust-/Lendenwirbelsäule
  • die einzelnen Muskelfasern erstrecken sich immer über mehrere Segmente und sind kulissenartig in 3 Schichten angeordnet
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Musculus splenius
  • Oberflächliche Schicht
  • "Riemenmuskel"
  • U: Fascia spinocostotransversalis
  • A: Os occipetale (Flfr. Pfd), Processus transversi des 1. - 5. HW (Pfd)
  • F: Aufrichter, Heber von Kopf und Hals (bds.); Seitbieger (eins.)
258
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Schleimbeutel der Wirbelsäule
  • Bursa subligamentosa nuchalis cranialis (vorderer Nackenschleimbeutel)
  • Bursa subligamentosa nuchalis caudalis (mittlerer Nackenschleimbeutel)
  • Bursa subligamentosa spuraspinalis (hinterer Nackenschleimbeutel)
259
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Musculus spinalis
Musculus semispinalis thoracis
Musculus spinalis cervicis
  • tiefe Schicht
  • "Dornfortsatzmuskel"
  • U: Dornfortsätze ab 6. HW
  • A: Dornfortsätze (spinalis) nachfolgender BW, Zitzen- und Querfortsätze (semispinalis) der letzten 2 BW und ersten 2 LWs
  • F: Synergist der mittleren Schicht, Stabilisierung der gesamten Wirbelsäule

260
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Musculus semispinalis capitis
  • tiefe Schicht
  • "Halbdornenmuskel
  • U: Hinterhauptschuppe
  • A: Fascia spinocostotransversalis
  • F: Synergist der mittleren Schicht, Stabilisierung der ges. Wirbelsäule
261
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Musculus iliocostalis
  • mittlere Schicht
  • Verlauf von hinten-oben nach vorne-unten
  • U: Darmbeinflügel, Sehenplatte
  • A: Rippenwinkel,Querfortsätze der Halswirbel
  • F: Aufrichter und Stabilisator der Wirbelsäule
262
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Musculus longissimus dorsi
  • Längster Rückenmuskel
  • U: Kreuzbein, Darmbeinflügel
  • A: Ala Atlantis, Schläfenbein
  • F: Strecker, Fixator der WS (Steigen, Ausschlagen) bei bds. Wirkung, Seitbieger bei eins. Wirkung
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Musculus extensor digitorum longus
  • "langer Zehenstrecker"
  • U: Fossa extensoria Oberschenkelknochen
  • A: Processus extensorius des Hufbeins (Pfd.), Processus unguicularis des Krallenbeins der 2. - 5. Zehe
  • F: Dorsalextension (Hochziehen) der 2. - 5. Zehe
264
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Plexus brachialis
  • Peripheres Nervensystem
  • Geflecht aus den ventralen Ästen der Spinalnerven des letzten Hals- und des zweiten Brustnerv (C5–T1/2)
  • Nervus suprascapularis: Musculus supar- und infraspinatus
  • Nervus subscapularis: Musculus subscapularis
  • Nervus musculocutaneus: Musculus biceps brachii, Musculus brachialis, Musculus coracobrachialis
  • Nervus axillaris: Musculus teres major/minor, Musculs deltoidus
  • Nervus radialis: Musculus triceps brachii, alle Strecker des Carpalgelenkes und der Zehengelenke
  • Nervus medianus: Musculus flexor carpi radialis, oberflächliche Zehenbeuger (Flfr.), Teile des tiefen Zehenbeugers (Caupt radiale, z.T. Caput huerale)
  • Nevus ulnaris: Musculus flexor carpi ulnaris, oberflächlichie Zehenbeuger (Pfd), Teile des tiefen Zehenbeugers (Caput ulnare, z.T. Caput humerale)
265
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Gliedmaßenfehlstellung
  • Angeboren
  • Wachstumsbedingte Entwicklungsstörung
  • Haltungsbedingt (Hufpflege)
  • nach Trauma
  • Schmerzen
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Biomechan. relevante Funktionsstörungen der Muskulatur
  • Hypotone Muskulatur (weich, faszikuläre Zuckungen bei Ermüdung, druckschmerzhaft in Kontraktion)
  • Hypertone Muskulatur (druckschmerzhaft in Entspannung, steife Bewegung)
  • Dysbalance der Muskulatur durch Schonhaltung, Störung im RM-Segment, muskuläre Entzündung
  • Muskelinsuffizienz (aktiv - kann nicht mehr bis in die Endposition kontrahiert werden, passiv - kann nicht mehr bis in Endstellung gedehnt werden
  • Myogelosen (knötchen- oder spindelförmige Verhärtung innerhalb des Muskels)
  • Muskelatrophie (Muskelschwund) - Inaktivitätsbedingt, neurolog. -degenerativ
  • Strukturelle Muskelverkürzung - reversibel/nicht reversibel
  • Muskelkater, -prellung, -zerrung, -riss
  • Sonstige Myopathien (Muskelleiden)

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Gliederung des Nervensystems
Topografisch
  • ZNS (Gehirn, Rückenmark)
  • PNS (Kopfnerven, Gehirnnerven, Spinalverven)

Funktionell
  • ZNS
  • Vegetative Nervensystem - Sympatikus/Parasympatikus - Organe
  • Animales Nerfensystem - Skelettmuskeln

Vegetatives und onimales Nervensystem topographisch oft nicht zu trennen
268
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Plexus lulmbosacralis
  • "Lenden-Kreuz-Geflecht" L4 - S3/5
  •   Geflecht der Ventraläste (bauchwärts gerichtete Nervenäste, Rami ventrales) der Spinalnerven des Lenden- und Kreuzabschnitts. Aus diesem Geflecht gehen durch Austausch von Nervenfasern verschiedener Rückenmarkssegmente neue Nerven hervor, die nunmehr Anteile mehrerer Segmente enthalten und die untere Extremität, die Bauchwand und das Becken innervieren
  • Nervus femoralis: Musculus quadriceps
  • Nervus obturatorius: Musculus gracilis, Musculus pectineus, Musculus adductor
  • Nervus glutaeus cran: Musculus glutaeus medius, Musculus tensor facsiae latae
  • Nervus glutaeus caud: Musculus glutaeus superf., Musculus biceps fem. (Wirbelkopf), Musculus semitendinosus (Wirbelkopf)
  • Nervus ischiadicus: Mm. ischiocrurales, alle Strecker und Beuger des Tarsalgelenkes und der Zehengelenke als Nervus tibialis und Nervus fibularis
  • Nervus pudendus: Musculus sphinkter ani externus, Musculus urethralis
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Nervensensibilität
  • Somatosensibilität (bewusste Wahrnehmung von Körperempfindungen)
  • Viszerosensibilität (Sensitivität gegenüber Körperempfindungen, welche von den Eingeweiden ausgehen, in der Regel handelt es sich dabei um unbewusste Empfindungen
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Nozizeption
  • Oberflächensensibilität
  • Machanorezeptoren für Druck, Berührung, Vibration (Merkelsche Tastscheiben = Druckrezeptoren), (Meisnersche Tastkörperchen, Haarwurzelrezeptoren = Geschwindigkeitsrezeptoren)
  • Vater-Pacinische Körperchen = Vibrationsrezeptoren, Impulsfrequenz des Aktionspotentials ist proportional der Geschwindigkeitsänderung einer Hautverschiebung; solche Beschleunigungsdetektoren finden sich auch in Muskeln, Sehnen, Gelenken (Tiefensensibilität)
  • Temperaturrezeptoren (Kälterezeptoren 36° - 20°, Wärmerezeptoren 36° - 43°), Adaptionsbereich 20° - 40° wird nur
  • anfangs als kalt/heiß empfunden
  • Schmerzrezeptoren: Somatischer Schmerz (Tiefenschmerz, Oberflächenschmerz), Viscaler Schmerz (kommt von den Eingeweiden), projizierter Schmerz, Phantomschmerz (bei Reizungen entlang der Nervenbahn, bzw .ausbleibendem Input)
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Viszerosomatischer Reflex
  • Störung eines inneren Organs
  • Viszerosensible Afferenz (Erregungen, die aus der Peripherie dem Zentralnervensystem zugeleitet werden), Aktivierung afferenter Nervenzellen
  • Reaktion aller Gewebearten innerhalb des Segmentes (Dermatom (Hautsegment), Myotom (Muskelsegment), Sklerotom, Viszerotom (Organ)) entsprechend ihrer Funktion
  • mögliche Veränderungen: Zunahme subkultaner kollagener Fasern (ungerichtet - Verquellung), muskulärer Hypotonus - Hartspann, Druckdolenz, Haare, Projizierter Schmert - Herzinfakt/Schmerz im li. Arm, Pleuritis/intercostaler Schmerz, Nephritis/Lumbalschmerz
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Kultiviszeraler Reflex
  • jede Art von reflektorischer Beeinflussung der Bewegung, Sekretion und Durchblutung von Eingeweideorganen durch mechanische, thermische und chemische Reize, die auf die Haut (besonders in den entwicklungsgeschichtlich zugeordneten Rückenmarksegmenten) ausgeübt werden. Die Reize können durch Massage, heiße oder kalte Auflagen (Kataplasmen) sowie durch Salben u. a. Einreibemittel (Kampfer, Menthol, Cantharidin u. a.) gesetzt werden.
  • Veränderung aller Gewebearten innerhalb des Segmentes ( Dermatom, Myotom, Skerotom, Viszerotom)
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Somatosensibilität
  • Nozizeption = Oberflächensensibilität
  • Propriozeption = Tiefensensibilität
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Author: Andreas
Main topic: Tierheilpraktiker
Topic: Anatomie/Physiologie - Bewegungsapparat der Haussäugetiere
School / Univ.: ATM
City: Bad Bramstedt
Published: 02.01.2017
 
Card tags:
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Extensoren am Unterarm (4)
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