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All main topics / Wirtschaftsinformatik / Anwendungssysteme

Enterprise Systems in der Finanzindustrie (74 Cards)

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Was ist ein Anwendungssystem?
= Teilbereich von Informationssystemen
  • System, das alle Programme beinhaltet, die für ein bestimmtes betriebliches Aufgabengebiet entwickelt und eingesetzt werden
  • inklusive IT-Infrastruktur
  • zur rechnergestützten Lösung einer bestimmten Aufgabe
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Was ist Individiual-, Standard- und Komponentenbasierte Software?
Individualsoftware
  • realisiert Anforderungen und Wünsche bestimmter Anwender
  • →geringe Übertragbarkeit
  • umfasst dedizierte Systementwicklungsprozesse
  • →risikobehaftet, zeitaufwendig, teuer

Standardsoftware
  • realisiert genau spezifizierte Funktion und Problemstellung
  • →geringe Passgenauigkeit
  • weitgehend unabhängig von Organisationsstrukturen

Komponentenbasierte Software
  • Mischform, da Kombination von Standardkomponenten verschiedener Hersteller
  • Komponente: gekapselte Softwareobjeke, die über genau spezifiziete Schnittstellen kommunizieren
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Nenne die Integrationsprinzipien eines ERP!
  • Einmalerfassung der Daten am Entstehungsort
  • Prinzipiell stehen alle Funktionen allen Anwendern zur Verfügung
  • Abbildung von Prozessketten über funktionale Grenzen hinweg
  • konsistente und redundanzfreie Speicherung
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Welche Nachteile weisen traditionelle Architekturen auf?
  • vertikale Integration entlang Unternehmensfunktion
  • applikatorische Struktur entspricht traditionellen Produktlinien
  • jeder Bestand hat zB sein eigenes Verwaltungssystem
  • kein Produkt- oder funktionsübergreifender Zugriff auf Daten/Funktionen
  • Kundeninformation unvollständig oder ortsabhängig
  • hardcodierte Organisationsaspekte

Konsequenzen
  • hohe Time-to-market-Zeit und Wartungs- und Supportkosten
  • Effizienz- und Qualitätsverluste
  • hoher Aufwand bei Anschluss von Drittsystemen
  • Geschäftsprozesse können nur schwer angepasst werden


Lösung: Serviceorientierung!
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Nenne Realitäten und zukünftige Trends der Banken!
Trends 2015 Realität 2009
Vertrieb Multi-Kanal-Fähigkeit und Individualisierung Produktorientierung
Dekonstruktion und Vernetzung → Aufbrechen bestehnder IT-Architekturen Individualsoftware
IT-Architektur Fokus auf mangelnde Flexibilität und mangelnde Integration Fokus auf Kosten
Standards Homogenisierung der Applikationsarchitekturen Heterogenität
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Welche 2 Ansätze existieren für Kernbankensysteme? Nenne Beispiele!
Gesamtbankensysteme
= umfassendes Kernbankensystem eines Anbieters
  • avaloq, SAP Banking Solution, Kordoba, finnova

Best of Breed
= Spezialsysteme einzelner Hersteller, die integriert werden
  • basenet, FlexFinance, Kondor+, GEOS, …
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Nenne die Vorteile eines Gesamtbankensystems!
… bei der implementierung
  • Integrierte Lösung
  • keine Redundanz
  • gemeinsames Datenmodell
  • ein Ansprechpartner (für Erweiterungen)

… im Betrieb
  • einfacher Unterhalt
  • einheitliches Look & Feel
  • kein Umbruch im Transaktionsfluss
  • keine Notwendigkeit für interne Daten-Reconcilation
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Nenne die Nachteile eines Gesamtbankensystems!
… bei der Implementierung
  • kein voller Abdeckungsgrad
  • zusätzliche Satellitensysteme notwendig
  • Standards nicht vorhanden (Schnittstellen)

… im Betrieb
  • Abhängigkeit von einem Anbieter
  • Vorteile nur langfristig realisierbar
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Nenne die Vorteile des Best-of-Breed-Ansatzes!
… bei der Implementierung
  • optimale Unterstützung spezifischer Funktionsbereiche
  • Differenzierung ggü. Konkurrenz
  • geringe Abhängigkeit vom Anbieter

… im Betrieb
  • Komponenten können leicht ausgetauscht werden
  • geringe Abhängigkeit vom Anbieter
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Nenne die Nachteile des Best-of-Breed-Ansatzes!
… bei der Implementierung
  • aufwendige Integration
  • Redundanzen zwischen einzelnen Systemen
  • mehrere Verhandlungspartner

… im Betrieb
  • Unterhalt aufwendig
  • verschiedene Release-Zyklen
  • Reconcilation zwischen Datenbeständen
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Wie sieht eine Privatbank derzeit aus?
  • hohe Eigenfertigungstiefe
  • →deckt Front- und Backoffice komplett ab
  • wenig Geschäftspartner / Netzwerke
  • eigene Applikationsarchitektur für komplettes Front- und Backoffice

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Wie sieht eine Privatbank 2015 aus?
  • integriert in ein Wertschöpfungsnetzwerk
  • Konzentration auf Frontoffice
  • IT-Cut um zB Zahlungsverkehr auszulagern, da nicht mehr marktdifferenzierend
  • →Entstehung von Providern
  • Anbieten von Diensten/Infrastruktur für zB Effektenhändler

Veränderung der Applikationslandschaft
  • Transaktionsbezogene Systeme außer Handel entfallen
  • Portfoliomanagement und -entwicklung entsteht neu (transaktionsübergreifend)
  • Führung-, Vertrieb- und Support bleibt unverändert
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Welche Bedeutung kommt Providern im Bankennetzwerk 2015 zu?
  • übernimmt sämtliche Abwicklungsaktivitäten seiner Partner
  • bietet Depotstellennetz, Brokernetzwerk, … aus einer Hand an
  • übernimmt alle Backoffice-Aktivitäten der Bank
  • →Werschriften, Zahlungsverkehr, Depotführung
  • erhält möglichst keine Sicht auf Kundendaten der Bank
  • umfassender Service Desk

Leistungsflüsse
  • Abwicklung WS/ZV
  • Depot- und Kontoführung
  • Durchführung von Corporate Actions
  • Handel
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Welche Lösungen bietet SAP für Banken an?
  • CRM
  • ERP
  • Transactional Banking
  • Analytical Banking
  • Integrationsinfrastrukur (Benutzungsoberfläche, Information Mngmt, SOA Mngmt, Integration, …)
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Was umfasst das SAP CRM?
  • vollständiger Überblick über Kunden und Interessenten
  • Unterstützung für Marketing, Vertrieb und Service
  • Beziehungsmanagement
  • Berichts- und Analysewerkzeuge für Produkte und Kunden

Bereiche
  • Geschäftspartner-Management
  • Account Origination
  • Sales and Services
  • Marketing
  • Vertrieb
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Was umfasst das SAP Transactional Banking?
  • schnelle Bearbeitung von Finanztransaktionen
  • Lösungen für das End- und Großkundengeschäft
  • Unterstützung mehrerer Sprachen/Währungen/Länder/Kanäle
  • Echtzeitzugriff / skalierbare Architektur
  • Prozessdefinition und Parametrisierung

Bereiche
  • Payment Engine
  • Deposits Management
  • Loan Management (Kredit)
  • Leasing
  • Funding Management (Finanzierung)
  • Collateral Management (Sicherheiten)
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Beschriebe die Schichtenarchitektur einer Bank inkl. der dazugehörigen Systeme!
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Welche Potenziale verspricht SOA?
  • Verbesserung Time-to-Market
  • Reduzierung von Abhängigkeiten
  • Kostensenkung
  • Steigerung der Integrationsfähigkeit
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Wodurch kann SOA Time-to-Market verbessern?
  • Orchestrierung standardisierter Services
  • Brücke zwischen Fachlichkeit und Applikation
  • erhöhte Wiederverwendung durch Shared Services
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Wodurch kann SOA Abhängigkeiten reduzieren?
  • schnellere Integration von Plattformen und Prozessen
  • →keine Insellösungen
  • Plattformunabhängigkeit
  • standardisierte Services erhöhen Vergleichbarkeit und Markttransparenz
  • Verbessertes Redundanzmanagement
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Wodurch kann SOA Kosten senken?
  • geringerer Integrationsaufwand
  • Verminderung technischer Abhängigkeiten
  • Reduzierung proprietärer Formate
  • Flexibilisierung von Altapplikationen
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Nenne die Designprinzipien von SOA!
Bedarfsorientierung
  • an Geschäftskonzepten orientierte Granularität
  • Generalisierung der Leistung → Wiederverwendbarkeit

Interoperabilität
  • technische und fachliche Standardisierung
  • Verwendung offener Industriestandards

Autonomie und Modularität
  • hohe Kohäsion und schwache logische Kopplung
  • lose gekoppelte Kommunikation

Schnittstellenorientierung
  • Abstraktion von Implementierung
  • umfassende technische und fachliche Spezifikation
  • stabile, gemanagte Servicekontakte
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Was ist eine Servicetypologie?
= Klassifizierung der Services nach Granularität und Zweck


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Erkläre die vier Tiers der Service-Typologie!s
Tier 1 – Servicecluster
  • hoch aggregierte Geschäftsfunktionalitäten
  • Partnerverwaltung, Freigabe, …

Tier 2 – Geschäftsservices
  • kapseln Geschäftslogik
  • verknüpft mit Aktivitäten und Prozessarchitektur
— Prozessservices
          • decken Funktionen des Prozessmodells ab
          • Poolingservice
— Regelserives
          • Validierungs- und Geschäftsregeln
          • Transaktionsregelservice
— Datenservice
          • Funktionlitäten (CRUD) von Geschäftsobjekten
          • Transaktionsdatenservice, Auftragsdatenservice

Tier 3 – Applikationsservices
  • geschäftszentrierte Basisdienstleistungen
  • getAccountCondition als WebService

Tier 4 – Infrastrukturservices
  • nicht-geschäftszentrierte Basisdienstleistungen
  • getIPConnection

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Was ist eine Servicelandkarte?
  • Visualisierung von Beziehungen, Perspektiven, Typologie oder Zustandigkeit
  • Einflussfaktoren: Ziele, Fokus, Reifegrad

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Was ist ein Servicekatalog?
  • Beschreibung von Services
  • unternehmens- und zweckspezifisch



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Wast ist eine geschäftsorientierte Servicearchitektur und woraus besteht sie?
= gibt Ausgangspunkt und Schwerpunkt der Betrachtungsweise in Form fachlicher Modelle (Prozesse, Netzwerk, …) wieder

Bestandteile
  • Metamodell
  • Fachliches Servicemodell
  • Technisches Servicemodell
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Was ist das fachliche Servicemodell?
  • zeigt fachliche Services gemäß Servicetypologie
  • geschäftsgetriebene Entwicklung
  • zeigt Abhängigkeiten und Zuständigkeiten
  • Beschreibung in einem Servicekatalog
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Welche fünf Bereiche umfasst das fachliche Servicemodell? Nenne je ein Beispiel für einen Service!
Führung
  • Risikosteuerung
  • Providermanagement

Vertrieb
  • Vertriebsmanagement
  • Kundenanalyse

Transaktionsbezogen
  • Kreditkontrolle
  • Bonität
Transaktionsübergreifend
  • Liquiditätsmanagement
  • Konditionspflege
Support
  • Digitalisierung
  • Dokumentenmanagement
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Was ist das technische Servicemodell?
  • verbindet fachliche Services mit technischen Modulen einer Kernbankenapplikation
  • →realisiert somit das fachliche Servicemodell
  • zeigt Restriktionen aus Umsetzungsschicht auf
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Nenne die Ebenen des Business Engineering und seine Bestandteile!

Definition der Services kann top-down oder bottom-up erfolgen
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Was ist Cloud Computing und welche grundlegenden Vorteile bietet es?
= Zugriff auf verteilte Prozessoren und Speicherdienste im Internet
  • Cloud als Metapher für Internet
  • Kernbegriffe: Virtualierung, SOA, Verteiltes Rechnen

Vorteile
  • geringere Kosten durch Zentralisierung und Sharing
  • flexible Geschäftsmodelle, da geringe Eintrittskosten in den Markt für neue Unternehmen
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Was sind die Vor- und Nachteile einer Public Cloud?
Vorteile
  • offen für jeden
  • viele nodes
  • geringe Kosten

Nachteile
  • rechtliche und Sicherheitsaspekte
  • keine Performanzgarantie
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Was sind die Vor- und Nachteile einer Private Cloud?
Vorteile
  • volle Kontrolle
  • schnelle Versorgung

Nachteile
  • Geringes Sharen der Ressourcen
  • Infrastruktur muss eingerichtet und gewartet werden
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Welche Stufen des Cloud Computing gibt es? Nenne Beispiele!
Software as a Service (SaaS)
  • Google Docs
  • MS Office/SharePoint/Exchange
  • salesforce

Platform as a Service (PaaS)
  • Google AppEngine
  • Azure
  • force.com (salesforce)

Infrastructure as a Service (IaaS)
  • Amazon Webservices
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Was sind die Vor- und Nachteile von SaaS?
= Software as a Service

Vorteile
  • Anwendungslogik von darunterliegender Techologie abstrahiert
  • kein Know-How über Deploying oder Administration erforderlich
  • Geringe Einstiegskosten für neue Unternehmen

Nachteile
  • Geringe Anpassung der Anwendungen
  • keine Kontrolle über Features und Lebenszyklen
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Was sind die Vor- und Nachteile von PaaS?
= Platform as a Service

Vorteile
  • Infrastruktur und Plattform vom Kunden abstrahiert
  • geringe Kosten für Entwicklung und Ausführung von Anwendungen
  • Fokusierung auf Geschäftslogik

Nachteile
  • Support für Anwendungen noch immer erforderlich
  • keine Kontrolle über Features und Lebenszyklen
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1
Was sind die Vor- und Nachteile von IaaS?
= Infrastructure as a Service

Vorteile
  • physische Infrastruktur abstrahiert vom Kunden
  • „pay as you grow“

Nachteile
  • es muss sich um Versorgung und Management gekümmert werden
  • High-Level-Komponenten müssen engineered und gemanaged werden
  • keine Kontrolle über Features und Lebenszyklen
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Was ist der Unterschied zwischen Opreations und Transformation?
Operations
= Run the Business
  • Innovation, Produktion, Marketing/Vertrieb, HR, …


Transformation
= Change the Business
  • Re-Positionierung des Unternehmens
  • muss von Geschäftsführung geleitet werden
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Was ist eine Transformation?
= Veränderung der Gestalt, Form oder Struktur
  • ein Veränderungsprozess von einem Ausgangs- in einen Zielzustand
  • steuert die Gestaltung und Veränderung sowohl aufbau- als auch ablauforganisatiorisch
  • umfasst Definition, Auslösung und Umsetzung von Veränderungsmaßnahmen sowie das Controlling


Perspektive
  • dynamisch → Transformation als Prozess
  • statisch → Betrachtung von Ist- und Sollzustand
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Woraus besteht das Transformationsmanagement?
  1. Programm-/Projektmanagement
  2. Vorgehensmodell
  3. Change Management ("Psychologie" der Transformation)
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Was ist das Transformationsmanagement?
= Projekt- und Change-Management

  • unterstützt erfolgreiche Transformation
  • stellt Ziele, Vorgehen Organisation, Planung und Doku bereit
  • Detailplanung, Umsetzung und Controlling für jede Vorgehensphase
  • Weiterentwicklung des TM ist auf Verbesserungsmaßnahmen ausgerichtet, sodass time und budget eingehalten werden


→viele Schnittstellen zu unterschiedlichen externen Partnen
Pro Schnittstelle wird ein Projekt aufgesetzt
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Aus welchen Schritten besteht der Transformationsmanagement-Prozess?
1 Setup Transformationsmanagement

Schritte, die in jeder Phase durchzufühe sind:
2 Definition Ziele, Vorgehen, Organisation und Planung
3 Detailplanung Maßnahmen und Verantwortlichkeiten
4 Umsetzung Transformationsmaßnahmen
5 Controlling

6 Abschlussdokumentation und Übergabe
7 Weiterentwicklung
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Welche Veränderungen ergeben sich bei einem typischen Transformationsprozess einer Bank? Was ist das Delta?
Strategie-Ebene
  • IST: Partner, Leistungsflüsse, Rollen sind intern
  • SOLL: extern

Prozess-Ebene
  • IST: Aufbauorganisation, Prozesse und Services intern
  • SOLL: verteilt auf Partner

System-Ebene
  • IST: technische Services, Applikationen und Schnittstellen intern
  • SOLL: extern / verteilt auf Partner


Delta: Kluft zwischen Ist- und Sollzustand
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Nenne einige Leistungsflüsse, die sich bei einem typischen Transformationsprozess einer Bank ändern können!
… an Provider ausgelagert:
  • Kundendepotführung
  • Zahlungsabwicklung
  • Scanning

  • Lizenzsoftware vom Hersteller beziehen statt Individualsoftware
  • App.-Mgmt, Betrieb Software, Druck an Service-Center
  • zusätzlicher Produktvertrieb durch Vertriebsergänzung
  • Kundenberatung durch Privatbank
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Nenne die Dimensionen der Transformationskomplexität!
  • Sourcing-Ebene
  • Sourcing-Reichweite
  • Sourcing-Bereich
  • Sourcing-Frequenz
  • Leistungsaustausch
  • Unternehmenskulturen
  • Veränderungen
  • Risiko
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Nenne einige Kriterien, anhand derer sich die Transformationskomplexität typisieren lässt!
Sourcing-Komplexität
  • Prozessintegration (manuell, automatisiert)
  • Systemintegration (kein, ein, mehrere Systeme)
  • Prozessreichweite (im Unternehmen, zwischen ~, zwischen mehreren ~)
  • Applikationsbereich (Präsentation/Funktion, Service)
  • Leistungsaustausch (selten, gelegentlich, häufig)

Umsetzungskomplexität
  • Anzahl Prozesse/App/Mitarbeiter (keine, wenig, viele)
  • Werte, Einstellungen, Normen (konfliktär, kompatibel)
  • Umsetzungsdauer (kurz, mittel, lang)
  • Betroffene Marktabschnitte (Frontoffice, Backoffice, Interbanken)
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Welche Rollen sind in einem Transformationsprojekt zu besetzen?
Lenkungsausschuss
  • Programmmanagement
  • Programmoffice
  • Sounding-Board

Übergreifende Rollen
  • Qualitäts- und Risikomanagement
  • Organisationsentwicklung
  • Compliance Management
  • Architektur-Management
  • Application-Lifecycle-Management (technisch und fachlich)

→jeder Netzwerkpartner stellt je Projekt verschiedene Rollen zur Verfügung
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Was ist ein Sounding-Board?
  • setzt sich aus Vertretern der Stakeholder/Projektbeteiligten zusammen
  • informeller Lenkungsausschuss, ohne Entscheidungskompetenz

Ziele
  • Interessenausgleich
  • Chancen und Risiken aufdecken
  • Erfolgsaussichten fachlich und strategisch beurteilen
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Was ist ein Programmoffice?
  • plant, priorisiert, entscheidet, beauftragt, steuert und überwacht Projekte, die zum einen innovative, geschäftliche oder gesetzliche Ziele verfolgen und sich zum anderen in einem mittelfristigen, interdisziplinären, geschäftsübergreifenden "Programm" zusamenfassen lassen.
  • unterstützt alle Unternehmensteile und Fachbereiche bei der Umsetzung von Projekten, indem es Methodenkompetenz bereitstellt
  • trifft häufig Entscheidungen, die ansonsten von der Unternehmensleitung verantwortet würden
  • bestimmt Entscheidungs- und Eskalationsweg
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Was ist ein IT-Cut?
= definiert den fachlichen IT-Schnitt für eine zwischen Partnern im Netzwerk erbrachte Leistung unter Berücksichtigung der Besonderheiten je Finanzinstrument

Fragestellungen
  • Welche Daten- und Serviceownerships ändern sich durch den IT-Cut?
  • Welche Implikationen ergeben sich aus dem IT-Cut für die Prozessverteilung?
  • Welche Auswirkungen hat der fachliche IT-Cut auf den Business-Case?
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0
Was ist der Business-Case der Transformation?
= Ist die Transformation wirtschaftlich?

  • Transformationskosten erheblich
  • Kosteneinsparungen ebenfalls
  • →Prüfung, was größer ist
  • idR rentiert sich Transformation nach einigen Jahren
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Welche kritischen Erfolgsfaktoren sind in der Planung der Transformation zu beachten?
  • Zielorientierung
  • Ergebnisorientierung
  • Partnerintegration
  • Projektbewertung und -kategorisierung
  • Projekt- und Change-Management
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0
Welche kritischen Erfolgsfaktoren sind in der Transformationsorganisation zu beachten?
  • Management-Support
  • Aufbauorganisatorische Integration
  • Ablauforganisatorische Integration
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Welche kritischen Erfolgsfaktoren sind im Business-Case zu beachten?
  • versteckte Kosten, zB Lernkosten
  • Soll-Situation einschl. Kosten konkretisiert
  • Bezug zu Zielen und Ergebnis der Transformationsplanung
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Welche kritischen Erfolgsfaktoren sind hinsichtlich des Cultural Change zu beachten?
  • Change-Management
  • frühzeitige Einbindung
  • Outplacement (=Entlassung) mit Betroffenen abstimmen
  • Motivation und Kommunikation
  • Stakeholder-Analyse
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Was ist ein Service und welche Typen gibt es?
  • erbringt eine definierte Leistung
  • ist umfassend spezifiziert
  • verfügt über eine Schnittstelle, welche die Realisierung verbirgt
  • kann automatisiert sein, aber auch manuelle Aktivitäten umfassen

Typen
  • Geschäftsservices
  • Applikationsservices
  • Infrastrukturservices
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Welche Entwicklungen forcieren die Entwicklung des Service Management?
  • Provider bauen Wertschöpfungsanteil aus
  • Banken reduzieren Eigenfertigungstiefe
  • Kunden übernehmen Teile der Wertschöpfüng (Covesting, Self-Profiling, …)

→ zunehmende Dezentralisierung der Wertschöpfung


weitere Entwicklungen
  • hoher IT-Anteil der Services
  • Portfoliosicht
  • Überbetrieblichkeit
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Nenne drei bestehende Ansätze zum Service-Management!
  • COBIT
  • ITIL
  • eTOM
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Was ist ITIL?
  • Sammlung von Best Practices für IT-Service-Management
  • Framework für das Management technischer Services
  • Fokus: Alignment zwischen IT-Services und Business
  • unterstüzt alle Phasen des Lebenszyklus eines Services
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Nenne die 5 Kernbereiche von ITIL!
  1. Service Strategy
  2. Service Design
  3. Service Transition
  4. Service Operation
  5. Continual Service Improvement
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Womit beschäftigt sich Service Transition in ITIL?
  • Anleitung für die Entwicklung von capabilities um neue/geänderte Service in Operationen zu überführen
  • Anforderungen der Service Strategy sollen erfüllt werden
  • Realisierung erfolgt in Service Operation
  • Überwachung von Risiken/Fehlern/Störungen
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Womit beschäftigt sich Service Operations in ITIL?
  • Anleitung zur effizienten und effektiven Auslieferung und Support von Services
  • Gewährleistung des Mehrwerts für Kunden/Provider
  • Realisierung der strategischen Ziele
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Womit beschäftigt sich das Service Design in ITIL?
  • Anleitung zum designen von IT-Services unter Anwendung der IT-Governance
  • erleichtern der Service-Einführung
  • Beschreibung der Ergebnisse eines Services
  • Beeinflussung und Risiko für bestehende Services/Prozesse ermitteln
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Welche Aspekte werden bei der Implementierung eines Services nach ITIL berücksichtigt?
  • Design sollte alle funktionalen Anforderungen, Ressourcen und Capabilities enthalten
  • Design des Service-Portfolios für Management und Lebenszyklus-Management
  • System Management Tools, Management Architektur, IT Architektur
  • Mess-Systeme und Metriken
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Was ist COBIT?
  • Handbuch der IT-Governance
  • zur Gewährleistung von Sicherheit, Qualität und Compliance der IT
  • Werkzeug zur Kontrolle der IT aus Geschäftsperspektive
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Wie lauten die 5 Prinzipien von COBIT?
  1. Ressourcen- und methodengetriebener Steuerungsansatz
  2. Steuerungs- und Managementorientierung
  3. Geschäftsfokus
  4. ganzheitliches Rahmenwerk
  5. Wertschöpfung für Stakeholder
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Nenne einige Bestandteile von COBIT!
Plan and Organise
  • Strategie
  • Wie kann IT Geschäftsziele unterstützen?

Acquire and Implement
  • identifizieren, entwickeln/beschaffen von IT-Lösungen

Deliver & Support
  • Service-Delivery
  • Kundensupport

Monitor and Evaluate
  • Performance Management
  • Controlling
  • Guarantees
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Was ist eTOM?
= Referenzmodell für Beschreibungen von integrierten Geschäftsprozessen in der TK-Industrie
  • kundenorientiert
  • bildet komplette Umgebung des Service Providers durch hierarchischen Prozessaufbau ab
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Was ist SLM?
= Service Life Cycle Management
  • deckt alle Prozesse des Service Life Cycles ab
  • Unterscheidung in interne und externe Provider
  • Netzwerkmanagement zur Einhaltung von SLAs
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Aus welchen Abschnitten besteht der Referenzprozess eines Lebenszyklus-Services? Nenne je eine geschäftsorientierte und IT-orientierte Aktivität!
geschäftsorientiert
IT-Orientiert
Identifikation
  • Marktanalyse
  • technische Machbarkeit

Anforderungsanalyse
  • Anforderungsmanagement
  • Technisches Anforderungsmanagement

Konzeption
  • Entwurf Business Case / fachliches Service-Design
  • Identifikation Wiederverwendungspotenzial / technisches Design

Entwicklung
  • Entwurf Rollenmodelll / Gestaltung Leistungserbringungsprozess
  • Programmierung / Integration ext. Services

Implementierung
  • Organisatiorische Umstrukturierungen
  • Infrastruktur aufsetzen / Roll-Out

Betrieb
  • Controlling/Nachfrageplanung
  • Security- & Configuration Management

Weiterentwicklung
  • Prozessverbesserung
  • Technologische Erneuerungen
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Nenne typische Prozesse des Service Managements!
  • Service Lifecycle Management
  • Service Portfolio Management
  • Kostenmanagement
  • Ertragsmanagement
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Welchen Nutzen bietet das Funktionsreferenzmodell des Service Managements (SM) für Praxis und Wissenschaft?
für die Praxis
  • Evaluationshilfe bei der Analyse von SM-Software
  • Grundlage für Roadmap/Reifegradmodell
  • Visualisierung Abdeckungsgrad durch bestehende Systeme
  • Überblick über gängige Funktionalitäten


für die Wissenschaft
  • einziges Referenzmodell für das Service Management
  • Förderung eines interdisziplinären Verständnisses
  • Gründlage systematscher Auswertung/Vergleiche
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Aus welchen Funktionsgruppen besteht das Referenzmodell des Service Managements?
  • Service Creation
  • Service Description
  • Testing
  • Technical Integration/Interfaces
  • User Interaction
  • Governance
  • Business-IT-Alignment
  • Monitoring
  • Analysis Valuation
  • Management-Unterstützung
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Author: David
Main topic: Wirtschaftsinformatik
Topic: Anwendungssysteme
School / Univ.: Universität Leipzig
City: Leipzig
Published: 22.02.2013
 
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