Für mich als Lerner hätte das mehrere Vorteile: Zunächst mal die Motivation. Wenn ich sehe, wieviel / wie lange ich an den Karten arbeite, motiviert mich das "dran zu bleiben". Außerdem habe ich direkten Zugriff auf meine Lernergebnisse über eine längere Zeitspanne, was SEHR motivierend wirkt. Dazu habe ich die Übersicht, woran wieviel gearbeitet und woran wenig gearbeitet wurde. Wo liegen evt. Schwächen, wo kann man sich ein wenig mehr zurücklehnen? Ich weiß, wo langfristig meine "schwachen" Karten liegen, denen ich mehr Aufmerksamkeit widmen sollte, bzw. welche Karten schon in meinem Hirn einzementiert sind. Habe ich bsw. einen Kartensatz seit Erstellung nach mehreren Wochen praktisch durchgängig fehlerfrei gewusst, kann man langsam an die Archivierung denken oder aber an sehr viel großzügigere Wiederholungspausen... Waren allerdings zwischendurch immer wieder Leistungseinbrüche drin, lieber die Wiederholungszeiten nocheinmal durchdenken und weiter aktiv am Kartensatz arbeiten.
Für mich liegt das Ziel in der Seitennutzung auch weniger auf der kurzfristigen Vorbereitung auf einzelne Klausuren. Dafür mag eine Statistik-Funktion tatsächlich wenig bis keinen Sinn haben, weil man die Karten "nur" ins Kurzzeitgedächtnis hämmert, wo sie aber leider auch schnell wieder verschwinden. Aber man nehme bsw. ein sehr komplexes Fachgebiet wie etwa Medizin, Jura oder Psychologie und schon sieht man sich mit einer Stofffülle konfrontiert, bei der man Schwierigkeiten hat den Überblick zu behalten was sitzt und was nicht. Was schlecht ist, weil gerade hier möglichst viele Grundlagen auch den Weg ins Langzeitgedächtnis finden sollen. Habe ich nun Statistiken bezüglich eines längeren Zeitraums des Lernens mit verschiedensten Themengebieten eines solchen riesigen Sachgebiets, habe ich immer den Überblick über meine Stärken und Schwächen im Gesamtstoff. Dann könnten Wiederholungszyklen anhand der Statistiken geplant werden, ohne erst alle Kartensätze durchzugehen, um zu überprüfen ob man fit ist. Die Statistiken unterstützen damit praktisch auch die Selbsteinschätzung bezüglich der Speicherung im Langzeitgedächtnis.
Ich hoffe es waren gute Argumente dabei. ;-)