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All main topics / Psychologie / Biologische Psychologie

Biologische Psychologie (583 Cards)

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Aus welchen 3 Komponenten besteht Stress?
  • Stressor (Stimulus oder Reizumfeld mit Aufforderungscharakter)
  • Erlebenskomponente (Bewältigungshandlung)
  • Auslenkung aus der Balance körperlicher und psychischer Funktionen (aus Homöostase = Stressreaktion)
Tags: Stress
Source:
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Durch welche Systeme entsteht Anpassung an Stressreaktionen?
  • Autonome, vegetative Systeme
  • Autonom motorische und präattentiv perzeptuelle bzw. affektive Systeme
  • Genetische und biomechanische Systeme
  • Kognitive Systeme
  • Handlungssysteme
Tags: Stress
Source:
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Wovon ist die Wirkung Stressoren abhängig?
  • physikalische Intensität der Reize
  • subjektiv-psychologische Intensität der Reize
  • Vermeidungs-, Bewältigungsmöglichkeiten der Reizsituation (Coping)
  • Dauer und Häufigkeit von Stressreizen
  • Soziale Stützung, Bindung…

Tags: Stress
Source:
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Beschreibe die Wege der endokrinen und der sympathischen Komponente der Stressreaktion!
Stressor

Hypothalamus (CRH->Hypophyse)

vegetatives Nervensystem: SympatikusHypophysenvorderlappen(ACTH)
dierekte Wirkung an verschiedenen Organen, Nebennierenmark Nor-/ArdenalinNebennierenrinde (Glukokortikoide)

Tags: Stress
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Beschreibe die direkte und indirekte Wirkung des sympathischen Nervensystems in Stressreaktionen!
Direkte Wirkung an verschiedenen Organen
  • Leistungssteigerung des Herzens
  • Weitstellung der Bronchien
  • Veränderungen im peripheren Gefäßsystem
  • Aktivierung Haarbalkmuskeln und Augenmuskeln

Wirkung am Nebennierenmark: Ausschüttung von Nor-/Adrenalin
Steigerung der Herzarbeit
Mehr Blut zu Muskeln, Blutdruck
AdrenalinNoradrenalin
Eingriff in Glukosestoffwechsel   Bereitstellung energieliefernder SubstanzenVermittlung von psychischen Komponenten der Stressreaktion
Erweiterung der BronchiolenWirkung als Neurotransmitter

Tags: Stress
Source:
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Wie läuft der Weg durch die Hypothalamus-Hypophyse-Nebennierenrinden-Achse bei Stressreaktionen?
Hypothalamus:
Ausschüttung von CRH (corticotopes releasing hormone)

Hypophysenvorderlappen:
Ausschüttung von ACTH (adrenokorikotropes Hormon)

Nebennierenrinde:
Ausschüttung von Glukokortikoiden, besonders Cortisol
diese wirken wiederum hemmend auf  CRH und ACTH Ausschüttung
Tags: Stress
Source:
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Welche Hormone werden wo in der Nebenniere ausgeschüttet?
Rinde: Glukokortikoide (95% Cortisol)
Zona Fasciculata der Rinde: Glukokortikoide

Mark: Adrenalin, Noradrenalin
Tags: Stress
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Kurzzeitige Wirkung der Glukokortikoide
  1. Bereitstellung von Energie in Form von Glukose
  2. Erhöhte Glukoneogenese in der Leber Umwandlung von Aminosäuren in GlukoseHemmung der Muskelproteinsynthese Beeinflussung des Fettstoffwechsels  erhöhter Blutzuckerspiegel
  3. erhöhter Blutfluss
  4. erhöhte Verhaltensbereitschaft
  5. Immunsuppression (Hemmung Lymphozytenproduktion)
  6. Unterdrückung des NFB (+ Zytokinexpression von Monozyten und Makrophagen)
  7. Hemmung von CRH und HHA-Achse

Bewältigung der Stresssituation
Tags: Stress
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Langfristige Wirkung von Glukokortikoiden?
Direkte Wirkung im Gehirn: Modulation von
  • Emotionen
  • Kognitiven Prozessen

  1. Bluthochdruck
  2. Schaden an Muskelgewebe
  3. Steroid Diabetes
  4. Unfruchtbarkeit
  5. Wachstumsstop (Kinder bleiben kleiner)
  6. Inhibition von Entzündungen (Selbstheilungsprozess nach Verletzungen gestört)
  7. Supression des Immunsystems (krankheitsanfälliger)
  8. Neurone im Hippocampus zerstört
  9. Weniger Glukoseeintritt  Glutamatwiederaufnahme weniger

>> Neurone sensibler für potentiell schädliche Ereignisse
>> Ca kann in Zelle eintreten und Neurone beschädigen
>> Gedächtnisleistung
Tags: Stress
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Einfluss von akutem Stress auf das Immunsystem
  • Akuter Stress akute Abwehr gestärkt (Steigerung der natürlichen Killerzellenaktivität), spezifische Abwehr kurzfristig zurückgefahren
  • nicht so kritisch, alle Systeme die mit Stressreaktion zu tun haben: erhöhte Aktivierung
  • Natürliche Killerzellen danach wieder zurückgefahren (krankheitsanfällig)

Tags: Stress
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Wirkung von Dauerstress auf das Immunsystem
Dauerstress >> spezifische und unspezifische Immunabwehr leiden
>> Keine Habituierung!
>> Schlechteres Immunsystem, Verringerte Killerzellenaktivität
>> Verringerung der Lymphozyten-Bildung
>> Erhöhte Aktivität latenter Herpes-Viren

Auftretenswahrscheinlichkeit von Infektionskrankheiten erhöht
(Dauerhaft Hochfahren der Immunabwehr durch Glukokortikoide verhindert)

Abfallprodukte des Cortisol schwächen Herzmuskulatur Herzanfälle wahrscheinlicher
Tags: Stress
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Wirkung von pränatalen Stress?
Langzeitstörung in Gehirn und Lernen
Tags: Stress
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4 Evidenzen für die gesundheitsschädliche Wirkung von Stress
  1. unter Stress heilen Wunden viel langsamer (Wundgröße gemessen)
  2. bei Pflegenden heilen Wunden langsamer (sind immer Stress ausgesetzt)
  3. glukokortikoid-bedingte Hippocampus-Läsion bei Posttraumatischer Belastungsstörung
  4. Treeshrews = Tiere, die unter Langzeitstress untersucht werden, Ergebnis: räumliches Gedächtnis verschlechtert, Kortisolspiegel steigt, weniger apikale Verzweigungen, kürzere Pyamidenzellen

Tags: Stress
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Wie entstehen Posttraumatische Belastungsstörungen?
Folge auf stark belastende Ereignisse

Situation,
  1. die die körperliche Unversehrtheit gefährdet,
  2. von Angst und Hilflosigkeit geprägt ist, und
  3. wenn man miterlebt wie andere sterben/verletzt werden
Tags: PTSD, Stress
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Symptome der Posttraumatischen Belastungsstörung
oFlashback (Durchleben der Traumatischen Situation)
oWiederkehrende Gedanken und Träume
oVermeidung von Stimuli, die mit Trauma assoziiert sind
oChronische Anspannung, Reizbarkeit
oSchlaflosigkeit, übersteigerte Geräuschempfindlichkeit
oBeeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung
oStarke Ängste und Vermeidung sozialer Situationen, die zu Arousal führen können
Tags: PTSD, Stress
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Wie lange muss eine PTSD mindestens dauern und welche Formen unterscheidet man?
Mindestens 1 Monat Dauer der Störung
  • Akut: weniger als 3 Monate
  • Chronisch: länger als 3 Monate
  • Verzögerte Reaktion: Beginn nach mehr als 6 Monaten
Tags: PTSD, Stress
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Welche neuronalen Effekte hat PTSD und wie werden sie vermittelt?
Sehr intensiver und langanhaltender Stress
  1. hoher Glukokortikoidspiegel
  2. Entleerung der Noradrenalinspeicher, Wiederaufnahme von Glutamat verhindert Atrophie, Zellverlust im Hippocampus kleineres Volumen des rechten, nicht des linken Hippocampus
  3. Erhöhte Corticosteroid-Ausschüttung keine Neurogenese von Nervenzellen im Hippocampus Degeneration des Hippocampus
  4. Funktion des medialen Präfrontalkortex bei Erinnerung an Trauma eingeschränkt
  5. Beeinträchtigung des expliziten KZG
  6. neue, kontextbezogene Informationen schlechter gespeichert
  7. bereits gespeicherte Stressreize können nicht vergessen werden
Tags: PTSD, Stress
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2 Repräsentationstypen, die für unterschiedliche Komponenten der PTSD verantwortlich sind
  • VAM (verbally accessible memory) = bewusst zugänglich, Vernetzung mit anderen Erinnerungen, aber Gedächtnislücken und unorganisiert
  • verhindert Aktivierung der Amygdala bei Abruf
  • SAM  (situationally accessible memory) = verantwortlich für flashbacks, mehr Erinnerungen als VAM unbewusst kann mehr gespeichert werden als bewusst
  • bei Abruf: Aktivierung der Amygdala
Tags: PTSD, Stress
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Nenne 8 Risikofaktoren für PTSD.
  1. Event früh im Leben
  2. Mehr als ein Event
  3. Vater mit Depression
  4. schlechte Bildung
  5. wenig soziale Unterstützung
  6. vorher Verhaltensstörung, Angststörung, Depression…
  7. vermutlich bestimmte Gene für Anfälligkeit verantwortlich
  8. kleinerer Hippocampus evtl. durch dessen Rolle am Kontextlernen

Tags: PTSD, Stress
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Worauf hat PTSD KEINE Auswirkung und wie kann sie medikamentös behandelt werden?
auf IQ

Behandlung mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern Vergrößerung des Hippocampus-Volumen, Zunahme des deklarativen Gedächtnisses
Tags: PTSD, Stress
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Author: Finn
Main topic: Psychologie
Topic: Biologische Psychologie
School / Univ.: Friedrich-Schiller-Universität
Published: 29.05.2012
Tags: Miltner
 
Card tags:
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