CoboCards App FAQ & Wishes Feedback
Language: English Language
Sign up for free  Login

Get these flashcards, study & pass exams. For free! Even on iPhone/Android!

Enter your e-mail address and import flashcard set for free.  
Go!
All main topics / Wirtschaft / Investition & Finanzierung

Investition und Finanzierung (82 Cards)

Say thanks
1
Cardlink
0
Welche drei Kassen der Geldverwendung unterscheidet man?
Vorsichtskasse
für nicht geplante Ausgaben (z. B. Waschmaschine kaputt)

Spekulationskasse
Geld, mit dem man spekuliert (z. B. Hauskauf)

Transaktioniskasse
tagtägliche Ausgaben
2
Cardlink
0
Wie berechnet man den Unternehmenswert?
Unternehmenswert = Bruttogewinn / Durchschnittszins
3
Cardlink
0
Was ist einem Vorstand generell hinsichtlich des Leverage-Effekts zu empfehlen?
Um sowohl die Leverage-Chance als auch das Leverage-Risiko hinreichend zu berücksichtigen, wird dem Vorstand empfohlen, das Eigenkapital lediglich in begrenztem Umfang durch Fremdkapital zu ersetzen. Der konkrete Fremdkapitalanteil und damit die Höhe des Verschuldungsgrades ist dabei abhängig von Unternehmens- und Branchenrisiko, von branchenüblichen Kapitalstrukturen sowie von der subjektiven Risikoeinstellung der Eigentümer bzw. Manager des Unternehmens.
4
Cardlink
0
Wie hoch sind der aktuelle Leitzins und Einlagezins der EZB?
Leitzins: 0,15%

Einlagezins: -0,1%
5
Cardlink
0
Nenne Rating-Agenturen
  • Moody's
  • Fitch
  • Standard & Poor's (S&D)
6
Cardlink
0
Schreiben Sie die Formel für die Humankapitalinvestition auf und interpretieren Sie diese kurz!


C0: Direkte Kosten (Bücher,…)
J0: Opportunitätskosten
Kt – Jt: Überschuss

Nenner: Abdiskontierung mit Zinssatz r (der über die Jahre hinweg variieren kann), zukünftige Einnahmen werden vergleichbar mit dem aktuellen Zeitpunkt gemacht (Gegenwartsorientierung)
7
Cardlink
0
Welche Kennzahlen sind relevant beim Bezugsrechthandel? Wie berechnet man sie?
Wert des Bezugsrechtes = (Ka – Kn)/ ((a/n) + 1)
oder (wenn Einheitskurs bereits bekannt):
Ka - KE

Einheitskurs/Mischkurs ermitteln, der weder neue noch alte Aktionäre benachteiligt
KE = Ka – WBR (Wert des Bezugsrechtes)
oder (wenn Bezugsrecht noch nicht ermittelt ist):
KE = (a * Ka + n * Kn) / (a+n)
8
Cardlink
0
Wovon hängt der Wert einer Wandelanleihe ab?
Der Wert einer Wandelanleihe steigt mit sinkendem Marktzins (Anleihen-Komponente), mit steigendem Aktienkurs (Aktien-Komponente) sowie mit steigender Volatilität des Aktienkurses
9
Cardlink
0
Was sind die Funktionen des Geldes?
• Tauschfunktion
• Zahlungsfunktion
• Rechenfunktion
• Zeittransferrierfunktion
10
Cardlink
0
Was ist Kapital? Was ist seine Grenzleistungsfähigkeit?
Kapital:
  • Sachkapital
  • Nicht gleichzusetzen mit Geld/liquide Mittel

Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals:
  • Wie rentiert sich das Kapital?

11
Cardlink
0
Welche Auswirkungen hat die aktuelle Eurokrise auf die Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals?
Die Grenzleistungsfähigkeit des (Sach-)Kapitals ist vergleichsweise hoch. Die Zinsen sind sehr günstig, daher ist die Rendite auf Investitionen höher als Zinsen, die man erhalten würde, wenn man das Geld spart statt zu investieren.
12
Cardlink
0
Wie ist der Ertrag von deutschen Bundesobligationen derzeit?
Der Ertrag ist gering, da Deutschland eine vergleichsweise geringe Verschuldung hat und die Bundesanleihe deshalb stark nachgefragt sind. Deutschland kann sich folglich derzeit günstig Geld leihen.
13
Cardlink
0
Nenne finanzwirtschaftliche Modelle!
  • Modigliani-Miller-Theorem / Irrelevanztheorem
  • Moderne Portfoliotheorie
  • Captial Asset Pricing Modell (CAPM)
  • Black- and Scholes Optionspreismodell
  • Markteffizienzhypothese
  • Neue Erwartungstheorie
14
Cardlink
0
Was besagt das Modigliani-Miller-Theorem (1958)?
Anwendungsbereich: Einfluss des Verschuldungsgrades eines Unternehmens auf dessen Unternehmenswert und die Kapitalkosten

Voraussetzungen: keine Steuern, keine Insolvenzkosten, keine asymmetrischen Informationen und einen vollkommenen Kapitalmarkt

1. Theorem: Irrelevanz der Kapitalstruktur für den Marktwert des Unternehmens; Der Unternehmenswert ist immer die Summe aus den Marktwerten von FK und EK und damit unabhängig vom Verschuldungsgrad.

2. Theorem: Die Eigenkapitalkosten eines Unternehmens sind eine linear ansteigende Funktion des Verschuldungsgrades, denn die EK-Geber fordern bei höherer Verschuldung eine höhere Rendite ("Risikoaufschlag für Kapitalstrukturrisiko"). Dieser Aufschlag entspricht dem Leverage-Effekt, der durch günstige Aufnahme von FK entsteht. Folglich gibt es keinen optimalen Verschludungsgrad.

3. Theorem: Konstanz der durchschnittlichen Kapitalkosten; Zwar steigt bei zunehmendem Verschuldungsgrad die erwartete Eigenkapitalrentabilität, gleichzeitig aber steigt auch das Risiko.

15
Cardlink
0
Was besagt die Moderne Portfoliotheorie (Markowitz, 1951)?
  • Bestmögliche Kombination von Anlagealternativen zur Bildung eines optimalen Wertpapierportfolios durch Diversifikationsstrategie
  • Investition immer in unterschiedliche, gering/nicht miteinander korrelierte Anlageklassen, damit sich Risiken gegenseitig aufheben
  • systematisches Risiko ist das Risiko des Anlegens selbst; unsystematisches Risiko lässt sich durch Diversifikation verringern/verhindern
  • Entgegen den Empfehlungen aus dieser Theorie ist oft ein Home bias zu beobachten (Tendenz, auf dem heimischen Markt zu investieren)
16
Cardlink
0
Was besagt das Capital Asset Pricing Modell „CAPM“ (Sharpe, 1961)?
  • Erweiterung des Portfolio-Modells
  • Anwendungsbereich: Zusammensetzung des Gesamtrisikos und die Abhängigkeit der zu erwartenden Rendite eines Portfolios von einem Markportfolio
  • Sharpe Ratio: Wie viel Ertrag bekommt man für ein bestimmtes Risiko? -> stellt linearen Zusammenhang zwischen dem Risiko eines Wertpapiers und dessen erwarteter Rendite her
  • Höhere Volatilität (Schwankungsbreite, Standardabweichung) oder hohe Verschuldung führen zu hohen Renditen, damit man Investoren bekommt (z. B. bei Staatsanleihen)
17
Cardlink
0
Was besagt das Black- and Scholes Optionspreismodell (Black, Scholes, Merton, 1973)?
  • Finanzmathematisches Modell zur risikoneutralen und arbitragefreien Bewertung (d. h. ohne Ausnutzen von Preisunterschieden auf verschiedenen Märkten) von theoretisch richtigen (fairen) Optionspreisen
  • Option: Einer Option liegt immer ein Basiswert zugrunde (z. B. eine Aktie, ein Liter Öl, ein Schweinebauch); man kann die Option nutzen/ausüben, muss es aber nicht
  • Bsp.: Wir kaufen eine Option, sodass wir den Preis eines Gutes (z. B. Daimler-Aktie) vereinbaren, es aber ggf in einem halben Jahr kaufen; wenn die Aktie im Preis steigt, kaufe ich in einem halben Jahr, wenn sie sinkt, würden wir nicht kaufen; Optionen werden gekauft für Gebühr an Optionsgeber

18
Cardlink
0
Was beinhaltet die Markteffizienzhypothese (Fama, 1970)?
Anwendungsbereich: Aussagen zur Berücksichtigung von Informationen in Wertpapierpreisen

Finanzmärkte, so die These, sind effizient, insofern vorhandene Informationen bereits eingepreist seien und somit kein Marktteilnehmer in der Lage sei durch technische Analyse, Fundamentalanalyse, Insiderhandel oder anderweitig zu dauerhaft überdurchschnittlichen Gewinnen zu kommen.
-> Aktuelle Wertpapierkurse sind immer fair (es gibt kein WP mit „zu hohem“ / „zu niedrigem“ Kurs)

Kritik (?): Rationaler Investor müsste Informationen sammeln, um höhere Rendite zu erzielen (poor dogs/cash cows)

19
Cardlink
0
Was beinhaltet die neue Erwartungstheorie (Kahnemann & Twersky, 1979)?
  • Empirisch entwickelte wirtschaftspsychologische Theorie
  • erstmals auch psychologische Seite der Wirtschaft einkalkuliert, nicht ausgangen vom Homo Oekonomicus
  • Gemäß Prospect Theory wird der Ausgang (meist Ist- oder Soll-Zustand) eines riskanten Spiels, ausgehend von einem Referenzpunkt, als Gewinn oder Verlust kodiert, wobei die Nutzenfunktion für Gewinne und Verluste unterschiedlich ist
  • Menschen haben Verlustaversion => Verluste schlagen stärker (ca. 2:1) in unser Wohlbefinden/Finanzsituation zu als Gewinne
  • Abbildung: rechts oben klasische Erwartungstheorie (?), links unten steiler als rechts oben, Mitte: Referenzpunkt
20
Cardlink
0
Was fällt unter Opportunitätskosten?
Bei Entscheidung für eine Investition, sind alle alternativen Investmentmöglichkeiten als Opportunitätskosten aus entgangenen Renditen zu sehen.

Beispiel:

(Mit Marktzins, Rendite etc. abdiskontierte) Erträge müssen höher sein als Kosten, damit sich die Investition lohnt.
21
Cardlink
0
Investition in das Humankapital (Studium vs. Ausbildung):
1. Welche Größe ändert sich, wenn das Renteneintrittsalter steigt?
2. Welchen Effekt hat diese Änderung?

3. Interpretieren Sie folgenden Satz von Benjamin Franklin: „Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen“!

1) Erhöhung des Renteneintrittsalters positiv, da der Amortisationszeitraum und damit der Ertrag steigt

2) C0: Kosten zur Durchführung der Investition zum Zeitpunkt der Entscheidung (inkl. psychologischer Kosten)
J: Alternativkosten/Oportunitätskosten
T: Zeit bis zur Verrentung
K: Was bringt mit mein Studium?
r: Diskontierungsrate > Nenner: Marktzins
Wenn C0 steigt (z. B. Einführung Studiengebühren) -> Verschlechterung des Investitionskalküls
Wenn T steigt -> Verbesserung des Investitionskalküls

3) Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals ist extrem lukrativ bei der Investition in eigenes Humankapitel (langer Zeitraum)

Aber, nicht zwingend Studium immer das beste:
- bei gutem Job höhere Verlustaversion
- Kündigungsrisiko beachten
- beachten, wie lange man in unterschiedlichen Jobs arbeiten kann
22
Cardlink
0
Welche Anlageklassen kennen Sie und wie würden Sie vor dem Hintergrund der aktuellen Banken/Schuldenkrise ein Portfeuille strukturieren? Begründen Sie (grob) und gehen Sie von einem anlegbaren Vermögen von 100.000€ aus.
Moderne Portfoliotheorie (Markowitz);
mögliches Portfolio:
  • Immobilien oder Gold (Absicherung gegen Inflation; Problem: wenig Ertrag)
  • Aktien (mehr Ertrag in Form von Dividenden und Wertsteigerung)
  • Rest:
  • - Spekulationskasse- bar- Tagesgeld, festverzinslich


(Immer Vorsorgekasse und Spekulationskasse berücksichtigen)

Argumentationskette:
Krisenbanken -> Unterkapitalisierung -> EZB rettet Banken -> mit billigem Geld -> niedrige Zinsen -> Inflationstendenz
23
Cardlink
0
Interpretieren Sie folgenden Satz: „An der Börse ist 2+2 nicht 4 sondern 5“! (Andre Kostolany)
Neue Erwartungstheorie (Kahnemann und Twersky)

100 Euro Verlust wiegt schwerer als 100 Euro Gewinn, da Menschen verlustavers sind (Psychologie wird berücksichtigt; behavioral finance)

Im Gegensatz dazu geht Homo Oeconomicus von rationalem Verhalten aus und berücksichtigt psychologische Aspekte nicht
24
Cardlink
0
Abgrenzung Finanzierung / Investition

25
Cardlink
0
Welche zwei Arten von Investition in Bezug auf das Kapital gibt es und welche Investitionen gehören dazu?

  • Kasse ist "totes Kapital", da es nichts einbringt
  • Zu deckende Verluste: z. B. Gehälter bei schlechter Auftragslage
  • Zins- und Dividendenausgaben: Bsp. eon + RWE hat aufgrund falscher Geschäftslage versäumt in Windanalgen etc. zu investieren -> Dividenden wurden gekürzt -> für Investoren (z. B. Stadt Essen) kapitalentziehend
  • Beispiel Kapitalbindung: Finanzkrise 2009: Autos bei VW, die zum Verkauf in den nächsten Monaten gedacht waren, sind kapitalbindend (und es kommen sogar noch Speicherkosten hinzu)
26
Cardlink
0
Hauptaufgaben des Finanzmanagements
27
Cardlink
0
Was sind die Grenzen des Leverage-Effekts?
  • Investitionen müssen multiplizierbar sein (statt einem Fanshop 10, die alle den gleichen Gewinn bringen), um absoluten Gewinn zu steigern; EKR kann gesteigert werden, aber nicht absoluter Gewinn; den würde ich nur machen, wenn ich den Fanshop dupliziere; wenn ich das geliehene Geld nicht (z. B. in neue Fanshops) einsetze, auch keine Steigerung
  • Nachfrage wird als konstant angenommen, ist es aber nicht zwingend
  • Annahme der Formel ist, dass Zins auch bei hohen Verschuldungsgrad konstant bleibt
  • Kreditvolumen sind beschränkt (bei steigendem Verschuldungsgrad)

28
Cardlink
0
Welche zwei Arten von Einnahmen in Bezug auf das Kapital gibt es und welche Einnahmen gehören dazu?
29
Cardlink
0
Was beinhaltet die Finanzwirtschaft / der Begriff Finanzwirtschaft?
  • Theorien und Techniken der Kapitalaufbringung (Finanzierung) und Kapitalanlage (Investition)
  • Nebenfunktion: Kapitalverwaltung (Zahlungsverkehr)
  • Finanzielle Maßnahmen zur Planung, Steuerung und Kontrolle von Zahlungsströmen im Unternehmen
  • Eine Investition bedingt die Finanzierung und umgekehrt
30
Cardlink
1
Finanzwirtschaftliche Ziele
Magisches Dreieck der Unabhängigkeit
31
Cardlink
0
Finanzwirtschaftliche Ziele
Was versteht man unter Rentabilität?
Die Rentabilität einer finanzwirtschaftlichen Maßnahme ergibt sich aus ihrem Ergebnis (Gewinn, Jahresüberschuss, Cashflow u.a.) im Verhältnis zum eingesetzten Kapital

  • EKR = JÜ/EK
  • Umsatzrentabilität = JÜ/Umsatz
  • Return on Investment = JÜ/GK
32
Cardlink
0
Finanzwirtschaftliche Ziele
Was versteht man unter Sicherheit?
Komplementäres Entscheidungskriterium zur Rentabilität ist das einer finanzwirtschaftlichen Maßnahme innewohnende Risiko, das mit dem für Investoren grundsätzlich anzunehmende Sicherheitsstreben im Konflikt steht.
33
Cardlink
0
Finanzwirtschaftliche Ziele
Was versteht man unter Liquidität?
  • Fähigkeit, den laufenden Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und betragsgenau nachkommen zu können
  • Gefahren:
  • - Unterliquidität (vorübergehende, kurzfristige Zahlungsstockung; nicht kritisch)-Illiquidität (dauerhafte Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung)
  • Insolvenzen sind überwiegend liquiditätsbedingt, nicht rentabilitätsbedingt

Liquiditätsgrade:
  • Liquiditätsgrad1 (L1>0,2):
  • ZM/FKk = ZM/kurzfr. Verbindlichkeiten
  • Liquiditätsgrad2 (L2>1):
  • (ZM + Forderungenk)/FKk = Monetäres Umlaufvermögen/kurzfr. Verb.
  • Liquiditätsgrad3 (L3>2):
  • (ZM + Ford.k + Vorräte)/FKk= kurzfristiges Umlaufvermögen/kurzfr. Verb.

Monetäres UV: UV - Vorräte - sonstige Vermögensgegenstände
Kurzfristiges UV: UV - nicht innerhalb 1 Jahr liquidierbar - Vorräte, die durch Kundenzahlungen gedeckt sind
34
Cardlink
0
Finanzwirtschaftliche Ziele
Was versteht man unter Unabhängigkeit?
Ziel: Erhaltung der Dispositionsfreiheit und Flexibilität. Mit der Aufnahme von Kapital werden neue Mitspracherechte geschaffen. Unabhängigkeit/ Flexibilität verlangt bspw. eine Begrenzung von Sicherheitsleistungen.
35
Cardlink
0
Wie leiten sich finanzwirtschaftliche Entscheidungskriterien aus Unternehmenszielen ab?
36
Cardlink
0
Insbesondere seit der Vertrauens- und Schuldenkrise sitzen europäische Unternehmen aufgrund historisch niedriger Kapitalmarktzinsen in der so genannten „Liquiditätsfalle“ (d.h. die Unternehmen horten Geld). Erklären Sie, weshalb eine hohe Unternehmensliquidität der Unternehmensrentabilität nicht förderlich ist!
Sowohl Unternehmen als auch private Haushalte sparen das Geld lieber aufgrund der Vertrauenskrise / aufgrund von "Angstsparen" (man weiß nicht, was die Zukunft bringt, Rücklagen für schlechte Zeiten); das erhöht ihre Spekulations-/Vorsichtskasse enorm (z. B. Apple derzeit 150 Milliarden Dollar cash -> Unternehmen ist nach Bekanntgabe dieser Zahlen unter Druck von Investoren geraten, dieses Geld zu investieren -> Apple hat sich daraufhin entschieden, einen Teil davon aus Sonderdividende an die Anleger auszuzahlen)

Startpunkt der Argumentation: Bezug zu Folie 37 (Dreieck)
=> Liquidität und Rentabilität  sind konfligierende Unternehmensziele, da überschüssige Liquidität (Cash-Bestände) nicht produktiv eingesetzt werden und damit eine Unternehmensrentabilität erzielt wird, welche nicht beispielsweise die Inflation deckt.
37
Cardlink
0
Welche grundlegenden Möglichkeiten der Geldbeschaffung gibt es? (Wo kann man sich Geld beschaffen?)
38
Cardlink
0
Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen mit dem Oberziel des Shareholder Value (Marktwert)
39
Cardlink
0
Systematisierung der Finanzierungsformen
Nach Rechtsstellung
  • Eigenfinanzierung: durch Einlagen der Unternehmenseigner oder durch Gewinnthesaurierung
  • Fremdfinanzierung: begründet Rückzahlungsverpflichtung des Unternehmens (EK fungiert als Haftungsanker für FK (Bürgefunktion)) (z. B. Pensionsrückstellungen)

Nach Mittelherkunft
  • Innenfinanzierung: aus Erzielung von Umsatzerlösen (z. B. Penstionsrückstellungen)
  • Außenfinanzierung: Zuführung finanzieller Mittel durch Einlagen oder Kredite von außen


Nach Fristigkeit
  • Kurz- mittel- oder langfristige Finanzierung
  • Unbefristete Finanzierung

Nach Finanzierungsanlass
  • Gründungsfinanzierung (meist über FK, Problem: Bonität/Kreditwürdigkeit)
  • Erweiterungsfinanzierung (einfacher als Gründungsfinanzierung)
  • Sanierungsfinanzierung (Modernisierung -> günstigste Finanzierungsform)
40
Cardlink
0
Abgrenzung von Fremd- und Eigenkapital nach verschiedenen Kriterien
41
Cardlink
0
Strukturelle Finanzierungsregeln sollen zu enger Liquiditätshaltung und Überschuldung vorbeugen helfen (Faustregeln)
Goldene Bankregel:
langfr. Aktiva <= langfr. Passiva
kurzfr. Aktiva >= kurzfr. Passiva

Fristenkongruenz: Dauer der Mittelbindung = Dauer der Mittelverfügbarkeit

Goldene Bilanzregel (enge Fassung):
Anlagevermögen <= EK + langfr. FK

Goldene Bilanzregel (weite Fassung):
Anlagevermögen + langfr. UV <= EK + langfr. FK

Liquiditätsgrade:
s. separate Folie

Verhältnis EK:FK
EK:FK = 1:1 erstrebenswert
EK:FK = 1:2 solide
EK:FK = 1:3 noch "zulässig"
-> Hier kommt Leverage-Effekt ins Spiel
42
Cardlink
0
Definition Anleihe
  • Unternehmensanleihe, Obligation, verbrieftes Schuldversprechen, Bonds, Schuldverschreibung, "Darlehen vom Markt"
  • Fremdfinanzierung mit Effekten ist die Fremdfinanzierung mit Wertpapieren
  • Anleihe wendet sich nicht an spezielle Kreditgeber, sondern an den (gesamten) Kapitalmarkt
  • Anleihen sind handelbares Fremdkapital am Anleihenmarkt (können börsengehandelt sein oder nicht)
  • Anleihen werden in Teilschuldverschreibungen zerlegt, die jeweils einen bestimmten Teilbetrag der Anleihe verbriefen
  • Schuldverschreibungen stellen Effekte dar und lauten auf einem bestimmten Nennwert
  • Fremdfinanzierung mit Anleihen statt Krediten macht das Finanzmanagement der Unternehmen unabhängiger von Banken
  • diese Finanzierungsform steht jedoch nur größeren Unternehmen (Mittelständler oder größer) offen, da relativ hohe Mindestkosten bei Effektenemission erforderlich sind
  • mittel- bis langfristige Fremdkapitalfinanzierung (3-11 Jahre)
  • Zinsen typischerweise höher als Marktzins und abhängig von Bonität der Unternehmen
  • 3 zentrale Punkte können den Kurs/Wert einer Anleihe beeinflussen: (Rest-)Laufzeit, Coupon (Verzinsung), Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage (stark in Verbindung mit Punkt 2 zu sehen); zusätzlich: persönliche Risikoneigung, Risikoeinschätzung
43
Cardlink
0
Mögliche Arten von Zinszahlungen bei Anleihen
  • periodisch gleich hohe Zahlung (Rente) eines festen Zinses
  • stufenweiser Anstieg des Festzinses (Stufenzins)
  • Zinszahlung durch Einmalzahlung am Laufzeitende
  • Kopplung des Zinses an einen kurzfristigen Basiszins
  • Inflationsindexierter Zins, welcher sich an der aktuellen Inflationsrate orientiert
44
Cardlink
0
Anleihen
Nominale und reale Zinsen
  • Realzins berücksichtigt neben dem nominellen Zins die erwartete Inflationsrate
  • Realzins = nomineller Zins - erwartete Inflationsrate
  • Aktuell: negativer Realzins (negative Einlagenzinsen von Banken an EZB)
  • Folge: Ich gebe Geld lieber aus -> kurbelt Konjunktur an -> Kommt vor allem Südländern zugute -> Für uns (da hier kein Geldmangel) schlecht, da quasi Enteignung
45
Cardlink
0
Anleihen
Berechnung der Effektivverzinsung
ieff =(( inom - (a / T) )/ E) * 100
bzw
ieff =(( inom + (d / T)) / E) * 100

A = agio
D = disagio
E = Emissionskurs (Nominalwert - Disagio oder Nominalwert + Agio)
i = Zinssatz
46
Cardlink
0
Anleihen
Zinsstruktur
  • Zinsen sind je nach Zinsbindungsdauer unterschiedlich hoch
  • im typischen Fall steigt der Zins mit der Länge der Zinsbindungsdauer (normale Zinsstruktur)
  • im umgekehrten Fall liegen die kurzfristigen über den langfristigen Zinsen (inverse Zinsstruktur)
  • bei der flachen Zinsstruktur bleiben die Zinsen über die Laufzeit unverändert

Grafik einfügen
47
Cardlink
0
Kurse von Anleihen
  • Anleihen werden unabhängig von ihrem Nennbetrag (100€, 1.000€ ; 50.000€ etc.) immer zu 100 Prozent emittiert
  • Kurse von Rentenpapieren (fester Zins) hängen prinzipiell von drei Faktoren ab; Nominalzins (Kuponzins), Restlaufzeit und allgemeines Zinsniveau bei dieser Laufzeit
  • befindet sich der Kuponzins auf dem Marktniveau, so liegt der Kurs des Rentenpapiers bei 100 Prozent
  • je kürzer die Restlaufzeit, desto mehr nähert sich der Kurs der 100-Prozent-Marke
  • Änderung des Zinsniveau während der Laufzeit senkt oder steigert den Kurs eines Rentenpapiers
48
Cardlink
0
Rückzahlung von Anleihen
  • im Normalfall sind Anleihen in Deutschland gesamtfällig
  • der Nennwert einer Anleihe wird in einer Summe am Ende der Laufzeit zurück gezahlt
  • darüber hinaus existieren Annuitätenanleihen, bei denen die Rückzahlung nach einer bestimmten tilgungsfreien Zeit in gleich hohen Jahresraten erfolgt
49
Cardlink
0
Hybride Finanzierungsformen
50
Cardlink
0
Was kennzeichnet Eigenkapital?
- aus Gewinnen oder Beteiligungen
- langfristig angelegt
- variable Gewinn-/Verlustbeteiligung
51
Cardlink
0
Wie können Unternehmen typischerweise ihr Geld akquirieren?
1. Kredit (Hausbank)
2. Aktien emitieren -> höhere Risikobereitschaft/-neigung als bei Anleihe
3. Anleihe emitieren -> FK ist abgesichert durch EK-Geber, damit weniger risikoreich als Aktien; dennoch gewisse Risikoneigung nötig; Kurswert der Anleihe ist volatil (kann steigen oder fallen) wie bei Aktie
52
Cardlink
0
Nenne 4 relevante Anleiheaspekte
1. Nominalzins (Zinszahlung bei der Anleihe nennt man Kupon (fester Zinssatz), der jährlich ausgegeben/gezahlt wird, wenn das Unternehmen solvent ist)

2. Emissionspreis/-kurs (Ausgabekurs)
3 Fälle:
  • Agio (Aufgeld)
  • Pari (Anleihe wird zu 100% Nominalwert ausgegeben)
  • Disagio (Abgeld) -> kann auch vom Unternehmen gewährt werden, um Anreiz zum Kaufen zu schaffen
Beispiel: Finanzkrise -> Blase geplatzt -> Anleger wollten in „sicheren“ Hafen -> alle Aktien wurden verkauft, dafür Anleihen gekauft, da weniger risikoreich -> Anleihen gingen im Kurswert auf 110% / 120% hoch

3. Laufzeit (Wie lange binde ich mich an dieses Investment?)

4. Rückzahlungsmodalität: Im Falle der Solvenz immer 100%

53
Cardlink
0
Was kennzeichnet Fremdkapital?
  • Keine Haftung mit Kapital als FK-Geber
  • (außer bei Zahlungsunfähigkeit; FK-Geber wird aber bevorzugt vor EK-Geber)
  • Feste Zinssätze (Coupons) -> Planungssicherheit
  • in Form von
  • - Bankdarlehen- Darlehen durch Zielkäufe- Anleihen
54
Cardlink
0
Was sind die Vor- und Nachteile von Anleihen aus Unternehmenssicht?
Vorteile:
  • Stückelung in kleine Beträge -> evtl. sind mehr Leute bereit mir je einen verhältnismäßig kleinen Betrag zur Verfügung zu stellen als die Bank einen großen
  • nicht abhängig von einem großen Kreditgeber
  • (keine Sicherheiten nötig)

Nachteil:
  • Bei Zahlungsschwierigkeiten muss ich mich mit vielen Anlegern auseinandersetzen, allen Briefe schreiben,... (-> höhere Transaktionskosten)
55
Cardlink
0
Was sind Wandelanleihen?
  • Wandelanleihen (Convertible Bonds) sind Schuldverschreibungen (z. B. Rentenpapiere) mit einem zusätzlichen Wandlungsrecht in Aktien
  • Wandlungsrecht zu festgelegten Konditionen findet nur zum Vorteil des Anlegers statt
  • Anleger erhält im Falle der Wandlung Aktien günstiger
  • Wandelanleihen sind jedoch niedriger verzinst als vergleichbare Anleihe ohne Wandlungsrechte
  • Unternehmen kommt dadurch zu relativ niedrig verzinslichem Fremdkapital
  • Erzielung eines Ausgabekurses junger Aktien über den derzeitigen Marktbedingungen, wenn Wandlungsbedingung von Käufer auf Basis ihrer Zukunftserwartungen akzeptiert werden
56
Cardlink
0
Wandelanleihen
Festzulegende Konditionen bei der Emission von Wandelanleihen
  • wie bei einer normalen Schuldverschreibung sind zuerst Zinssatz, Laufzeit, Zinstermine sowie Besicherung festzulegen
  • darüber hinaus sind das Wandlungsverhältnis, die Wandlungsfrist oder -termin sowie eine etwaige Zuzahlung bei Wandlung festzusetzen
57
Cardlink
0
Wie berechnet man den Erlös und den Gewinn von Wandelanleihen?
Erlös = Anzahl Aktien x Kurswert

Gewinn = Erlös - Nennwert der Wandelanleihen
58
Cardlink
0
Wie berechnet man Gesamtkapital, Kapitalrückfluss und Verschuldungsgrad?
GK = FK + EK

Kapitalrückfluss = Bruttogewinn = Et - At

At: Kapitalbedarf, Anschaffungskapital
Et: Einzahlungsüberschüsse

v = FK/EK
59
Cardlink
0
Wie kürzt man Kapitalertrag im Unternehmen, Eigenkapitalkosten und Fremdkapitalkosten ab?
Kapitalertrag im Unternehmen: rGK

Mindestverzinsung der EK-Geber/Eigenkapitalkosten: iEK

Mindestverzinsung der FK-Geber/Fremdkapitalkosten: iFK
60
Cardlink
0
Optimierung der Kapitalstruktur -> in den Folien ansehen, F. 67ff.
Antwort
61
Cardlink
0
Was ist der Leverage-Effekt?
Der Leverage-Effekt beschreibt die Hebelwirkung des Fremdkapitals, wonach mit vermehrtem Einsatz von Fremdkapital eine Erhöhung der EKR erreicht werden kann.

Er kann aber auch in die gegenteilige Richtung wirken (negativer Leverage-Effekt) und somit im schlimmsten Fall zu Insolvenz führen.
62
Cardlink
0
Wie berechnet sich der Leverage-Effekt?
Eigenkapitalrentabilität in Abhängigkeit vom Verschuldungsgrad v:
rEK = rGK + ((rGK - iFK ) ∙ v)

-> Je nach Verschuldungsgrad steigt oder sinkt der Leverage-Effekt

Positiver Leverage-Effekte, wenn rGK > iFK

Negativer Leverage-Effekte, wenn rGK < iFK
63
Cardlink
0
Was sind die Nachteile der Eigenfinazierung nicht emissionsfähiger Unternehmen?
Nicht emissionsfähige Unternehmen = Unternehmen ohne Zugang an die Börse: Einzelunternehmen, OHG, KG, GmbH, Genossenschaften

Nachteile für Anleger:
  • Fehlen eines organisierten Sekundärmarktes, d.h. keine Veräußerbarkeit über organisierten Markt („lack of marketability“) (fehlende Fungibilität/Handelbarkeit)
  • „Schwierige“ Unternehmensbewertung (Wie ist Marktwert?) -> bei AG: Aktienkurs * Anzahl Aktien
  • Ggf. eingeschränkte Verlässlichkeit des Jahresabschlusses (Informationsasymmetrien)
  • Eingeschränkte Einschätzbarkeit des Risikos (Informationsasymmetrien), keine Sicherheiten, keine Transparenz
  • Verbundenheit Altgesellschafter mit Unternehmen
  • Erhöhtes Risiko wird durch deutliche Bewertungsabschläge kompensiert

Nachteile für bisherige Eigentümer:
  • Zusätzliche Mitsprache
  • Zwang zur Erzielung eines höheren Gewinns
64
Cardlink
0
Was kennzeichnet die Beteiligungsfinanzierung bei verschiedenen Gesellschaftsformen?
  • Bei Einzelunternehmen: Stille Gesellschaft: reine Innengesellschaft, die nach außen nicht in Erscheinung zu treten braucht
  • - Einlage des stillen Gesellschafters geht in das Vermögen des Einzelunternehmers über (ein Eigenkapitalkonto) (Bilanzverlängerung)- Der stille Gesellschafter ist stets angemessen am Gewinn zu beteiligen, am Verlust nimmt er nur in Höhe der Einlage teil- Typische stille Gesellschaft: beim Ausscheiden aus der Unternehmung wird der typische stille Gesellschafter mit seiner Einlage abgefunden (Fremdkapital) -> praktisch kein Unterschied zu Darlehen- Atypische stille Gesellschaft: beim Ausscheiden aus der Unternehmung wird der atypische stille Gesellschafter am Vermögenszuwachs beteiligt (Eigenkapital; Verzinsung + Gewinnbeteiligung + Haftung, wenn nicht ausgeschlossen)
  • Bei OHG kann eine Beteiligungsfinanzierung a) durch Einbringung neuen Kapitals der bisherigen Gesellschafter oder b) durch Aufnahme neuer Gesellschafter erfolgen. a) ist durch die Vermögensverhältnisse begrenzt, b) steht die Leitungsbefugnis entgegen
  • Bei der KG muss die Anzahl der Vollhafter begrenzt bleiben. Ausweitung der Kapitalbasis durch weitere Kommanditisten; typischerweise über Fonds
  • GmbH: Erhöhung des Stammkapitals (25.000 €)
65
Cardlink
0
Alternativen der Kapitalbeschaffung
i.w.S. Kapitalbeteiligungsgesellschaften (Private Equity, Venture Capital) oder Privatpersonen (Business Angels)

Private Equity
ist die zeitlich begrenzte Eigenkapital-Beteiligung an typischerweise nicht börsennotierten Unternehmen mit Wachstumspotential (3-7 Jahre Teilhabe)
  • typischerweise Fonds mit Kapitalsammelstellen
  • zur Finanzierung des Wachstums von Unternehmen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien oder
  • für spezielle Finanzierungsanlässe (z.B. Managemant BuyOut bei Nachfolgeproblem, d. h. Management setzt sich selbst als Nachfolger ein)

Venture Capital (= „Wagnis- bzw. „Risikokapital“) ist eine Sonderform von Private Equity zur Finanzierung überwiegend
  • sehr junger und wachstumsträchtiger Unternehmen (z.B. aus der Hochtechnologie-Branche)
  • vor allem in der Frühphase, d.h. Gründungs- und Aufbauphase
  • mit unternehmerischer Betreuung
66
Cardlink
0
Was sind emissionsfähige Unternehmen?
Emissionsfähige Unternehmen: (Aufnahme von EK durch Aktienemission)
Unternehmen mit der Rechtsform AG oder KGaA

In Deutschland gibt es etwa 8.000 Aktiengesellschaften.

Eine AG ist eine Kapitalgesellschaft, bei der die EK-Geber durch den Erwerb von Aktien, die ihre Mitgliedschaftsrechte durch ein handelbares Wertpapier (Aktie) beinhaltet/darstellt/widerspiegelt.

Die Teilhaberschaft/Mitgliedschaft ist typischerweise durch das Grundkapital/gezeichnetes Kapital dargestellt. Es ist das Kapital, das die Eigner bei Unternehmensgründung eingezahlt hat.

Mindesteinlage/Mindestgrundkapital bei AG, das eingezeichnet werden muss, um AG zu gründen: 50.000 (Haftungskapital)
-> Ergibt sich aus Anzahl der Aktien, die im Umlauf sind * Nennwert der Aktie
Mindestnennwert: 1,-

Bsp. eon (Essen) hat Grundkapital von 2 Milliarden Euro
-> ist nicht der U-Wert; der Wert ist der Börsenkurs (abdiskontierte Unternehmensgewinne)

Nach oben hin kann Unternehmen offen sein; aber wir befinden uns auf Sekundärmarkt, da brauchen wir auch jemanden, der die Aktie kauft
67
Cardlink
0
Finanzierungsmöglichkeiten der AG
Eigenfinanzierung Fremdfinanzierung
Ausgabe von Aktien Ausgabe von Schuldverschreibungen
Gewinnthesaurierung (Erhöhung der EK-Basis statt Gewinnausschüttung) Bankdarlehen
68
Cardlink
0
Vorteile der Eigenfinanzierung emissionsfähiger Unternehmen (AG)
  • Aufteilung des Kapitals in kleine Teilbeträge; geringer Mindestkapitaleinsatz
  • Hohe Fungibilität, Verkehrsfähigkeit der Anteile (Existenz Sekundärmarkt)
  • Große Anzahl an Eigentümern möglich (Trennung Management und Eigentum)
  • Begrenzte Haftung der Aktionäre (Nennbetrag)
  • Genaue rechtliche Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrags durch AktG (Bilanz u. Geschäftsbericht müssen veröffentlicht werden) => Hohe Transparenz
69
Cardlink
0
Was ist eine Aktie?
Bei Aktien handelt es sich um handelbare Wertpapiere / Teilhaberpapiere, die dem Eigentümer ein wirtschaftliches und rechtliches Eigentum an der entsprechenden Aktiengesellschaft verbriefen. Der gesellschaftsvertragliche Teil ist im AktG geregelt. Trotzdem bestehen Wahlmöglichkeiten bezüglich …

Wem? (Übertragung)
  • Inhaberaktien (formlos)
  • Namensaktien (Name)

Welche Rechte?
  • Stammaktien
  • Vorzugsaktien

Wie viel? (Wertkennzeichnung)
  • Nennwertaktien
  • Stückaktien

Wohin? (Verfügung)
  • Eigene Aktien
  • Vorratsaktien/Vorbehaltsaktien

Wann? (Ausgabezeitpunkt)
  • Alte Aktien
  • Junge/neue Aktien
70
Cardlink
0
Unterschied Inhaberaktien vs. Namensaktien
71
Cardlink
0
Unterschied Stammaktien und Vorzugsaktien
72
Cardlink
0
Formen der Kapitalerhöhung bei emissionsfähigen Unternehmen
73
Cardlink
0
Motive zur Kapitalerhöhung bei der AG
74
Cardlink
0
Nenne verschiedene Formen der Kapitalerhöhung (bei AGs)
  • Ordentliche Kapitalerhöhung
  • Bedingte Kapitalerhöhung
  • Genehmigtes Kapital
  • Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
75
Cardlink
0
Ordentliche Kapitalerhöhung
  • Erhöhung des gezeichneten Kapitals der AG durch Ausgabe neuer / junger Aktien
  • Üblich: Ausgabe neuer Aktien mit einem Abschlag zum aktuellen Kurs (Gründe: Zeichnungsanreiz, Volatilität Aktien)
  • Konsequenzen ordentlicher Kapitalerhöhung: Stimmrechtsverwässerung und Vermögensverschiebung
  • Lösung: Bezugsrechte
  • • Jeder Aktionär kann das Bezugsrecht innerhalb der Bezugsfrist nutzen oder verkaufen.• Bezugsverhältnis gibt an, wie viele Bezugsrechte zum Erwerb einer jungen Aktie notwendig sind. Rechnerischer Wert des Bezugsrechts ist abhängig von: Bezugsverhältnis, Bezugskurs der jungen Aktien und Börsenkurs der alten Aktien. Tatsächlicher Wert der Bezugsrechte wird über Börsenhandel bestimmt.
76
Cardlink
0
Bedingte Kapitalerhöhung
  • Die Erhöhung des Grundkapitals ist von der Ausübung von Options- oder Umtauschrechten abhängig.
  • Zulässig zur Abdeckung von Umtauschrechten in Aktien aus Wandelschuldverschreibungen bzw. Optionsschuldverschreibungen, zur Vorbereitung von Unternehmenszusammenschlüssen und zur Ausgabe von Optionsrechten an Arbeitnehmer im Rahmen einer Gewinnbeteiligung
  • Ist an Bedingung geknüpft
  • 1. Wenn Unternehmen Wandelanleihen emittiert hat, muss Puffer aufgebaut werden, um den Umtausch zu gewährleisten2. Bei Belegschaftsaktien, die in schlechten Zeiten gebildet werden und wieder eingefordert werden können -> hier kann bedingte Kapitalerhöhung nötig sein
77
Cardlink
0
Kapitalerhöhung durch Genehmigtes Kapital
  • Ermächtigung des Vorstands (3/4 der Hauptversammlung) während eines Zeitraums von längstens 5 Jahren das Grundkapital um maximal die Hälfte des bisherigen Grundkapitals zu erhöhen.
  • Vorstand kann Kapitalerhöhung optimal an Eigenkapitalbedarf der Gesellschaft und die Kapitalmarktlage anpassen.
  • Vorteil: Management hat mehr Insiderwissen als Aktionäre; um das auch schnell umzusetzen, kann man sich Kapital genehmigen lassen -> schnelle Handlungsmacht
78
Cardlink
0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Umwandlung der Gewinn-/Kapitalrücklagen (frei verfügbares EK) in Grundkapital (ausschüttungsgesperrtes EK) => Änderung der Zusammensetzung des EK, nicht der Höhe.

Vorteil: Verschuldungsgrad sinkt -> größeres Vertrauen der FK-Geber (Rating-Markt bewertet dieses Vertrauen / Rückzahlungsfähigkeit) ????
79
Cardlink
0
Was kennzeichnet die Typische Stille Beteiligung?
  • In der Regel keine Verlustbeteiligung (vertraglich ausgeschlossen), d. h. der Kapitalgeber erhält am Ende der Laufzeit sein Kapital zum Nennwert zurück
  • Kapitalgeber erhält feste Grundverzinsung; zumeist auch zusätzliche Gewinnbeteiligung
  • Steuerlich / handelsrechtlich: Fremdkapital
  • Nach außen nicht erkennbar (natürliche / juristische Person)
80
Cardlink
0
Was kennzeichnet die Atypische Stille Beteiligung?
  • Verlustteilnahme des Kapitalgebers, d. h. unter Umständen erhält der Kapitalgeber sein Kapital nicht zu vollem Nennwert zurück (im schlimmsten Fall auch Totalverlust)
  • Kapitalgeber erhält feste Grundverzinsung plus Erfolgsbeteiligung (bestimmter Anteil am Jahresgewinn)
  • Steuerlich / handelsrechtlich: Eigenkapital
81
Cardlink
0
Was kennzeichnet Nachrangdarlehen?
  • Im Insolvenzfall werden die Gläubiger eines Nachrangdarlehens erst nach den Senior-Gläubigern bedient, daher Junior-Gläubiger
  • Wirtschaftlich: Eigenkapital (wichtig für Ratings)
82
Cardlink
0
Was kennzeichnet Genussrechte/Genussrechtscheine?
  • Keine gesetzlichen Regelungen bzw. Legaldefinition
  • Vergütung kann verschiedene Formen annehmen, bspw. gewinnunabhängige feste Verzinsung oder variable Verzinsung
  • Wenn Genussrechte als Kapitalmarktpapiere ausgestaltet sind
  • Je nach Ausgestaltung steuerlich / handelsrechtlich Eigen- oder Fremdkapital
Flashcard set info:
Author: Katja
Main topic: Wirtschaft
Topic: Investition & Finanzierung
School / Univ.: Universität Duisburg-Essen
City: Duisburg
Published: 13.03.2015
Tags: Investition, Finanzierung
 
Card tags:
All cards (82)
no tags
Report abuse

Cancel
Email

Password

Login    

Forgot password?
Deutsch  English